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Zahlungspflicht der Kirchensteuer für konfessionslosen Ehegatten

Kirchensteuerpflicht besteht grundsätzlich nur für Mitglieder einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft, die ihren Wohnsitz in Deutschland und im Bereich dieser Religionsgemeinschaft haben. Maßgebend ist die formelle Mitgliedschaft, nicht etwa die Intensität des Glaubens und die Beteiligung am religiösen Leben. Wer also keiner steuererhebenden Religionsgemeinschaft angehört, braucht keine Kirchensteuer zu zahlen. Gilt das aber auch bei bei Ehegatten?

Es ist keine Seltenheit, dass der gut verdienende Ehepartner – um Kirchensteuer zu sparen – aus der Kirche austritt und der nicht erwerbstätige Ehepartner mit den Kindern weiterhin Mitglied der Kirchengemeinschaft bleibt. Wer aber glaubt, dass nun überhaupt keine Kirchensteuer mehr gezahlt werden muss, der könnte irren.

Verfügt nämlich der kirchenangehörige Ehegatte über kein eigenes Einkommen, kann natürlich keine „Kirchensteuer vom Einkommen“ erhoben werden. Doch bei glaubensverschiedenen Ehen erheben die Kirchen das „besondere Kirchgeld“ als eine besondere Erhebungsform der Kirchensteuer, wovon vor allem die evangelischen Kirchen Gebrauch machen.

  • Das „besondere Kirchgeld“ wird von dem kirchenangehörigen Ehepartner verlangt, der über kein oder nur ein geringes Einkommen verfügt und somit keine Kirchensteuer vom Einkommen zahlen muss. In diesem Fall bemisst sich das besondere Kirchgeld nach dem gemeinsamen zu versteuernden Einkommen beider Eheleute. Es wird nur erhoben, wenn das gemeinsame zu versteuernde Einkommen höher ist als 30.000 Euro, und zwar nur bei Zusammenveranlagung, nicht bei Einzelveranlagung für Ehegatten.
  • Nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichts ist es verfassungsrechtlich in Ordnung, dass sich das „besondere Kirchgeld“ nach dem Lebensführungsaufwand des kirchenangehörigen Ehegatten bemisst. Als Hilfsmaßstab wird bei Zusammenveranlagung hierfür das gemeinsame zu versteuernde Einkommen herangezogen. Die Erhebung des besonderen Kirchgeldes ist zulässig, auch wenn das Einkommen nur von dem anderen – konfessionslosen – Ehegatten erzielt wird. In der Ehe als Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft hat jeder Ehegatte am Einkommen des anderen zur Hälfte teil (BVerfG-Beschluss vom 28.10.2010, 2 BvR 591/06).

Aktuell hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) entschieden, dass die in Deutschland praktizierte Erhebung von Kirchensteuer bzw. des besonderen Kirchgeldes in einer glaubensverschiedenen Ehe nicht die Europäische Menschenrechtskonvention verletzt und damit zulässig ist (EGMR-Beschluss vom 6.4.2017, Beschwerde-Nr. 10138/11 u.a.).

Der Fall: Der Kläger gehört selbst keiner Religionsgemeinschaft an, seine Frau ist Mitglied der Evangelischen Kirche. Das Ehepaar beantragt die Zusammenveranlagung – mit der Folge, dass der Mann für die Kirchensteuer seiner Frau in Höhe von 2.220 Euro aufkommen muss. Dieser Betrag wurde ihm von einer Steuerrückerstattung abgezogen. Er und vier andere Beschwerdeführer machten daher vor dem EGMR geltend,

