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Steuererklärung für Rentner

Das Arbeitsleben ist beendet – das heißt aber nicht, dass das Finanzamt nun nichts mehr von Ihnen wissen will. Wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, müssen Sie auch als Rentner oder Pensionär eine Steuererklärung abgeben. Denn seit 2005 gilt das Alterseinkünftegesetz, das den Übergang zur nachgelagerten Besteuerung regelt.

Das Prinzip: Die Beiträge zur Rentenversicherung können bei der Steuererklärung als Sonderausgaben geltend gemacht werden, dafür kassiert der Fiskus später bei der Auszahlung. Vollständig umgesetzt ist das Gesetz erst im Jahr 2040. Wer dann in Rente geht, muss sie vollständig versteuern. Bis es so weit ist, gelten Freibeträge, die mit jedem Rentnerjahrgang sinken.

Bislang hat nur etwa jeder vierte Rentner eine Steuererklärung gemacht, doch inzwischen werden viele vom Finanzamt dazu aufgefordert. Das liegt an der besseren Vernetzung der Behörden: Staatliche, private und berufständische Rentenversicherungen informieren die Finanzämter, an wen sie Renten zahlen. Mithilfe der Steueridentifikationsnummer können diese Daten nun auch zugeordnet werden.

Hat das Finanzamt Grund zu der Annahme, dass Ihre Einkünfte über dem Grundfreibetrag liegen, wird es Sie auffordern, eine Steuererklärung abzugeben – im schlechtesten Fall auch rückwirkend bis zum Jahr 2005. Auf das Schreiben vom Amt sollten Sie auf jeden Fall reagieren und wenn nötig um Fristverlängerung bitten. Ansonsten fallen gegebenenfalls happige Verzugszinsen an. Außerdem können die Beamten Ihre Steuer schätzen – und es ist unwahrscheinlich, dass Sie dabei gut wegkommen.

Befreiung ist möglich

Liegt Ihr gesamtes Einkommen unter dem steuerfreien Existenzminimum, dann können Sie sich von der Pflicht zur Abgabe der Steuererklärung befreien lassen. Viele Finanzämter handhaben das relativ unbürokratisch: Eine Aufstellung der Einnahmen und der dazugehörigen Werbungskosten und Freibeträge reicht oft aus, um die Beamten zu überzeugen.

Ist abzusehen, dass Ihre Einnahmen in den nächsten Jahren nicht nennenswert steigen, können Sie auch eine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen. Mit ihr kommen Sie bis zu drei Jahre lang um die Steuererklärung herum – natürlich nur, solange Sie tatsächlich keine Steuern zahlen  müssen. Die Bescheinigung können Sie auch bei der Bank einreichen, damit erübrigt sich der Freistellungsauftrag für Zinserträge.

Pflicht zur Steuererklärung

Möglicherweise sind Sie aber auch generell zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet. Das ist der Fall, wenn

  • Sie oder Ihr zusammenveranlagter Ehepartner Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit haben. Minijobs sind davon aber ausgenommen.
  • einer von Ihnen Versorgungsbezüge bekommt, etwa eine Beamtenpension oder Witwengeld.
  • einer von Ihnen Betriebsrenten oder Werkspensionen bekommt.
  • Sie im letzten Jahr Verluste geltend gemacht haben
  • Sie noch keine Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge gezahlt haben.

Sonderregeln für Pensionäre

Für Pensionäre gelten besondere Regeln. Sie müssen eine Steuererklärung abgeben, wenn

  • die Pension oder ein Lohn bereits in den Steuerklassen V, IV oder VI versteuert worden ist.
  • ein Freibetrag auf der Steuerkarte eingetragen wurde und die Einkünfte über 10.200 Euro (19.400 Euro für Ehepaare lagen).
  • es Einkünfte über 410 Euro aus Renten, Vermietungen und Verpachtungen, Lohnersatzleistungen (z.B. Arbeitslosengeld oder Krankengeld) oder anderen Einnahmequellen gab.
  • auf Kapitaleinkünfte über den Freibetrag noch keine Abgeltungssteuer gezahlt wurde.
  • Ehepartner getrennte Veranlagung gewählt haben.
  • in der Einkommensteuererklärung des Vorjahres ein Verlust festgestellt worden ist.
  • die Vorsorgepauschale für ein Beamtengehalt höher war, als die absetzbaren Versicherungsbeiträge (gilt nur für Pensionen bis 10.200 Euro).
  • eine Abfindung nach der sogenannten Fünftelregelung versteuert worden ist.

