Wie versteuert man zukünftig Gewinne beim Online-Roulette richtig? | Lohnsteuer-kompakt.deTAX – LK

Lohnsteuer kompakt Steuerwissen

Die ganze Welt des Steuerwissen

Wie versteuert man zukünftig Gewinne beim Online-Roulette richtig?

Wie versteuert man zukünftig Gewinne beim Online-Roulette richtig?

Wer beim Roulette abräumt, muss keinen Zugriff des Finanzamts führen. Solche Glücksspielgewinne sind im Normalfall steuerfrei. pixabay/AidanHowe Lizenz: Pixabay Lizenz

Das Roulettespiel im Internet ist ebenso beliebt, wie in den Spielbanken. Da nun endlich eine klare Regelung bezüglich der Lizenzierung erfolgt, bleibt bei einigen Roulettefans allerdings eine Frage offen: Wie läuft das eigentlich mit einem Gewinn? Muss der versteuert werden? Dieser Artikel schaut sich die Thematik an und erklärt die genauen Zusammenhänge.

 

Spielgewinne meist keine Einnahmen

Es gibt verschiedene Einnahmearten, die wiederum auf ihre Weise versteuert werden müssen. Oft unterscheidet sich die Art darin, in welchen Feldern der Steuererklärung die Einkünfte deklariert werden müssen. Bekannt sind den meisten insbesondere folgende Arten:

  • Einnahmen aus selbstständiger/nicht selbstständiger Arbeit – sie sind praktisch selbsterklärend und rühren aus den monatlichen und jährlichen Einkünften aus einem Angestelltenverhältnis oder der Selbstständigkeit her.
  • Einnahmen aus Vermietung/Verpachtung – auch sie sind selbsterklärend.
  • Einnahmen aus Gewerbeeinkünften – hierunter fallen sämtliche Einnahmen, die durch ein Gewerbe erwirtschaftet werden.
  • Einkünfte aus Kapitalerträgen – Aktien, Wertpapiere, Fonds und Zinsen sind hierfür ausschlaggebend.
  • Nicht kategorisierte Einnahmen – Renten, Unterhaltsleistungen, aber auch Einnahmen aus Glücksspiel fallen hierein.

Während nun für die meisten Einkunftsarten Steuern abgeführt werden müssen, werden Glücksspiele im großen Ganzen davon ausgenommen. Der Gewinn beim Roulette ist ebenso steuerfrei wie der Lottogewinn. Wer mehr darüber erfahren möchte, findet hier passende Infos über Roulette.

Aber: Die Steuerfreiheit bezieht sich alleinig auf den Gewinn, nicht auf die sich durch einen hohen Gewinn ergebenden Zinsen. Wer also das Geld anlegt, muss die Kapitalerträge, die durch den Glücksspielgewinn entstehen, Steuern zahlen.

Generell gibt es aber auch beim Glücksspiel seine Ausnahmen, wie der folgende Abschnitt zeigt.

 

Glücksspiele vs. Geschicklichkeitsspiele vs. Wissenspiele: Wo langt der Staat zu?

Der Grundsatz der Steuerfreiheit ist, dass der Glücksspieler keine eigene Leistung erbringen darf, um das Spiel zu gewinnen. Beim Roulette basiert alles auf dem Glück, selbst wenn eine Strategie mit im Spiel ist. Kein Können, keine Erfahrung, kein Wissen hilft dem Spieler vorauszusagen, wohin die Kugeln in den nächsten fünf Runden fällt.

Strittig ist zwischendurch das Pokerspiel. Laien und Hobbyspieler betrifft das Problem zwar nicht, da hier Glück weiterhin als oberste Voraussetzung gesehen wird, doch können Profi-Pokerspieler mitunter steuerlich belangt werden. Da diese Spieler mit der festen und dauerhaften Absicht spielen, Gewinne zu erwirtschaften, entsteht nun ein Graubereich.

Völlig losgelöst vom typischen Glücksspiel sind übrigens Spielshows, die oft im TV gezeigt werden. Weder »Wer wird Millionär« noch »Schlag den Raab«, »DSDS« oder »Super Ninja« fallen unter die Glücksspiele. Die Grundlage ist, dass das Weiterkommen und der Gewinn des Spielers auf dessen Leistung und Können basiert. Wer es bei »Wer wird Millionär« in die Endrunde schafft, der trumpft durch sein eigenes Wissen auf. Wer bei Gesangswettbewerben im Finale steht, nutzt sein Können, auch bei Geschicklichkeits- und Sportevents ruht ein Erfolg auf der körperlichen Verfassung, der Vorbereitung und dem eigenen Geschick. Diese Gewinne müssen immer als Einnahme versteuert werden.

 

Fazit – reine Glücksspieler können aufatmen

Wer zwischendurch online Roulette spielt oder sich auch mal an einen simplen Pokertisch setzt und gewinnt, der darf den Gewinn unversteuert behalten. Auch nach der Regulierung des Onlineglücksspiels bleiben Gewinne aus reinen Glücksspielen steuerfrei. Einzig professioneller Poker- oder BlackJack-Spieler, aber auch Teilnehmer in speziellen Shows können nicht auf die Steuerfreiheit pochen, da die eigene Leistung und nicht das Glück im Vordergrund steht.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.