  • dass eine Bemessung der Kirchensteuer beziehungsweise des Kirchgeldes auf Grundlage des gemeinsamen Einkommens von Eheleuten sie in mehrfacher Hinsicht in ihren Rechten aus Art. 9 EMRK (Religionsfreiheit) verletze,
  • dass sie zur Zahlung des besonderen Kirchgeldes für ihren Ehepartner herangezogen wurden, ohne selbst Mitglied einer Kirche zu sein,
  • dass sie auf die finanzielle Unterstützung durch den Ehepartner angewiesen waren, um das Kirchgeld bezahlen zu können und damit in der Ausübung ihrer Religionsfreiheit vom Ehepartner abhängig waren,
  • dass sie zur Zahlung einer unverhältnismäßig hohen Kirchensteuer verpflichtet wurden, weil bei deren Bemessung auch das Einkommen des Ehepartners zugrunde gelegt wurde.

29 Kommentare

  1. Kirchenübliche Falschinformation: Es fehlt der Hinweis, dass der BFH in seinem Beschluss I B 109/12 aus 2 BvR 591/06 etc. genau das Gegenteil abgeleitet von dem was hier steht. Lt. BFH /texte/2019/310/ I B 109/12 ist es die lt. 2 BvR 591/06 „eindeutige Rechtslage“, dass das besondere Kirchgeld sich „nur für diese Fallkonstellation“ „mangels eigenen Einkommens kirchensteuerfrei“ am Lebensführungsaufwand orientiert. Die Text des BVerfG 2 BvR 591/06 etc. beinhaltet ein Falschzitat, weil in dem Hinweis zur Besteuerung des Lebensführungsaufwandes die Einschränkung „mangels eigenen Einkommens kirchensteuerfrei“ weggelassen wurde. Dies führt zu einer unzulässigen Interpretation des Originaltextes aus 1 BvR 606/60 entgegen der Wortlautgrenze. Die Einzelfallentscheidung ist belanglos, weil das deutsche Recht kein kasuistisches ist. – Die Wiedergabe des Beschlusses des EGMR ist auch nicht ganz korrekt, aber das würde hier zu weit führen, zumal dieser Beschluss so oder so der Rechtsprechung des BVerfG nachgeordnet ist. Und was die besagt, hat der BFH in I B 109/12 klargestellt: Besonderes Kirchgeld nur wenn einkommenslos.

  2. Sibylle Hopp

    Wir sind verheiratet.mein man ist evangelisch und ich ohne Konfession.
    Wir haben beide ein Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit.
    Nun sollen wir Kirchensteuer nachzahlen obwohl mein Man jeden Monat bereits Kirchensteuer bezahl……
    Anscheinend werden beide Einkünfte zusammen veranschlagt und mit 8% oder 9% Kirchensteuer berechnet.
    Die Differenz soll jetzt nachgezählt werden…..

    • Thilo Rudolph

      Hallo Sibylle,

      wie Sie bereits dem obigen Artikel entnehmen können, hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) entschieden, dass die in Deutschland praktizierte Erhebung von Kirchensteuer bzw. des besonderen Kirchgeldes in einer glaubensverschiedenen Ehe nicht die Europäische Menschenrechtskonvention verletzt und damit zulässig ist.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  3. Annette Maria Simic, Witwe

    Sehr geehrter Herr Rudolph.

    Eine
    Spende für den Erhalt der Kapelle
    hat grundsätzlich nichts mit der Thematik Kirchensteuer zu tun.
    Vielleicht suchen Sie zunächst einfach ein anderes picture aus, damit man sich dann der Thematik konzentriert zuwenden kann. Vielen herzlichen Dank!

  4. Sehr geehrte Redaktion-KG,
    vielen Dank für Ihre Infos, ich verstehe demnach, dass das besondere Kirchengeld überhaupt nur dann festgesetzt wird, wenn der konfessionsgebundene Ehepartner GAR KEIN Einkommen hat.
    Dies würde dann im Umkehrschluss bedeuten, dass die Kirchensteuer nach wie vor nur auf das Einkommen des konfessionsgebundenen Ehepartners angerechnet wird, nicht auf das Einkommen des konfessionslosen Ehepartners, und auch nicht auf einen gemitteltes Einkommen beider Ehepartner, richtig?
    Dabei stellt sich für mich die Frage, ob es hierbei einen Unterschied macht welche Steuerklasse der konfessionsgebundene Ehepartner wählt, d.h. ob beide die Steuerklasse 3 oder gemäß Ehegattensplitting einer Steuerklasse 1 und der andere Steuerklasse 5 wählt, und ob es einen Unterschied macht, ob die Ehe als Zugewinngemeinschaft, oder mit Gütertrennung geschlossen wird?