Wie lange hat man Zeit?

Die Abgabefrist für die Steuererklärung endet jeweils am 31. Mai des nächsten Jahres, kann auf Antrag aber verlängert werden. Engagieren Sie einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein, verschiebt sich die Frist automatisch auf den 31. Dezember. Wenn Sie die Steuererklärung freiwillig machen, etwa weil Sie sich noch Rückzahlungen erhoffen, haben Sie dafür vier Jahre lang Zeit. Die Steuererklärung für 2012 können Sie also bis zum 31. Dezember 2016 einreichen.

Keine Steuern trotz Steuererklärung

Wenn Sie eine Steuererklärung abgeben müssen, bedeutet das nicht automatisch, dass Sie auch Steuern zahlen müssen. Nachforderungen drohen Ihnen nur, wenn Ihr zu versteuerndes Einkommen – neben der gesetzlichen Rente gehören dazu beispielsweise auch regelmäßige Auszahlungen aus einem Riester– oder Rürup-Vertrag, der Ertragsanteil von privaten Renten, Mieteinnahmen und Einkünfte aus selbständiger Arbeit – über dem oben erwähnten steuerfreien Existenzminimum liegt.

Dieser Grundfreibetrag ist für alle Menschen gleich, egal ob Rentner oder nicht. Im Jahr 2012 lag er bei 8004 Euro für Ledige und 16.008 Euro für Verheiratete. Das erscheint nicht gerade viel, doch es ist gar nicht so schwer, diese Grenze zu unterschreiten. Schließlich geht es hier nur um die Einkünfte, die noch zu versteuern sind, also das, was nach Abzug von Rentenfreibetrag, Sparerfreibetrag, Sonderausgaben und Werbungskosten noch übrig ist.

Ein Beispiel: Sie bekommen 1.000 Euro Rente im Monat, also 12.000 Euro im Jahr. Jetzt kommt der Rentenfreibetrag ins Spiel. Wenn Sie 2012 in Rente gegangen sind, bleiben 36 Prozent Ihrer Rente steuerfrei, also 4.320 Euro. Zu versteuern wären nur 7.680 Euro – und die fallen unter den Grundfreibetrag. Laut „Finanztest“ gilt als Faustregel: Wer schon vor 2006 in Ruhestand gegangen ist, kann etwa 19.100 Euro Bruttorente steuerfrei einstreichen. Für jeden Rentnerjahrgang sinkt der Grundfreibetrag. Sind Sie seit 2012 in Rente, bleiben nur noch rund 15.120 Euro steuerfrei.

Wichtig: Der Freibetrag des ersten Rentenjahres bleibt über die gesamte Rentenlaufzeit konstant. Im Beispiel liegt die Pauschale also immer bei 4.320 Euro, auch wenn die Rente im Laufe der Jahre steigt. Klettert die Rente also beispielsweise irgendwann auf 12.480 Euro im Jahr (1.040 im Monat), dann müssen Sie 8.160 Euro versteuern und reißen damit womöglich die Hürde des Grundfreibetrags.

Einkommen lässt sich „kleinrechnen“

Neben dem Rentenfreibetrag gibt es noch eine Reihe weiterer Möglichkeiten, das zu versteuernde Einkommen zu senken. So können Sie in der Anlage R Werbungskosten geltend machen, der Pauschbetrag für Rentner liegt aktuell bei 102 Euro. Wenn Sie höhere Ausgaben hatten, können Sie aber auch mehr absetzen. Als Werbungskosten anerkannt werden beispielsweise Kreditzinsen für die Nachzahlung von Rentenversicherungsbeiträgen, Kosten für Renten- und Versicherungsberatung oder Gewerkschaftsbeiträge.

