Müssen Kryptowährungen versteuert werden?

Müssen Kryptowährungen versteuert werden?
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Es ist das prägende Thema der Wirtschaft der letzten zwei bis drei Jahre: Kryptowährungen. Erst jüngst stürzte man sich vor allem auf den Bitcoin und prophezeite einen Absturz sondergleichen. Michael Burry, der vor einigen Jahren für Furore sorgte, als er den Hypothekenmarktabsturz prognostizierte, sagte auch die „Mutter aller Crashs“ beim Bitcoin voraus.

Der Markt ging daraufhin steil bergab, was allerdings auch noch zusätzlich durch andere Faktoren – zum Beispiel Äußerungen von Elon Musk und die Distanzierung seitens China – beeinflusst worden ist. Der Bitcoin, der einst die 60.000 US-Dollar Marke knackte, fiel praktisch ins Bodenlose. Die Prophezeiungen scheinen nun endgültig einzutreffen. Doch weit gefehlt. Anstatt für ein Rekordminus zu sorgen, bremste der Kurs des Bitcoins bei knapp 30.000 US-Dollar. Trotz alledem war es bis dahin ein Einbruch von 50 Prozent.

Generell ist der Kurs der digitalen Währung äußerst volatil. Das Investieren, respektive das zukunftsorientierte Anlegen von Geld, ist somit erschwert und schwer vorherzusehen. Nachdem der Bitcoin lange auf dem Niveau verbracht hatte, wurden bereits erste Stimmen laut, die ein erneutes Investieren beflügelten. So war es El Salvador, welches als erster Land den Bitcoin als staatliche Währung akzeptierte. Seit Mitte Juli geht es nun wieder rasant nach oben, was natürlich viele Investoren auf den Zettel ruft.

Seit Mitte Juli hat der Bitcoin bereits 18.000 US-Dollar zugelegt. Sofern man frühzeitig auf den Hype-Train aufgesprungen ist, sollten auch profitable Gewinne erzielt worden sein. Doch die wichtige Frage bei der angesagten Investition in den Bitcoin ist, ab wann man die Gewinne versteuern muss. Obwohl das Investieren in Kryptowährungen seit jeher bei Anlegern und ambitionierten Investoren, wie unter anderem Tesla-Chef Elon Musk, sehr beliebt ist, wissen viele nicht, ob und wie Gewinne in diesem Sektor versteuert werden müssen.

Wie müssen Kryptowährungen wie der Bitcoin versteuert werden?

Aus rein steuerlicher Sicht ist der Bitcoin nicht als Währung zu sehen. Und das, obwohl dieser als digitale Währung läuft. Somit unterliegt der Kauf und Verkauf beim Bitcoin nicht der Abgeltungssteuer. Trotzdem gibt es bei den Kryptowährungen einiges zu beachten. Gerade durch den Hype der letzten Jahre schaut das Finanzamt genauer hin. Der Bitcoin ist jüngst durch den Anstieg wieder in den Fokus einiger Anleger geraten. Gerade in der Pandemie wird viel und gewinnorientiert investiert. Der Bitcoin macht es schließlich möglich.

Da die Kryptowährungen in Deutschland kein staatliches Zahlungsmittel sind, sind diese nicht mit Erträgen aus Aktien etc. zu vergleichen. Laut des Finanzamtes sind Gewinne beim Bitcoin mit Gewinnen von Wertgegenständen zu vergleichen. Dies macht es zum Teil sogar möglich komplett steuerfreie Gewinne zu erzielen. Wichtig bei der Bewertung sind zwei Faktoren. Zum einen geht es um den Ertrag, welcher als Gewinn erzielt wird. Zum anderen ist die Zeitspanne elementar. Sofern man die Kryptowährung über ein Jahr besessen hat, ist der Verkauf steuerfrei. Dabei ist die Höhe des finalen Gewinns nicht von Bedeutung.

Die Erträge müssen somit nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Allerdings ist es auch möglich, innerhalb der 12 Monate steuerfrei zu investieren. Es gibt für diesen Fall eine Freigrenze von 600 Euro. Somit sind Gewinne innerhalb der 12 Monate unter 600 Euro nicht zu versteuern. Allerdings sollte man hierbei aufpassen, denn ist der Gewinn lediglich 1 Euro über dem Freibetrag, muss der komplette Gewinn versteuert werden.

 

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