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Lottogewinn – welche Steuern fallen an

Wöchentlich hoffen Lottospieler auf den großen Lottogewinn. Anfang März 2018 knackten zwei Berliner den mit 42 Millionen Euro gefüllten Jackpot. In einer solchen Situation kommt die Frage auf, ob der Staat darauf eine Steuer erhebt. Die Antwort gibt Anlass zur erneuten Freude, denn in Deutschland gelten Gewinne aus Lottospielen grundsätzlich als steuerfrei – steuerliche Abgaben fallen zunächst nicht an.
Im folgenden Artikel stellen wir Ihnen die Problematik der steuerlichen Behandlung von Glücksspielen sowie denkbare Ausnahmen und Sonderfälle der steuerfreien Behandlung zusammen.

Nicht steuerbare Einnahme: kein Steuerabzug beim Lottogewinn

Anbieter steuerfreier Online-Lottospiele
Online-Lottospiele sind eine echte Alternative zum herkömmlichen Gang zum Kiosk. Der Lottospieler profitiert von mehr Komfort (keine Wege), Speicher- und Erinnerungs-Funktionen sowie die Möglichkeit an Spielen automatisch teilzunehmen. Doch es gibt dutzende Anbieter für Online-Glücksspiele. Einen ersten unabhängigen Überblick finden Sie auf www.betrugstest.com. Hier erhalten Sie wertvolles Expertenwissen und unabhängige Empfehlungen über verschiedene Anbieter von Online-Lottospielen. Das erleichtert die Suche nach seriösen Lottoportalen enorm. Darüber hinaus erwartet den Leser eine ausführliche Anleitung zum Prinzip und System des Spiels „6 aus 49“ – versuchen Sie Ihr Glück!

Gewinne aus Glücksspielen vs. Einkommensteuer
Das Finanzamt erhebt auf eine Mehrzahl von Einkünften Steuern. Der Fiskus differenziert gem. §2 Einkommensteuergesetz zwischen sieben Einkunftsarten, welche grundsätzlich der Einkommensteuer unterliegen. Einnahmen, die zu einer dieser Arten gehören, erfüllen den Tatbestand der Steuerbarkeit. Spielgewinne zählen zu keiner der Kategorien. Dementsprechend gelten sie als nicht steuerbare Einnahmen – Lottogewinne stellen somit einen steuerfreien Gewinn dar. Voraussetzung ist, dass zwischen Spieler und der zahlenden Person kein Leistungs- und Gegenleistungs-Verhältnis existiert.

Regelmäßige Einnahmen durch Glücksspiele
Eine andere rechtliche Steuersituation liegt vor, falls Sie wiederholt beachtliche Summen durch Glücksspiele erwirtschaften. Handelt es sich um eine kontinuierliche Einnahmequelle, beurteilt das Finanzamt entsprechende Personen als Gewerbetreibende. Der Fiskus erhebt auf die Gewinne eine Einkommenssteuer. Das gilt grundsätzlich nicht für Lottospieler, denn bei ihnen fällt die Wahrscheinlichkeit wiederkehrender hoher Gewinne eher gering aus. Die Frage nach dem Gewerbe stellt sich beispielsweise bei Pokerspielern. Hinzu kommt, dass die Rechtsprechung Preisgelder aus Turnieren nicht als reine Einkünfte aus Gewinnspielen ansieht. Hintergrund: Bei Pokerturnieren beeinflussen Aspekte wie Erfahrung, mathematisch-statistische Kenntnisse und Strategie – neben dem Zufall – den Erfolg.

Die Lottogesellschaften zahlen – gemäß den bisherigen Erläuterungen folglich – den Spielern die ihnen zustehenden Gewinne in voller Höhe aus, es erfolgt kein Steuerabzug. Folglich müssen Sie Ihren Lottogewinn nicht versteuern. Das gilt unabhängig vom gewählten Lottoanbieter.

 

Erträge aus der Geldanlage erwirtschafteter Gewinne

Die steuerlichen Umstände ändern sich, wenn Sie die Lotto-Einnahmen gewinnbringend einsetzen. Legen Sie beispielsweise den Gewinn an, unterliegen die erwirtschafteten Kapitaleinkünfte wie Zinsen und Kursgewinne der Abgeltungssteuer in Höhe von derzeit 25 Prozent (nähere Informationen über diese Steuerart finden Sie hier). Sie sind verpflichtet, derartige Einnahmen gegenüber dem Finanzamt offenzulegen. Investieren Sie in Immobilien, begründen die Mieteinnahmen ebenfalls eine Steuerbelastung.

 

Steuer bei Erbschaft oder Schenkung
Darüber hinaus fallen nach einem Lottogewinn infolge von Erbschaften oder Schenkungen ebenfalls Steuerbelastungen an. Vererben Sie Ihre Einkünfte aus der Lotterie, verlangt das Finanzamt die reguläre Erbschaftssteuer. Zeigen Sie sich großzügig und verschenken einen Teil Ihres Geldes, stellt das ebenfalls einen Fall für die Steuerbehörde dar. Die Schenkungssteuer erhebt das Finanzamt dann vom Begünstigten. Die Steuerlast richtet sich dann nach der Höhe der Schenkung und dem Verwandtschaftsgrad:

  • Ehepartner und eingetragene Lebenspartner profitieren von einem Freibetrag von 500.000 Euro.
  • Für Schenkungen an Ihre Kinder liegt der Freibetrag bei 400.000 Euro.
  • An Enkel schenken Sie bis zu 200.000 Euro steuerfrei.
  • Sofern Sie Ihre Geschwister, Eltern, Großeltern oder Nichten und Neffen beschenken, greift die Steuerlast ab einer Schenkung von 20.000 Euro.

Ein Sonderfall tritt ein, wenn der Gewinner eines Lotto-Jackpots Sozialleistungen wie Harz IV oder Arbeitslosengeld bezieht: Der Empfänger unterliegt der Pflicht, den Lottogewinn als einmalige Einnahme anzugeben. Daraufhin folgt eine Prüfung der künftigen Bezüge. In Abhängigkeit der Höhe des Gewinns kommt es zu einer Kürzung oder vorübergehenden Unterbrechung der Sozialleistungen.

 

Andere steuerliche Regelungen im Ausland

Die vorangegangenen Ausführungen behandeln die steuerrechtlichen Bedingungen für Gewinnspiele in der Bundesrepublik Deutschland. Betreiben Sie Glücksspiele in anderen Ländern, greifen abweichende Regelungen. Eine vergleichbare Situation finden Sie in Großbritannien oder Österreich vor. Dort erhebt der Staat ebenfalls keine Steuer für Lottogewinne. Manche Länder verlangen eine prozentuale Abgabe. Spanier versteuern ihre Gewinne bspw. ab einem Grenzwert von 2.500 Euro pauschal mit 20 Prozent. Die Schweiz erhebt Steuern in Höhe von 35 Prozent ab 1.000 Schweizer Franken. In den USA entscheidet das jeweilige Bundesland, in dem der Lottoschein gekauft wurde, über die Steuerhöhe.

 

Fazit: Lottogewinn gilt als steuerfrei

Lottogewinne gelten als nicht steuerbare Einnahmen. Dem Spieler steht der aus dem Jackpot resultierende Gewinn in voller Höhe zu. Das Finanzamt erhebt darauf keinen Steueranspruch. Kapitaleinkünfte aus der Anlage des Gewinns sowie Schenkungen unterliegen dagegen der Steuerpflicht.

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