Hinzu kommen Vorsorgeaufwendungen, etwa die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, zur Unfall- oder Kfz-Versicherung. Sie gehören in die Anlage Versorgungsaufwand. Kosten für Haushalshilfen oder Handwerker können Sie ebenso wie gezahlte Kirchensteuer im Mantelbogen eintragen. Unter Umständen können Sie auch außergewöhnliche Belastungen geltend machen, etwa wenn Sie besonders hohe Krankheitskosten hatten.

43 Kommentare

  1. Super Beitrag vielen Dank.

  2. Frau Kurpjuhn

    Können Kosten, wie Zuzahlung für Medikamente als Versorgungsaufwand geltend gemacht werden?

    • Thilo Rudolph

      Hallo Frau Kurpjuhn,

      jeder, der Krankheitskosten nachweisen kann, kann sie auch in der Steuererklärung angeben. Hierzu brauchen Sie eine Quittung, eine Rechnung und in manchen Fällen ein ärztliches Attest. Dabei ist es gleichgültig, ob Sie selbst die Ausgabe für eine eigene Krankheit, für die Ihres Ehepartners oder für ein Kind tätigen, für das Sie Anspruch auf Kindergeld haben. Es zählt der Zeitpunkt, zu dem Sie die Rechnung bezahlt haben, nicht der Zeitpunkt, zu dem die Rechnung fällig wurde.

      Krankheitskosten zählen zu den außergewöhnlichen Belastungen und können bei Lohnsteuer kompakt im Bereich „Außergewöhnliche Belastungen > Krankheitskosten, Hilfs- und Heilmittel “ eingegeben werden.

      Viel Erfolg bei Ihrer Steuererklärung!

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  3. Wo trage ich für Rentner im Formular R die gezahlten Steuerbeiträge ein?

    • Thilo Rudolph

      Sehr geehrte Frau Edda,

      wenn Sie eine Rente einer deutschen Rentenversicherung erhalten, werden davon keine Steuern direkt vom Rententräger einbehalten. Daher sind Sie in diesem Fall auch angehalten eine Steuererklärung bei Ihrem Finanzamt einzureichen, damit die zu zahlende Steuer ermittelt werden kann.

      Falls Sie allerdings eine Betriebsrente („Lohnsteuerbescheinigung aus Versorgungsbezügen“) meinen, sollten Sie in diesem Fall von Ihrem ehemaligen Arbeitgeber eine Lohnsteuerbescheinigung erhalten. Alle Angaben der Lohnsteuerbescheinigung tragen Sie dann bei Lohnsteuer kompakt bitte im Bereich „Einkünfte als Arbeitnehmer – Anlage N – (für Lohnsteuerbescheinigung)“ ein. Dort können Sie auch die einbehalten Lohnsteuer eintragen.

      Viel Erfolg bei Ihrer Steuererklärung!

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  4. Ich möchte gerne wissen, welche Formulare benötige ich, wenn der Mann arbeitet noch als Angestellter und die Frau bekommt seit August 2015 eine geringe Rente

    • Janett Giesler

      Hallo Mik,

      alle relevanten Angaben zur Lohnsteuerbescheinigung Ihres Mannes können Sie bei Lohnsteuer kompakt im Bereich „Arbeitnehmer > Lohnsteuerbescheinigungen > Bescheinigung > Erfassung der Daten “ eingeben.

      Renten können Sie im Bereich „Renteneinkünfte“ bei Lohnsteuer kompakt erfassen. Setzen Sie hierzu auf der Seite „Start / Basisangaben“ in der Zeile „Einkünfte aus Renten – Anlage R -“ ein Häkchen.

      Auf der Seite „Renteneinkünfte“ können Sie alle Renteneinkünfte aus gesetzlichen Rentenversicherungen aber auch aus privaten Rentenversicherungen sowie aus Altersvorsorgeverträgen (z.B. Riester-Rente, Pensionsfonds) erfassen.

      Erhalten Sie Versorgungsbezüge (beamtenrechtliche Pensionen, Betriebsrenten, o.ä.) von Ihrem ehemaligen Arbeitgeber sind diese Bezüge in der Regel „Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit“. Sie sollten auch jährlich eine Lohnsteuerbescheinigung erhalten.