    • Hallo A.O.

      die Wahl der Steuerklasse hat keinen Einfluss auf die tatsächlich für das jeweilige Kalenderjahr zu leistende Einkommensteuer. Die Lohnsteuer, die auf Basis der Lohnsteuerklassen erhoben wird, stellt lediglich eine Art Steuervorauszahlung dar. Liegt ermittelte Einkommensteuer für ein Kalenderjahr über der bereits bezahlten Lohnsteuer, muss Einkommensteuer nachgezahlt werden, ist sie niedriger, werden vom Fiskus Einkommensteuern erstattet.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  5. Ursula Konitzki

    Frage: Mein Mann ist konfessionslos und bezieht eine Pension. Ich möchte wieder in die ev. Kirche eintreten und beziehe eine sehr kleine Rente. Muss mein Mann für mich Kirchensteuern bezahlen oder wird nur meine kleine Rente besteuert?

  6. Sofern Sie in Bayern wohnen hat sich die Frage erübrigt. Die ELKB hat die Besteuerung des konfessionslosen Ehegatten gerade rückwirkend zum 1.1.18 abgeschafft.
    Ansonsten gilt: wenn Sie das Ehegattensplitting nutzen wollen, gilt das für alle Steuern, auch die Kirchensteuer.

  7. Mein Mann und ich sind beide berufstätig. Er ist katholisch (und Kirchenmitglied), ich gehöre keiner Kirche an. Wir sind zusammen veranlagt.
    So wie es aussieht, könnte es passieren, dass ich jetzt, mit fast 60 meinen Job verliere d.h. keine Einkünfte mehr bis zum Renteneintritt habe. Muss ich, bzw. mein Mann für mich auch Kirchensteuer/Kirchgeld zahlen, obwohl ich auf keinen Fall für irgendeine Religionsgemeinschaft Beiträge zahlen möchte? Wenn ja, wie kann ich das verhindern? Und,
    wurde bis jetzt auch was abgezogen, ohne dass ich es im Steuerbescheid bemerkt habe? Ich dachte immer, nur derjenige, der Kirchenmitglied ist, zahlt Kirchensteuer.
    Hinzufügen möchte ich, dass mein Mann der Besservetdiener ist und bald Rentner sein wird, mit einer relativ guten Rente.
    Vielen Dank für die Info.

    • Hallo Fragezeichen,

      wie oben bereits erwähnt, bemisst sich das besondere Kirchgeld nach dem gemeinsamen zu versteuernden Einkommen beider Eheleute. Es wird nur erhoben, wenn das gemeinsame zu versteuernde Einkommen höher ist als 30.000 Euro, und zwar nur bei Zusammenveranlagung, nicht bei Einzelveranlagung für Ehegatten.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefer gehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  8. Wenn beide Ehepartner nicht Mitglied einer Kirche sind, müssen beide (auch bei gemeinsam nach der Splittingtabelle besteuert) keine Kirchensteuer entrichten. Ist jedoch nur ein Ehepartner nicht Mitglied, wird trotzdem das Gesamteinkommen beider der Kirchenbesteuerung unterworfen, statt nur noch das des Mitgliedspartners. Da verstehe ich die Rechgtssprechung nicht mehr! Dann kann der Ehepartner wieder Miglied werden – die zu entrichtete Kirchensteuer ändert sich trotzdem nicht.

