Steuerliche Aspekte von Autokrediten, Leasing und anderen Arten der Autofinanzierung

Steuerliche Aspekte von Autokrediten, Leasing und anderen Arten der Autofinanzierung

Mit der optimalen Autofinanzierung Steuern und Zinsen sparen

Über 55 % der Neufahrzeuge wurden 2019 in Deutschland mit einem Kredit finanziert. Die restlichen 45 % wurden keineswegs bar bezahlt. Keinerlei Fremdmittel benötigten 23 % der Autokäufer. Die restlichen nutzten weitere Finanzierungsmöglichkeiten, darunter vorrangig Leasing.

Beim Autokauf geht es um große Summen. Die Autofinanzierung versetzt den Fahrer in die Lage, ein Fahrzeug heute zu nutzen, das er sich ohne Autokredit erst später leisten könnte. Dies macht beispielsweise für Familien mit kleinen Kindern Sinn: Den Kombi benötigen Sie heute und nicht, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Häufig wird das Fahrzeug auch für den beruflichen Einsatz benötigt. Je nach der individuellen Situation eignet sich eine andere Art der Autofinanzierung. Vergleichen hilft nicht nur beim Kauf Geld zu sparen. Die richtige Art der Autofinanzierung kann ebenfalls dazu beitragen, Steuern und Zinsen zu minimieren.

 

Die Verwendung entscheidet über die beste Finanzierungsform

Nicht alle Arten der Autofinanzierung müssen Sie in Ihrem Vergleich einbeziehen. In der Regel kommt eine für Sie in Frage. Zunächst sollten Sie folgende Punkte klären:

  •  vorrangig beruflicher oder privater Einsatz?
  • selbstständig oder angestellt?
  • Gesamtlaufzeit des Autos?

 

Leasing optimiert Bilanz und Steuern bei Selbstständigen

Beim Leasing ist die Leasinggesellschaft typischerweise Eigentümer des Fahrzeugs. Dies ist von Privatpersonen nicht gewünscht, bringt beim Selbstständigen aber entscheidende Vorteile in der Folgewirkung. Der Leasingnehmer, der Fahrer des Fahrzeugs, benutzt das Auto gegen Zahlung einer festen Leasingrate. Damit beide Seiten kalkulieren können, wird in einem Leasingvertrag eine feste Laufzeit vereinbart. Am Ende der Laufzeit gibt der Leasingnehmer das Fahrzeug an den Leasinggeber zurück. Die Leasingrate kann der Unternehmer wie eine Büromiete als Aufwand steuerlich geltend machen. Da er kein Kapital aufwenden muss, wirkt sich dies darüber hinaus positiv auf seine Bilanzkennzahlen aus.

 

Der Autokredit schont die Rücklagen und erweitert den finanziellen Spielraum

Anders als beim Leasing werden die Darlehensnehmer beim Autokredit Besitzer des Fahrzeugs. Arbeitnehmer machen die gefahrenen Kilometer zur Arbeit oder für Dienstreisen im Rahmen von Kilometerpauschalen geltend. Wird das Auto überwiegend dienstlich eingesetzt und kommen hohe Kilometerleistungen zustande, kann sich die Gesamtkostenrechnung für Sie lohnen. Von den Kreditraten bringen Sie dann die Zinsen in Ansatz. Bei Privatfahrzeugen halten sich die steuerlichen Möglichkeiten jedoch in Grenzen, so dass es für sie umso mehr auf den günstigsten Kreditzins ankommt.

Auch Unternehmer streben in einigen Fällen den Besitz von Fahrzeugen an. Um flexibel zu bleiben, ist in diesen Fällen ebenfalls der Kredit dem Leasing vorzuziehen. Die Zinsen werden, wie beim Leasing, als geschäftlicher Aufwand abgesetzt.

Beachten Sie die aktuellen gesetzlichen Regelungen, um Raten für Kredite mit Abschluss vor dem 15. März 2020 stunden zu lassen. Dies ist in der Zeit vom 1. April bis 30.06.2020 möglich, falls die Corona-Pandemie den Lebensunterhalt gefährdet.

 

Das Auto-Abo für mittlere Laufzeiten ohne Bindung

Als neue Finanzierungsform hat sich seit einigen Jahren das Auto-Abo etabliert. Sie fahren ein Auto und zahlen eine Flatrate. Dies bedeutet, die Rate umfasst alle Kosten außer Benzin. Was sich praktisch anhört, lohnt sich für Sie lediglich in einigen Fällen. In Vergleichsrechnungen hat sich herausgestellt, dass bei längerer Haltedauer das eigene Auto, ob bar bezahlt oder mit Kredit finanziert, kostenmäßig vorne liegt. Beachten Sie außerdem, dass Sie sich zu einer festen Rate verpflichten. Beim Autokredit ist ein Ende in Sicht, beim Auto-Abo nicht.

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