      Die Einkünfte aus Versorgungsbezügen sind in voller Höhe steuerpflichtig und unterliegen damit der Lohnsteuer. Abgemildert wird die steuerliche Belastung durch den Versorgungsfreibetrag und den Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag. Sie erhalten in diesem Fall eine Lohnsteuerbescheinigung von Ihrem ehemaligen Arbeitgeber. Setzen Sie auf der Seite „Start / Basisangaben“ in der Zeile „Einkünfte als Arbeitnehmer – Anlage N – (für Lohnsteuerbescheinigung) -“ ein Häkchen, wenn Sie Versorgungsbezüge bei Lohnsteuer kompakt eintragen wollen.

      Mit besten Grüßen,

      Janett

  5. Wenn jemand seit 10/13 eine Witwenrente bezieht (2960 Euro) und gleichzeitig noch Arbeitnehmer ist (Gehalt Brutto 18.000 Euro), dann sind nach meinem Steuerprogramm für das Jahr 2015 Steuern zu zahlen. Sollte man dann auf jeden Fall eine Steuererklärung machen oder warten, bis sich das FA meldet, weil nach dort ja alle relevanten Daten übermittelt worden sind (mit allen negativen Folgen wie oben beschrieben)?
    Aus der Steuererklärung für 13 und 14 steht eine Nachzahlung zu (Rente fing ja erst in 10/13 an und in 14 betrug das Gehalt nur 12.000 Euro. Die Erklärung wurde abgegeben (Es läuft ein Einspruch dagegen, weil die Hinterbliebenenpauschale von 370 Euro nicht anerkannt wurde, deren Anspruch aber durch den Bezug einer steuerfreien gesetzl. Unfallrente nachgewiesen werden kann). Ist schon allein wegen der abgegebenen Erklärungen für 13 und 14 auch für 15 die Steuererklärung abzugeben?

    • Thilo Rudolph

      Hallo dortel,

      wir haben Ihre Anfrage an unseren Kundenservice weitergeleitet, der Sie in Kürze kontaktieren wird.

      Mit freundlichen Grüßen
      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  6. Ich erhalte eine ges. Altersrente und eine Rente einer Pensionskasse. Wenn ich wissen will, was ich versteuern muß habe ich von meiner gesamten Bruttorente den Rentenfreibetrag (bei mir 32%) abgezogen. Der nun verbleibende Betrag liegt über dem Grundfreibetrag von 16944 € (für Verheiratete 2015). Muß ich nun diesen gesamten Betrag versteuern oder nur die Differenz zwischen diesem Betrag und dem Grundfreibetrag?

    • Thilo Rudolph

      Hallo Frako,

      der Grundfreibetrag dient der Absicherung des Existenzminimums. Jeder Einkommensteuerpflichtige hat Anspruch auf einen steuerfreien Grundfreibetrag. Bei der Berechnung der Einkommensteuer nach §32a EStG wird der Freibetrag vom zu versteuernden Einkommen abgezogen und so die Steuerschuld ermittelt.

      Wenn Sie Ihre voraussichtliche Steuerschuld berechnen wollen, können Sie auch unseren Einkommenssteuer-Rechner nutzen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  7. Ursula Hermsdorf

    Kann ich als Rentnerin die Kosten für ein 2jaehriges Studium an einer Kunstakademie in Oesterreich ( Studiengebuehren, Reisekosten, Unterkunft) in meiner Steuererklärung steuermindernd angeben – wenn ja, wo bzw. wie?

    • Thilo Rudolph

      Sehr geehrte Frau Hermsdorf,

      grundsätzlich können Sie – wie jeder Steuerpflichtige – die Kosten im Zusammenhang mit einem Studium bis zu einer Höhe von 4.000 Euro steuerlich als Sonderausgaben ansetzen. Das gilt auch für Senioren nach Beendigung des regulären Arbeitslebens (Stichwort: „Seniorenstudium”).

