Schnellste Finanzämter 2021: Berlin und Warburg an der Spitze

Schnellste Finanzämter 2021: Berlin und Warburg an der Spitze
Schnellste Finanzämter 2021: Berlin und Warburg an der Spitze

Im letzten Jahr galt durch die Corona-Pandemie: Bis zum 31. Oktober 2021 musste die Steuererklärung beim Finanzamt sein. Da viele Steuerzahler dieses Thema gerne vor sich her schieben, gibt es im Abgabemonat oft einiges mehr für die Mitarbeiter im Finanzamt zu tun. Wie schnell die Steuererklärung bearbeitet wird, hängt stark davon ab bei welchem Finanzamt man ist. Doch welches Finanzamt in Deutschland ist im vergangen Jahr das schnellste oder gar das langsamste gewesen?

 

Bundesländer

Letztes Jahr noch auf dem 5. Platz, ist Berlin dieses Jahr an der Spitze der schnellsten Finanzämter Deutschlands. Zum letzten Mal war das den Berliner Finanzämtern 2017 gelungen. 42,7 Tage wartet der Steuerzahler hier durchschnittlich auf seine Steuererklärung. Sogar etwas schneller als der Gewinner Rheinland-Pfalz im Vorjahr (46,2).

Top: Der „Hingucker“ in 2021 war ganz klar das Bundesland Thüringen. Ganze 15,8 Tage schneller als im Vorjahr, eine wirklich beeindruckende Verbesserung. Mit einer Bearbeitungszeit von 55,6 Tagen, landet Thüringen trotzdem nur auf dem 15. Platz.

Flop: Anders sieht es bei Brandenburg aus, letztes Jahr unter den Top Ten (Platz 8) landet das Bundesland dieses Jahr auf dem 14. Platz. Hier brauchte man für die Bearbeitung der Steuererklärung vier Tage mehr Zeit als im Vorjahr.

Bremen bildet in der diesjährigen Auswertung das Schlusslicht und landet auf Platz 16. Obwohl sie sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Tage verbessert haben, brauchte man für die Bearbeitung der Steuererklärung trotzdem ganze 56,3 Tage.

„Insgesamt ist die Bearbeitungszeit der einzelnen Finanzämter schneller geworden“, sagt Felix Bodeewes, Geschäftsführer von Lohnsteuer-kompakt.de

 

Finanzämter

 

Aufsteiger

Der Aufsteiger schlechthin war im Jahr 2021 das Finanzamt Jena in Thüringen. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit wurde um beachtliche 27 Tage reduziert. Damit verlässt Jena den 508. Platz aus dem Vorjahr und steigt auf den Platz 442. in der Gesamtliste auf.

Hervorzuheben sind aber vor allem die Werte des Gewinner-Finanzamtes Warburg. Während der Erstplatzierte 2020 noch durchschnittlich 42,4 Tage für die Bearbeitung einer Steuererklärung benötigte, waren die Mitarbeiter mit 32,2 Tagen dieses Jahr sogar ganze zehn Tage schneller. Auch Platz 2 mit dem Finanzamt Herne (32,9) und Platz 3 mit dem Finanzamt Arnsberg (33,1) befinden sich allesamt in Nordrhein-Westfalen.

Absteiger

Einige Finanzämter können mit den Top-Bearbeitungszeiten einfach nicht mithalten. Im letzten Jahr auf Platz 149 in unserer Studie, rutscht das Finanzamt Eckernförde-Schleswig im Bundesland Schleswig-Holstein in 2021 auf den Platz 487. Ganze 19,2 Tage mehr Zeit brauchen die Sachbearbeiter dort, um eine Steuererklärung zu bearbeiten.

Auf dem letzten Platz landet in 2021 das Finanzamt Mannheim-Neckarstadt. Hier wartet man über zwei Monate (83,2 Tage) auf den Steuerbescheid. Der letzte Platz im Jahr 2021 hat sich somit um mehr als neun Tage gegenüber der Vorjahresauswertung verschlechtert. Letztes Jahr wartete man 73,6 Tage auf den Steuerbescheid und die verdiente Steuererstattung.

Deutschlands schnellste Finanzämter 2021_Grafik

Quelle: www.lohnsteuer-kompakt.de

Fazit:

Zusammengefasst können wir sagen, dass sich trotz Corona die Bearbeitungszeiten nicht nur an der Spitze, sondern bundesweit positiv verändert haben zum Vorjahr. Hier gibt es deutliche Unterschiede, was die durchschnittliche Bearbeitungsdauer angeht. Diese liegt für eine Steuererklärung bei 49 Tagen für das gesamte Bundesgebiet. Damit konnten wir eine eindeutige Verbesserung gegenüber dem Vorjahr feststellen. 2020 lag die Bearbeitungszeit einer Steuererklärung mit 53,1 Tagen.

 

Kommentar zu “Schnellste Finanzämter 2021: Berlin und Warburg an der Spitze”

  1. Theo Kümmerlich

    Ein Finanzamt in Baden-Württemberg scheint den Vogel abzuschießen:

    Ich warte schon seit 2014 auf einen Einkommensteuerbescheid. Den werde ich wohl nicht mehr bekommen. Daher bitte diese 8 Jahre in die Statistik einrechnen. Dann sieht es sicher deutlich anders aus.

    Anonymus.

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