  9. Mein Mann war immer schon konvessionslos….ich war immer schon dabei in der Kirche….nun haben wir 2017 geheiratet….und es wird das zu versteuernde Einkommen (Zusammenveranlagung)) dafür hergenommen….natürlich viel höher da mein Mann sehr gut verdient.
    Ist das gerecht……Ich verstehe ja wenn es verlangt wird…weil einer der beiden im Jahr davor ausgetreten ist oder so….aber wenn es immer schon die gleiche Ausgangssituation ist…..müsste doch die zu zahlende Kirchensteuer gleich sein.
    Da kommt mir der Gedanke natürlich auch, auszutreten….

  10. Dass Derjenige, der sich in einer Glaubensgemeinschaft willentlich befindet, von seinem Einkommen, seiner Rente, Kirchensteuer bezahlt ist plausibel. Dass der Partner, der, wie heute gehäuft üblich, keiner Glaubensgemeinschaft angehört, zwangsversteuert durch die Ehe mit einem Gläubigen wird, dürfte mit ein Grund für die Kirchenaustritte sein. Denn diese erzwungene Situation führt nicht selten zu Spannungen innerhalb der Partnerschaft. Was soll das? Wieso ist es gerecht? Ist der Glaube/Unglaube keine Privatangelegenheit? So vertreibt die Kirche zusätzlich gläubige Schäfchen. Gelang/gelingt es ihr nicht bereits besonders gut durch beschämende Übergriffigkeiten und ihr nicht gerade nur humanes Wirken weltweit in der Vergangenheit durch das Bodenpersonal? Gibt es keine Trennung von Kirche und Staat?

  11. Johanna Graeff

    Grüß Gott, ich hätte eine Frage. Gestern erklärte mir jemand, er sei aus der Kirche ausgetreten wegen dem besonderen Kirchgeld. Nur verstehe ich die Konstellation nicht. Der Fall hier: Ehemann, gut verdienend, war Mitglied der ELKB. Ehefrau ohne eigenes Einkommen ist schon seit Jahren ausgetreten. Grund für den Austritt des Ehemannes war laut dessen Auskunft, daß er für seine Frau Kirchensteuer habe nachzahlen müssen. Es sei auch ihr Name auf dem Steuerbescheid gestanden. Gibt es eine logische Erklärung für dieses Phänomen? (oder ist da ein Fehler in der Datenerhebung passiert, und die Frau ist tatsächlich gar nicht ausgetreten….? bzw nicht als ausgetreten registriert?)

    • Thilo Rudolph

      Hallo Johanna,

      wenn die Ehefrau Ihres Bekannten aus der Kirche ausgetreten und kein eigenes Einkommen erzielt, sollte eigentlich keine Kirchensteuer und kein Kirchgeld für Sie anfallen. Im Gegensatz dazu war der Ehemann als Kirchenmitglied natürlich mit seinem Einkommen kirchensteuerpflichtig.

      Über den aktuellen Status (Kirchenmitglied oder nicht) kann letztendlich das zuständige Standesamt Auskunft erteilen, bei dem der Kirchenaustritt erklärt wurde. Für Bayern gilt zudem die Sonderregelung, dass die Kirchensteuer nicht – wie in den andren Bundesländern – vom Finanzamt sondern von den Kirchensteuerämter erhoben wird. Evtl. ist hier dann ein Fehler passiert und das zuständige Kirchensteueramt wurde nicht über den Austritt informiert.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  12. Mir geht es ähnlich, da mein konfessionsloser Ehemann eine gute Pension und dazu neuerdings Nebeneinkünfte hat, müssen wir Kirchensteuer nachzahlen.
    Ich bin Rentnerin, evangelisch, mit einer relativ guten Durchschnittsrente. Ich zahle doch sowieso Kirchensteuer…
    Das ist doch total ungerecht…
    Danke für eine Antwort.
    Christa

    • Thilo Rudolph

      Hallo Christa,

      ohne Frage keine Antwort. 🙂

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  13. Hallo Herr Rudolph,

    mein Mann verdient gut und überlegt, aus der EKD auszutreten. Ich gehe aktuell als Mutter nach der Elternzeit noch nicht wieder arbeiten und bin zusammen mit den Kindern in der katholischen Kirche. Wir wohnen in NRW.