      Jetzt kommt aber ein großes „Aber“: Damit das Finanzamt die Aufwendungen anerkennt, muss eine studiumsbezogene Berufstätigkeit nach Abschluss des Studiums angestrebt werden. Wenn Sie z.B. Psychologie studieren, sollten Sie danach versuchen, eine Tätigkeit als Therapeut aufzunehmen. Es reicht dabei aus, wenn Sie sich für eine Teilzeitbeschäftigung bewerben. Als Nachweis für das Bemühen um eine Erwerbstätigkeit können Sie dem Finanzamt z.B. Bewerbungsunterlagen vorlegen. (§10 Abs. 1 Nr. 7 EStG)

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  8. Ursula Hermsdorf

    Sehr geehrter Herr Rudolph, vielen Dank für Ihren Rat.
    Mit frdl. Gruß U. Hermsdorf

  9. Helga schlafs

    Sehr geehrter Herr Rudolph, ich bin seit Jan. 2016 auf Altersrente. Frage: meine Tochter (24, Jahre) lebt bei mir und ist in der Ausbildung duales Studium bei der BA. Kann ich wie bisher bei der Steuer weiterhin die steuerlichen Möglichkeiten geltend machen .

    • Thilo Rudolph

      Sehr geehrte Frau Schlafs,

      Ob Eltern für ihre Kinder nach Vollendung des 18. Geburtstags noch Kindergeld erhalten, hängt von unterschiedlichen Voraussetzungen ab.

      Für volljährige Kinder besteht der Anspruch weiter, wenn das Kind eine Erstausbildung absolviert und die Altershöchstgrenze von 25 Jahren noch nicht erreicht hat. Das trifft auch auf das duale Studium zu.

      Nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung / eines Erststudiums werden volljährige Kinder bei einer Zweitausbildung nur berücksichtigt, wenn sie

      • keiner oder einer Erwerbstätigkeit von höchstens 20 Wochenstunden nachgehen,
      • die Zweitausbildung im Rahmen eines Ausbildungsdienstverhältnisses absolvieren,
      • allenfalls eine geringfügige Beschäftigung (Minijob) ausüben oder
      • lediglich eine kurzfristige Beschäftigung (Aushilfsjob) wahrnehmen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  10. Gibt es in D die Möglichkeit für Rentner, die in ihrer Eigentumswohnung wohnen, die Grundsteuer abzusetzten ? Wenn ja, wo bitte ?

  11. Muss ich Ich als Rentner mit Minijob (gemeldet) mir den Verdienst auf der Lohnsteuer Karte vom Arbeitgeber eintragen lassen und so beim Finanzamt einreichen?

  12. Dieter Gemlich

    ich habe gehört – wenn der ehepartner verstirbt bleibt für 1 oder 2 jahre die witwenrente nicht angerechnet ?

    • Sehr geehrter Herr Gemlich,

      die Witwenrente muss bei der Steuererklärung auf der Anlage R anzugeben. Je nach Beginn der Rente sind 50 % oder 50+X % der Rente steuerpflichtig.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  13. Wenn Sie 2012 in Rente gegangen sind, bleiben 34 Prozent der Rente steuerfrei, oder?

  14. Hallo, meine Mutter ist seit 20 Jahren Rentnerin und erhält eine kleine gesetzliche Rente von ca. 450,- €/mtl. darüber hinaus erhält sie eine Witwenpension von ca. 1.100,- €/mtl. seit 2012. Dadurch ist sie steuerpflichtig. Welche Formulare müssen bei einer Erklärung ausgefüllt werden und lohnt die Abgabe der Erklärung?

    • Hallo Lars,

      liegt das gesamte Einkommen Ihrer Mutter unter dem steuerfreien Existenzminimum, dann kann sich Ihre Mutter von der Pflicht zur Abgabe der Steuererklärung befreien lassen.

      Ansonsten haben Sie ja bereits gesagt, dass Ihre Mutter steuerpflichtig ist, d.h. Sie muss eine Steuererklärung abgeben, unabhängig davon ob Sie eine Steuernachzahlung leisten muss oder eine Steuererstattung erhält.

