Muss der Gewinn beim Gambling versteuert werden?

Muss der Gewinn beim Gambling versteuert werden?
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In gewissen Show-Formaten wie „Das Super-Talent“ oder „Schlag den Star“ müssen die Gewinnsummen bekanntlich versteuert werden. Ein Vorbeischmuggeln am deutschen Fiskus ist somit ausgeschlossen. So können mitunter hohe Gewinne von bis zu 500.000 Euro sich auch steuerlich drastisch auf den Gewinner auswirken. Abgaben von mindestens der Hälfte der Gewinnsumme ist somit kein Unübliches. Doch wie verhält es sich beim generellen Gambling, vorzugsweise auch beim Glücksspiel im Internet? Dort können schließlich gleichermaßen hohe Gewinne erzielt werden. Müssen diese also ebenso bei Auszahlung versteuert werden beziehungsweise müssen diese in einer Art und Weise mit dem investierten Geld verrechnet werden?

 

Gewinne beim Glücksspiel erzielen

Wirft man einen Blick auf die rechtlichen Grundlagen, so fällt einem direkt Paragraph 4 Nr.9b des UstG ins Auge, welcher besagt, dass in Deutschland und ebenso innerhalb der EU alle Gewinne, welche beim Gambling erzielt worden sind, komplett steuerfrei sind. Ergo handelt es sich beim Gewinnen beim Glücksspiel um nicht zu versteuernde Gewinne. Wenn man also einen Online Casino Bonus vollständig nach den Richtlinien des Casino-Anbieters umsetzt, kann man den erzielten Gewinn somit problemlos auszahlen lassen. Der dadurch entstandene Gewinn ist demnach steuerfrei zu sehen, denn aufgrund des Paragraphen sind Glücksspiel-Gewinne in Spielhallen, Spielbanken sowie online Casinos dazu zu zählen.

 

Sind wirklich alle Gewinne beim Glücksspiel steuerfrei?

Prinzipiell liest sich der Absatz des Paragraphen zur steuerlichen Wertung von Casino-Gewinnen eindeutig. Doch aufgepasst beim exzessiven Gambling. Denn aufgrund einiger Einschränkungen und Voraussetzungen kann es im Einzelfall den Spieler in der Tat treffen. Diese Voraussetzungen eines steuerbefreiten Gewinns umfassen nämlich nicht die sogenannten Berufsspieler. Doch ab wann zählt ein Nutzer zu einem Berufsspieler? Nicht wenige aktive Spieler – wie auch einige bekannte Twitch- und Youtube-Streamer – sind schon einmal ins Visier der Steuerfahndung geraten. Sofern nämlich nur sehr sporadisch Gewinne auf dem Konto des Spielers verbucht werden, geht der Staat davon aus, dass es sich um reines Privatvergnügen handelt. Schwieriger wird es natürlich, wenn häufiger größere Summen auf das Privatkonto des Spielers gebucht werden. Diese werden nicht selten seitens der Bank gemeldet. Der Paragraph zur Steuerbefreiung von Glückspiel-Gewinnen schließt nämlich die Spieler aus, die ihren Lebensunterhalt hauptsächlich mit Gambling bestreiten. In diesem Fall ist es nicht unüblich, dass man auf seine regelmäßigen Gewinne Einkommensteuer zahlt.

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