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Texte für Redaktionen

Steuern sparen mit Spenden
Steuern sparen durch Zweitwohnung
Mit Ferienimmobilien Steuern sparen

Steuern sparen mit Spenden

Mit einer Spende kann nicht nur die Arbeit einer Hilfsorganisation unterstützt werden. Der Steuerzahler mindert damit auch die eigene Steuerlast. Trotzdem sollte die wohltätige Geste im Vordergrund stehen. Deshalb ist wichtig zu wissen, wer die Spende erhält und was diese mit dem Geld macht.

Eine Orientierung bietet das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI). Die Nicht-Regierungsorganisation vergibt an seriöse Organisationen ein Spendensiegel. Dafür müssen die Spendensammler müssen dabei bestimmte Kriterien erfüllen. So bewertet das DZI die Verwendung der Spendengelder, die Kosten der Spendenwerbung sowie die Verwaltungskosten. Werbe- und Verwaltungsausgaben dürfen beispielsweise ein „vertretbares Maß“ nicht übersteigen. Gemessen an den Gesamtausgaben einer gemeinnützigen Organisation ist ein Anteil von über 35 Prozent nicht mehr vertretbar.

Hat eine Organisation das Spendensiegel erhalten, darf sie damit auf ihrer Internetseite und anderen Publikationen werben. Die DZI listet derzeit 248 Spendenorganisationen, von A wie „action medeor“ bis Z wie „Zukunftsstiftung Entwicklungshilfe“. Sollte eine Organisation das Siegel nicht tragen, bedeutet das nicht, dass diese unseriös arbeitet, denn für den freiwilligen „Spenden-TÜV“ müssen die Antragssteller jedes Jahr Gebühren an die DZI zahlen.

In diesem Fall hilft ein Blick in den Jahresbericht des jeweiligen Vereins. Durch diese Zahlen erfährt man im Allgemeinen mehr über die Verwendung der Gelder, als durch ein Werbe-Info-Faltblatt.

Neben einem ruhigen Gewissen hat der Spender den positiven Nebeneffekt, seine Steuerlast senken zu können, denn Spenden können als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden.

Die im Veranlagungsjahr gespendete Summe wird dafür in die Einkommensteuererklärung (Mantelbogen) eingetragen. Bis 2006 wurde bereits ab einer Spende in Höhe von 100 Euro ein Spendennachweis verlangt. Die Höhe dieser Nachweisgrenze wurde zum 1. Januar 2007 auf 200 Euro angehoben. In der Regel versenden die Spendenorganisationen unaufgefordert – am Anfang des darauf folgenden Jahres – die entsprechenden Nachweise an die finanziellen Unterstützer. Für Spenden unter 200 Euro fordert das Finanzamt vom Steuerzahler entsprechende Banknachweise, wie einen Überweisungsbeleg und einen Kontoauszug.

Aber Vorsicht, der Finanzbeamte lässt nicht jede Spende und nicht jeden Mitgliedsbeitrag als Sonderausgabe gelten. Mitgliedsbeiträge für den Sportverein kann der Steuerzahler zum Beispiel nicht absetzen. Auch Beiträge für den Karnevals-, den Heimat-, den Tierzucht- oder den Gesangsverein erkennt das Finanzamt nicht an. Wenn Sie aber einem Verein angehören, der sich im Bereich Natur, Wohlfahrt, Gender, Tier- oder Denkmalschutz engagiert, dürfen Sie sowohl Ihre Spenden als auch Ihren Mitgliedsbeitrag von der Steuer absetzen.
Im Gegensatz zu den Spenden an gemeinnützige Organisationen erhält man bei Parteispenden (oder Mitgliedsbeiträgen) eine unmittelbare Steuerermäßigung von 50 Prozent, allerdings höchstens 825 Euro (Ledige) bzw. 1.650 Euro (Verheiratete). Der darüber hinausgehende Spendenbetrag kann zusätzlich als Sonderausgabe geltend gemacht werden. Der Höchstbetrag liegt dabei für Ledige bei 1.650 Euro und für Verheiratete bei 3.300 Euro.

Übrigens können neben Geld- auch Sachspenden steuerlich geltend gemacht werden. Wenn Sie Ihre alten Kleider einer gemeinnützigen Organisation spenden möchten, benötigen Sie von dieser eine Spendenbescheinigung, die den Marktwert und den Zustand der Kleidungsstücke auflistet.

Steuern sparen durch Zweitwohnung

Es gibt verschiedene Arten, die Steuerlast zu verringern. Besonders Berufspendler können dabei von einer Vielzahl an Möglichkeiten profitieren, wenn sie am Arbeitsort in einer Zweitwohnung leben.

Grundsätzlich werden die Kosten für eine doppelte Haushaltsführung zeitlich unbegrenzt anerkannt. Es ist dabei wichtig, dass die Zweitwohnung aus beruflichen Gründen gehalten und der Hauptwohnsitz weiterhin als privater Lebensmittelpunkt beibehalten wird. Weniger streng ist das Finanzamt bei den Anforderungen an die Ausstattung der Zweitwohnung. Neben einer eigenen Wohnung können auch die Kosten für ein möbliertes Zimmer oder ein Hotelzimmer abgesetzt werden.