      Gibt Ihre Mutter keine Steuererklärung ab, wird sich das Finanzamt früher oder später melden und eine Mahnung schicken sowie Ihnen eine Frist setzen. Diesen Termin sollten man ernst nehmen, sonst kann ein Zwangsentgelt festgesetzt werden, außerdem droht ein happiger Versäumniszuschlag.

      Wenn Sie alle Angaben in unserem Programm Lohnsteuer kompakt eingeben, erhalten Sie ein genaueres Ergebnis der voraussichtlichen Steuerschuld!

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  15. Sind 2005 durch das Finanzamt frei gestellt Beziehen monatlich 2487.Euro Netto.Da alle Renteneinnahmen der Finanzbehörde gemeldet werden und wir keine weiteren Einkünfte haben.Meine Frage an Sie müssen wir eine Jahreslohnsteuererklährung abgeben. Für ihre Bemühungen bedanke ich mich.Gruß Karin

    • Thilo Rudolph

      Hallo Frau Wittgrefe,

      grundsätzlich müssen Sie als Rentner nach den gleichen Regeln eine Steuererklärung abgeben wie alle anderen Steuerzahler auch.

      Maßgebend für die Abgabepflicht für Rentner ohne Arbeitslohn und Versorgungsbezüge ist der Gesamtbetrag der Einkünfte. Alleinstehende müssen eine Steuererklärung für 2016 abgeben, wenn ihre gesamten Einkünfte mehr als 8.652 Euro betrugen. Für Verheiratete gilt 2016 eine Grenze von 17.304 Euro.

      Da Renten nicht in voller Höhe steuerpflichtig sind, bleiben viele Rentner ohne weitere Einkünfte mit ihren steuerpflichtigen Einkünften unter dieser Grenze, wo keine Steuer anfällt und deshalb keine Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung besteht.

      Ob dies bei Ihnen zutrifft, kann Ihnen am besten Ihr Sachbearbeiter beim Finanzamt mitteilen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  16. Ich bin ein verwitweter Rentner, der aber gleichzeitig Vormund für zwei meiner Enkel ist. Ich bin also alleinerziehender Großvater mit gerichtlich festgestellten Sorgerecht. Beide erhalten eine Halbwaisenrente. Zusätzlich erhalte ich für sie Pflegegeld vom Jugendamt. Mir ist nicht klar, wie ich diese Beiden einbeziehen muss. Sind es Pflegekinder oder Enkelkinder.

    • Thilo Rudolph

      Hallo Bernd,

      wenn ich Sie richtig verstehe, dann leben die Eltern nicht mehr und Sie sind alleine sorgeberechtigt für die beiden Kinder.
      In diesem Fall geben Sie in der Anlage Kind an, dass es sich um Pflegekinder handelt.

      Wenn die Eltern dagegen noch leben, und die Kindern „nur“ bei den Großeltern wohnen, müssten Sie in der Anlage Kind „Enkelkind“ auswählen und eintragen. Dann könnten die leiblichen Eltern z.B. den Kinderfreibetrag auf die Großeltern übertragen.

  17. reiner tiroch

    Hallo zusammen,
    wenn ich mit 1500.-€ unter dem Grundfreibetrag für verh. Rentner liege, mit wieviel Steuerrückerstattung darf ich da ca. rechnen?
    Gruß
    Reiner Tiroch

    • Thilo Rudolph

      Hallo Herr Tiroch,

      ob und wie viel Steuern Sie zurück bekommen, lässt sich pauschal nicht beantworten.

      Die Steuerschuld errechnet auf Grundlage des zu versteuernden Einkommens (vereinfacht gesagt: Einkünfte abzüglich Werbungskosten und Sonderausgaben). Sie können aber einfach mal unseren Einkommenssteuer-Rechner ausprobieren. Der Rechner zeigt Ihnen die voraussichtliche Steuerschuld an. Ist der Betrag niedriger als die bereits gezahlten (Lohn-)Steuern erhalten Sie wahrscheinlich eine Erstattung.