    Ich verstehe es jetzt so, dass mein Mann nach einem Austritt aus der EKD trotzdem an die kath. Kirche „Kirchgeld“ für mich zahlen müsste weil wir zusammen veranlagt werden.

    Wäre es denn theoretisch möglich, in eine Einzelveranlagung zu wechseln? Vermutlich würde seine (unsere) monatliche Steuerbelastung dadurch erheblich ansteigen, dass es gar keinen Sinn machen würde, oder?

    Für Ihre Antwort bedanke ich mich schon im Voraus herzlich,
    Tina

    • Hallo Tina,

      in der Regel ist für die meisten Verheirateten die Zusammenveranlagung die deutlich günstigere Wahl in der Einkommensteuererklärung.

      Ehepaare können sich in jedem Jahr entscheiden, ob sie die Zusammenveranlagung oder lieber die Einzelveranlagung für Ehegatten wählen. Ihre Wahl tragen Sie entweder auf der Steuererklärung ein oder geben eine einfache Erklärung ab.

      Bei der Nutzung von Lohnsteuer kompakt gibt Ihnen das Programm eine Empfehlung, welche Abgabeart lukrativer für Sie ist.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei solch tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  14. Hallo! Wir haben heute unseren Bescheid bekommen und wir jetzt müssen rund 180€ Kirchensteuer für mich nachzahlen. Ich bin letztes Jahr 2 Monate arbeitslos gewesen (November und Dezember) und dieses Jahr ging es dann so weiter. Erst jetzt zu Oktober starte ich wieder mit der Arbeit. Wird das bedeuten dass wir nächstes Jahr allein über 800€ an Kirchensteuer für mich nachzahlen müssen? Ich finde das ist eine absolute Frechheit und ärgere mich sehr darüber.
    Kann man da irgendwas (rückwirkend) für tun? Wenn ich jetzt austrete, wird es ja nichts mehr bewirken?
    Verbitterte Grüße
    Bea

    • Hallo Bea,

      ein rückwirkender Austritt aus der Kirche ist leider nicht möglich.

      Die Kirchensteuerpflicht endet wenn das Kirchenmitglied den Kirchenaustritt erklärt. Für die Austrittserklärung sind in den verschiedenen Bundesländern unterschiedliche Stellen zuständig, in den meisten erfolgt sie vor dem Standesamt, ansonsten vor dem Amtsgericht; nur im Bundesland Bremen auch bei der Kirche. Abhängig vom Bundesland gilt der Kirchenaustritt ab dem Kalendermonat, in dem der Kirchenaustritt erklärt wurde, oder aber ab dem darauffolgenden Kalendermonat.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei solch tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
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  15. Hallo,
    Bin geschieden und aus der Kirche ausgetreten. Nun möchte ich wieder heiraten. Meine zukünftige Frau gehört der RK Kirche an und hat nur einen Minijob von unter 400€. Muss ich für Sie nach der Hochzeit eine Kirchensteuer zahlen ?
    Liebe Grüße
    Ralf

    • Hallo Ralf,

      das „besondere Kirchgeld“ wird – nach dem jeweiligen Landeskirchensteuerrecht – von dem der Kirchen angehörenden Ehepartner verlangt. Das besondere Kirchgeld bemisst sich dabei nach dem gemeinsamen zu versteuernden Einkommen beider Eheleute. Es wird nur erhoben, wenn das gemeinsam zu versteuernde Einkommen (lt. ESt-Bescheid) höher ist als 30.000 Euro, und zwar nur bei Zusammenveranlagung, nicht bei Einzelveranlagung für Ehegatten.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei solch tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
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  16. Ab wann ist denn das Gesetz in Kraft getreten?

