Steuern beim Hausbau/Hauskauf – Das gilt es zu beachten

Steuern beim Hausbau/Hauskauf – Das gilt es zu beachten
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Wer sich den Traum vom eigenen Heim verwirklichen will, muss viel bedenken. Priorität hat die solide Finanzierung des großen Projekts. Da die meisten Menschen im Leben nur einmal ein Haus bauen oder eine Immobilie kaufen, gibt es viele Fragen. Einer der Punkte, die viele Häuslebauer beschäftigen, ist die steuerliche Absetzbarkeit bestimmter Kosten. Wir erklären, welche Möglichkeiten es gibt und worauf Sie achten müssen, um sich steuerliche Vorteile zu sichern.

Selbst nutzen oder vermieten?

Das ist die Frage, die in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle spielt. Erwerben Sie eine Immobilie oder lassen Sie Renovierungsarbeiten ausführen, um sie zu vermieten, gibt es mehr Möglichkeiten der steuerlichen Absetzbarkeit als bei einer Immobilie, die Sie und Ihre Familie bewohnen. Darum behandeln wir die beiden Optionen getrennt.

Hausbau beziehungsweise Kauf zur eigenen Nutzung

Wer nicht gerade einen Sechser im Lotto oder ein reiche Erbtante hat, muss sich zunächst um die Finanzierung kümmern. Eine erste Orientierung bieten Finanzierungsrechner wie ihn die Bausparkasse Schwäbisch Hall und andere Baufinanzierer im Internet anbieten. So können Sie ungefähr abschätzen, ob Sie die monatliche Rate für Ihr Traumhaus aufbringen können oder wie viele Jahre Sie benötigen, um schuldenfrei im eigenen Heim leben zu können.

Ist die Finanzierung geklärt, kann das Vorhaben starten. Bestimmt haben Sie davon gehört, dass Kosten für Handwerker in gewissem Umfang von der Steuer angesetzt werden können. Das gilt jedoch ausschließlich für haushaltsnahe Dienstleistungen. Das heißt, alle Kosten, die im direkten Zusammenhang mit der Errichtung des Neubaus stehen, bleiben unberücksichtigt, da ja noch kein Haushalt besteht. Aus steuerlicher Sicht ist es darum vorteilhaft, das Haus möglichst frühzeitig zu beziehen und bestimmte Arbeiten erst dann ausführen zu lassen. Das könnten beispielsweise die Pflasterung der Garagenzufahrt, die Gestaltung der Terrasse oder der Außenanlagen sein. Absetzbar sind 20 Prozent der Lohnkosten, wobei die Obergrenze bei 1.200 Euro pro Jahr liegt. Achten Sie darauf, dass der Handwerker den Lohnanteil separat ausweist und zahlen Sie die Rechnung per Überweisung.

Steuerliche Aspekte bei vermieteten Objekten

Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung zählen zu den steuerpflichtigen Einkünften. Selbstverständlich können Sie die Kosten, die Sie haben, um ein Haus oder eine Wohnung zu vermieten, geltend machen. Dabei ist zwischen Herstellungs- beziehungsweise Anschaffungskosten auf der einen Seite und Werbekosten auf der anderen Seite zu differenzieren. Die Herstellungskosten umfassen alle Gelder, die Sie für den Bau, die Erweiterung oder die Sanierung des Gebäudes ausgeben müssen. Beim Kauf einer Immobilie spricht man von Anschaffungskosten. Diese schließen Makler- und Notarkosten mit ein. Herstellungs- und Anschaffungskosten sind steuerlich nicht absetzbar, können aber über Jahre hinweg in Form der Absetzung für Abnutzung (AfA) in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Wie hoch die AfA ist, hängt von der Höhe der Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten und von der üblichen Nutzungsdauer ab. Werbungskosten mindern die Steuer im gleichen Jahr. Das sind Kosten, die Sie aufwenden müssen, um Mieteinnahmen zu erzielen.
Zu den Werbekosten zählen unter anderem:

  • Inseratkosten
  • Kosten für Instandhaltungsarbeiten
  • Grundsteuer
  • Darlehensgebühren

Es besteht also durchaus die Möglichkeit, bestimmte Kosten bei Hausbau und Vermietung steuerlich absetzen zu lassen. Wer sich entsprechend informiert, kann einige Kosten sparen.

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