      Grundsätzlich erhalten Sie aber nur eine Steuererstattung, wenn Sie auch Steuern gezahlt haben. wenn Ihre Einkünfte vollständig aus gesetzlichen Renten bestehen, wurden Ihnen keine Steuern abgezogen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  18. Herbert Indruch

    Guten Tag, fleißiges Team
    meinen Antrag habe ich fertig, soweit ich denke. Wohin kann ich ihn bringen?
    Freundlichst Herbert Indruch

    • Thilo Rudolph

      Hallo Herr Indruch,

      wenn Sie mit „Antrag“ Ihrer Steuererklärung meinen, dann müssen Sie diese bei dem für Sie zusständigen Finanzamt einreichen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  19. Meine Mutter ist 96 und hat den Pflegegrad 3.Ich fahre 3-4Mal die Woche zu ihr,um ihr im Haushalt zu helfen(kochen, waschen,Bankgeschäfte Behördengänge,Arztbesuche) Hinzukommen Fahrkosten von ca.2,50 für Hin-und Rückweg..Kann ich das bei meiner Steuererklärung geltend machen.
    Mit freundlichen Grüßen Karin

    • Thilo Rudolph

      Hallo Karin,

      Anspruch auf einen Pflegepauschbetrag hat, wer eine pflegebedürftige Person in deren oder in seiner eigenen Wohnung betreut und pflegt. Voraussetzung ist, dass der Pflegebedürftige „hilflos“ ist. Und das bedeutet, dass er in Pflegestufe III eingestuft sein muss oder das Merkzeichen „H“ im Behindertenausweis hat. Ferner ist erforderlich, dass zwischen der Pflegeperson und dem Pflegebedürftigen eine enge persönliche Beziehung besteht, ohne dass es dabei auf das Verwandtschaftsverhältnis ankommt.

      Der Pflege-Pauschbetrag von derzeit 924 Euro wird unabhängig von den tatsächlichen Aufwendungen und ohne erforderlichen Nachweis angesetzt. Er wird ungekürzt als Jahresbetrag angerechnet, dabei ist es egal, ob die Voraussetzungen das ganze Jahr über gegeben waren, er wird auch nicht um eine zumutbare Belastung gekürzt.

      Sind Ihre Kosten für die Pflege höher als der Pflegepauschbetrag, geben Sie die tatsächlichen Kosten unter den außergewöhnlichen Belastungen an als Krankheitskosten oder Aufwendungen wegen Behinderung (bei schwerer Behinderung auch Fahrtkosten), Aufwendungen wegen Pflegebedürftigkeit, Aufwendungen für die Pflege eines Angehörigen oder für die Unterbringung in einem Pflegeheim.

      Allerdings wird hiervon noch Ihre zumutbare Eigenbelastung abgezogen. Diese richtet sich nach Ihrem Einkommen, Familienstand und der Zahl Ihrer Kinder. Und Sie müssen gleichzeitig auf den Pflegepauschbetrag verzichten.

      Weitere Infos finden Sie in unseren FAQs: https://www.lohnsteuer-kompakt.de/texte/2016/81/pflege-_betreuungsleistungen

      Im Zweifelsfall sollten Sie sich für eine individuelle Steuerberatung an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt wenden. Wir dürfen aus rechtlichen Gründen leider keine individuelle Steuerberatung durchführen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  20. Reiner Hitzegrad

    Bekomme ich von der Rentenanstalt einen Bescheid, aus dem ich sehen kann, welchen
    Betrag meiner Renteneinkunft ich in der Erklärung einsetzen muss ?

    • Thilo Rudolph

      Hallo Herr Hitzegard

      ja, mit dem Rentenbescheid werden Rentenart, Rentenbeginn, Rentenhöhe und gegebenenfalls Rentendauer festgestellt. Sie können die Höhe Ihrer Rente auch der Rentenanpassungsmitteilung (auch: Rentenbescheid, Rentenmitteilung) entnehmen, die der Rententräger ihnen bereit stellt.