In der Zweitwohnung selbst kann die notwendige Möbelausstattung, bestehend aus Bett, Schrank, Tisch sowie Küchen- und Badezimmereinrichtung, steuerlich geltend gemacht werden. Extras wie Dekorationsartikel oder Unterhaltungselektronik werden aber nicht getragen.

Zudem übernimmt der Fiskus mit gewissen Einschränkungen Fahrten zum Haupt- bzw. Nebenwohnsitz: Für die erste Hin- und Rückfahrt werden die Kosten vollständig gezahlt. Für Fahrten mit dem Auto bekommen Pendler zum Beispiel pro Kilometer 0,30 Euro erstattet. Auch für eine Fahrt vom Arbeits- zum Heimatort innerhalb der Woche gilt dieser Satz. Darin inbegriffen ist allerdings nicht die Rückfahrt zum Nebenwohnsitz.

Weitere absetzbare Kosten sind unter anderem Aufwendungen, die die Wohnungssuche betreffen. Dabei handelt es sich um Fahrtkosten zur Wohnungsbegutachtung sowie Porto- und Telefongebühren. Außerdem werden Umzugskosten übernommen. Für die ersten drei Monate kann der Pendler auch Geld für Verpflegung erhalten. Die genaue Höhe des Betrages ist davon abhängig, wie viel Zeit außerhalb der Erstwohnung verbracht wird.

Mit Ferienimmobilien Steuern sparen

Ob an der Nordsee oder im Schwarzwald – viele Deutschen träumen von einer eigenen Ferienimmobilie, in der man sich ohne Buchungsstress vom Arbeitsalltag erholen und durch Vermietung sogar Geld verdienen kann. Dass das Finanzamt die Kosten der Immobilie unter Umständen mitträgt, macht den Traum nur noch interessanter. Wer jedoch das Ferienhäuschen steuerlich geltend machen will, muss teilweise hohe Hürden überwinden, denn der Fiskus beteiligt sich nur, wenn der Schwerpunkt der Immobilie auf dessen Vermietung liegt.

Gewinnerzielungsabsicht lautet die Zauberformel, die man dem Finanzamt zweifelsfrei darlegen muss. Denn steuerlich absetzen kann man die Ausgaben und Verluste einer Ferienimmobilie nur, wenn die Gewinnerzielung durch Vermietung im Vordergrund steht.

Hier jedoch liegt das große Problem. Kann man dem Finanzamt nämlich nicht glaubhaft machen, dass mit der Ferienwohnung Geld verdient werden soll, spricht das es von „Liebhaberei“ und aus der Steuerersparnis wird nichts.

Am einfachsten weist man die Absicht der Gewinnerzielung nach, indem man die Ferienwohnung zunächst gar nicht selbst nutzt. Dies kann man dem Finanzamt etwa mit einem Maklervertrag darlegen, der die Eigennutzung für das ganze Jahr ausschließt.

Daneben muss dem Finanzamt aber auch die Gewinnerzielungsabsicht durch die Vermietung dargelegt werden: Einer Entscheidung des Bundesfinanzhofes (Az: IX R 57/02) zufolge sollte die Immobilie mindestens 75 Prozent der ortsübliche Vermietungszeit über vermietet sein.
Sollte eine solche Vermietungszeit nicht erreicht werden können, muss eine Ertragsprognose über einen Zeithorizont von 30 Jahren feststellen, dass in diesem Zeitraum ein Mietüberschuss erwirtschaftet werden kann (BFH: Az IX R 97/00).

Diese Ertragsprognose muss ebenfalls eingereicht werden, wenn die Ferienimmobilie auch privat genutzt werden soll. Kommt die Prognose zu dem Ergebnis, dass ein Überschuss in dem 30-Jahres-Zeitraum nicht zu warten ist, werden die Werbungskosten nicht anerkannt. In diesem Fall müssen aber auch die Mieteinnahmen nicht versteuert werden.

Kommt die Ertragsprognose zu einem positiven Ergebnis, so muss das Finanzamt die Kosten anerkennen. Dabei werden die absetzbaren Zeiträume der Vermietung mit den nicht absetzbaren Zeiträumen der Eigennutzung ins Verhältnis gesetzt. Je länger die Vermietungsdauer, desto mehr kann abgesetzt werden. Dabei kann auch eventueller Leerstand in den Vermietungszeitraum einfließen, zum Beispiel wenn vorher genau festgelegt wurde, wann die Ferienwohnung selbst genutzt wird. Ansonsten wird der Leerstand entsprechend dem Verhältnis von Vermietung und Selbstnutzung aufgeteilt.
Erkennt das Finanzamt alle Punkte an, können Anschaffungs- und Finanzierungskosten sowie Heizung, Strom oder Reparaturen steuerlich abgesetzt werden. Da besonders in den ersten Jahren, zum Beispiel durch Kreditzinsen, die Ausgaben über den Einnahmen liegen, kann der Verlust das zu versteuernde Einkommen mindern. Man zahlt also weniger Steuern, dem Finanzamt sei Dank.