    • Hallo Heidi,

      die einzelnen Bundesländer haben eigene – meist weitgehend inhaltsgleiche – Kirchensteuergesetze und Kirchensteuerverordnungen erlassen, darin werden die Kirchensteuerpflicht, die Kirchensteuersätze und Verwaltungsfragen geregelt.

      Google hilft hier ganz gut weiter: https://www.google.com/search?q=Kirchensteuergesetz

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei solch tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
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  17. Hallo zusammen,
    Verstehe ich das richtig. Wir verdienen beide sehr gut, er aber trotzdem deutlich mehr als ich. Ich bin in der Kirche, er ist vor 5 Jahren ausgetreten. Müssen wir allen für sein Einkommen bzw unser zuversteuerndes Einkommen Kirchensteuern bezahlen? Ich zahlen monatlich schon viel weil ich gut verdiene?

  18. Ich kann mich erinnern, dass noch vor einigen Jahren die Kirchensteuer entsprechend des Verdienstes der jeweiligen Ehepartner beerchnet wurde.
    Mein Mann und ich haben (da zweite Ehe) Gütertrennung; werden aber gemeinsam veranlagt. Mein Mann (röm-kath) ist vor zwei Jahren aus der Kirche ausgetreten. Da mein Mann etwa dre- bis viermal soviel wie ich verdient, stellt sich nun die Situation so dar, dass – wie auch jetzt gerade wieder – eine Nachforderung in Höhe von mehreren Hundert Euro von der evangeslichen Kirche an mich gestellt wurde (ich selbst hätte für das Jahr 2017 eigentlich keine weitere Lst/Kirchensteuer mehr zahlen müssen). . Der Ehestreit ist schon wieder vorprogrammiert. Mein Mann will diese Steuern an die ev. Kirche nicht zahlen und für mich stellen sie eine so hohe Belastung dar; dass ich nun auch erwäge, aus der Kirche auszutreten. Das fällt mir nicht leicht; aber da ich auch mit Vielem, was heute in der evangelischen Kirche so gedacht und getan wird, überhaupt nicht mehr einverstanden bin, werde ich diesen Schritt wohl nun gehen. Ich bin des jährlichen Streites wirklich leid und Geld spende ich gerne an Organisationen oder Familienmitglieder, welche eine Unterstützung nötig haben, nicht unbedingt an die derzeitigen Projekte der ev. Kirche.
    Wieso und wann wurde diese Kirchensteuerberechnung geändert? Sollte damit mehr Geld in die Kirchenkassen kommen?
    Ich finde das ganze Vorgehen äußerst merkwürdig und es wundert mich schon sehr, dass dies dem deutschen oder auch europ. Recht entsprechen soll.

  19. Hallo,

    mein Mann möchte aus der Kirche austreten.
    Ich habe ein viel geringeres Einkommen jedoch keinen Minijob!
    Nur für mein Verständnis:
    Wir sind gemeinsam veranlagt…wird jetzt unser gemeinsames Bruttoeinkommen genommen und daraus die Kirchensteuer berechnet?
    Wenn ja, kann er sich den Austritt sparen.

    Danke schon mal für die Aufklärung.

    Viele Grüße

    • Hallo Hirmer,

      die Berechnung der Kirchensteuer in glaubensverschiedener Ehen ist leider nicht trivial und erfolgt unter Einbeziehung der Einkünfte beider Ehegatten.

      Dies lässt sich nur umgehen, indem die Einzelveranlagung für Ehegatten gewählt wird, da dort die Einkünfte jedes Ehepartners getrennt betrachtet werden. Die Einzelveranlagung für Ehegatten ist allerdings in den meisten Fällen steuerlich nicht vorteilhaft.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

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