      In der Steuererklärung geben Sie dann den Rentenbetrag (auch: Jahresbruttorentenbetrag, Jahresrente) ein. Anzugeben ist der Gesamt-Rentenbetrag inklusive Rentennachzahlungen und Einmalzahlungen. Der Betrag (Brutto-Rente) ist in der Regel nicht mit der ausgezahlten Rente identisch ist. S

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  21. Waltraud Fagbuaro

    Guten Tag , fleißigen Team .
    Ich bin Rentnerin, beziehe die gesetzliche Rente (RVO).Meine Frage lautet: in welche Zeile kann ich die Beiträge zur Krankenversicherung sowie zur Pflegeversicherung eintragen?
    Mit freundlichen Grüßen
    W, Fagbuaro

    • Thilo Rudolph

      Hallo Frau Fagbuaro,

      Wenn Sie als Rentnerin gesetzlich krankenversichert sind, tragen Sie bitte Ihre Beiträge bei Lohnsteuer kompakt unter „Vorsorgeaufwendungen > Sonstige Beiträge zu gesetzlichen Versicherungen“ ein.

      Die Beiträge werden dann in die entsprechenden Felder der Steuerformulare (hier: Anlage VOR, Zeilen 17-22) übernommen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  22. Margit Payer
    Bin seit 1997 in Rente, gelten für mich besondere Regelungen, d.h. wieviel Steuern muss ich eventuell zahlen?
    Zur Zeit habe ich eine Gesamtrente (Sozialrente und Betriebsrente mtl.) Euro 1686,00.

    • Thilo Rudolph

      Hallo Frau Payer,

      das hängt von der Höhe Ihrer Rente und der restlichen Einkünfte ab.

      Rentner müssen immer dann eine Steuererklärung machen, wenn ihr zu versteuerndes Einkommen den Grundfreibetrag von 8.652 Euro (2016 für Ledige, 2015: 8.472 Euro) bzw. 17.304Euro (2016 für Verheiratete, 2015: 16.944 Euro) übersteigt. Wenn Sie beispielsweise 1.200 Euro Rente p.M. erhalten, beträgt der steuerpflichtiger Anteil der Rente 7.200 Euro. In diesem Fall müssten Sie eine Steuererklärung abgeben. Den steuerpflichtigen Anteil Ihrer Rente können Sie mit unserem Rechner für die Rentenbesteuerung ermitteln.

      Die Steuerschuld errechnet sich dann auf Grundlage des zu versteuernden Einkommens (vereinfacht gesagt: Einkünfte abzüglich Werbungskosten und Sonderausgaben). Sie können aber einfach mal unseren Einkommenssteuer-Rechner ausprobieren. Der Rechner zeigt Ihnen die voraussichtliche Steuerschuld an.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  23. Birgitt Kreussel

    bekomme 687,00 monatl.Rente dazu 493,00 Wittwenrente,und eine geringfügige Beschäftigung monatl.200 euro,muss ich eine steuererklärung machen?

    • Thilo Rudolph

      Hallo Birgitt,

      das hängt von der Höhe Ihrer Rente, dem Rentenbeginn der beiden Renten und den restlichen Einkünften ab.

      Rentner müssen immer dann eine Steuererklärung machen, wenn ihr zu versteuerndes Einkommen den Grundfreibetrag von 8.652 Euro (2016 für Ledige, 2015: 8.472 Euro) bzw. 17.304Euro (2016 für Verheiratete, 2015: 16.944 Euro) übersteigt.

      Wenn Sie beispielsweise 14.160 Euro Rente im Jahr 2016 erhalten haben, beträgt der steuerpflichtiger Anteil der Rente bei einem Rentenbeginn im Jahr 2015 9.912 Euro. In diesem Fall müssten ein ein Lediger eine Steuererklärung abgeben. Den steuerpflichtigen Anteil Ihrer Rente können Sie mit unserem Rechner für die Rentenbesteuerung ermitteln.

      Die Steuerschuld errechnet sich dann auf Grundlage des zu versteuernden Einkommens (vereinfacht gesagt: Einkünfte abzüglich Werbungskosten und Sonderausgaben). Sie können aber einfach mal unseren Einkommenssteuer-Rechner ausprobieren. Der Rechner zeigt Ihnen die voraussichtliche Steuerschuld an.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

Kommentare und Fragen