Geschäftskonto für Freiberufler

Geschäftskonto für Freiberufler
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Als Freiberufler zu arbeiten, bedeutet auch, sich mit den eigenen Finanzen zu beschäftigen. Vielfach wird dabei zunächst auf ein separates Konto verzichtet, schließlich bedeutet ein Geschäftskonto meist zusätzlichen Aufwand und manchmal auch extra Kosten. Dies ist jedoch keine gute Idee. Ein eigenes Geschäftskonto macht vieles einfacher.

Eigenes Konto für Geschäftstätigkeiten

Generell ist ein Freiberufler nicht dazu verpflichtet, extra für seine berufliche Tätigkeit ein Konto zu eröffnen. Es ist also durchaus legal, alle finanziellen Transaktionen einfach normal über das private Girokonto vorzunehmen. Spätestens wenn deren Anzahl aber etwas größer ausfällt, ist der Zeitpunkt für ein eigenes Geschäftskonto gekommen. Die Gefahr, bei den vielen geschäftlichen Überweisungen und den privaten Buchungen durcheinander zu kommen, ist einfach zu hoch.

Wer trotzdem weiter auf einem Konto beharrt, setzt sich der Gefahr aus, dass vielleicht das Bezahlen eine Rechnung oder eine ausstehende Zahlung übersehen wird. Nicht zu unterschätzen ist zudem die Tatsache, dass separate Konten dabei helfen, einzuschätzen, wie gut die freiberufliche Tätigkeit läuft. Ein Blick auf das Geschäftskonto gibt sofort preis, wie erfolgreich die Bemühungen aktuell sind. Bei einem einzelnem Girokonto besteht dagegen die Gefahr, dass noch andere Einkünfte das Bild verzerren.

Die richtige Wahl

Bei der Wahl des Kontos stehen Freiberufler mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Zunächst einmal gilt es, eine Entscheidung zwischen einem Online-Konto und einem Konto bei einer klassischen Filiale zu treffen. Online-Angebote wie dieses haben den Vorteil, dass die Auswahl deutlich größer ist. Zudem fallen in der Regel geringere Kosten an. Gerade in Corona-Zeiten, in denen viele Freiberufler noch stärker auf ihre Ausgaben achten müssen, kann dies durchaus ein signifikanter Entscheidungspunkt sein. Mitunter sind Online-Konten sogar komplett kostenfrei.

In bestimmten Fällen kann sich aber auch eine klassische Filiale anbieten. Ein gutes Beispiel ist eine Tätigkeit, bei der der Lohn überwiegend in bar gezahlt wird. Die Folge sind häufige Bareinzahlungen, welche sich natürlich einfacher bei einer herkömmlichen Bank realisieren lassen. Zwar besteht die Möglichkeit, das Geld erst auf das Privatkonto einzuzahlen und dann auf das Geschäftskonto zu überweisen. Wirklich praktisch ist dies jedoch nicht. Darüber hinaus haben Bankfilialen einen Vorteil, wenn es um die persönliche Betreuung geht. Gerade in Hinblick auf Förderungen oder Kredite ist es nicht selten hilfreich, sich von einem Kundenberaten helfen zu lassen.

Ein Firmenkonto eröffnen

Bei vielen Angeboten für Freiberufler werden sogenannte Firmenkonten empfohlen. Dabei handelt es sich um einen bestimmten Kontotyp, der speziell an die Anforderungen von Unternehmen angepasst ist. Entsprechend bieten Firmenkonten ein paar mehr Funktionen, sind im gleichen Zuge aber auch mit höheren Kosten verbunden. Viele Freiberufler verzichten aus diesen Gründen auf ein solches Konto und nutzen für ihre unternehmerische Tätigkeit ein normales Girokonto. Dies ist auch typischerweise kein Problem. Es gibt keinen rechtlichen Vorgaben, denen nach Freiberufler verpflichtet sind, ein Geschäftskonto zu eröffnen.

Fazit

Ein Geschäftskonto mag für Freiberufler keine Pflicht sein, ist aber trotzdem eine gute Idee. Besonders im Netz finden sich günstige Angebote, die trotzdem alle notwendigen Funktionen bieten. In manchen Fällen kann sich auch ein richtiges Firmenkonto anbieten, das allerdings mit höhere Kosten verbunden ist.

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