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Schummeln bei der Steuererklärung

Ein paar Kilometer Umweg auf dem Weg ins Büro sparen viel Geld. Ein Krimi ist selbstverständlich Fachlektüre. Und 30 Prozent Trinkgeld sind auf Geschäftsreisen ganz normal. Zumindest will man das dem Finanzamt weismachen. Doch wer bei der Steuererklärung Kosten aufbauscht oder gar erfindet, bewegt sich auf dünnem Eis.

Es gibt Menschen, die sammeln Quittungen so wie andere Leute Ansichtskarten. Der Bon vom Restaurantbesuch wird ebenso aufgehoben wie die Parkhauskarte oder die Taxirechnung. In der nächsten Steuererklärung könnte all das ja Verwendung finden. Oft sind es Selbständige, die so verfahren. Arbeitnehmer können ohnehin 1.000 Euro als Werbungskostenpauschale geltend machen, ohne dass das Finanzamt Nachweise sehen will.

Doch sofern abzusehen ist, dass die tatsächlichen Kosten darüber liegen, erwacht auch bei manchen Angestellten der sportliche Ehrgeiz bei der Steuererklärung. Beim Versuch, mehr herauszuholen, begibt man sich mitunter auf einen schmalen Grat zwischen legalen Steuertricks und strafbarem Steuerbetrug.

Wie prüft das Finanzamt?

Zunächst einmal: Wenn Sie Ihre Steuererklärung online oder per Elster machen, müssen Sie nicht unbedingt damit rechnen, dass ein Finanzbeamter mit der Lupe nach Fehlern sucht. Die Steuererklärungen werden elektronisch auf ihre Plausibilität überprüft und in der Regel durchgewunken, wenn keine Auffälligkeiten feststellbar sind. Machen Sie aber plötzlich hohe Kosten – etwa für doppelte Haushaltsführung oder Fortbildungen – geltend, wird man sich Ihre Steuererklärung womöglich genauer ansehen und die entsprechenden Belege fordern.

Bei simplen Zahlendrehern oder fehlerhaften Übertragungen wird man Ihnen nicht unbedingt böse Absichten unterstellen. Dann reicht schon ein Anruf, um etwa aus den fragwürdigen 155 Kilometern Arbeitsweg wieder die üblichen 15 zu machen. Haben Sie hingegen vorsätzlich Ausgaben herbeifantasiert, dann wird das Finanzamt diese im besten Fall einfach bei der Steuerberechnung ignorieren, im schlechtesten Fall droht ihnen ein Bußgeld. Die Ausrede „Ich wusste nicht, dass…“ zieht nicht.

Wer die Steuerregeln nicht beherrscht, muss sich eben von Experten helfen lassen. Hat das Finanzamt Verdacht geschöpft, dass Sie Nebeneinnahmen verschweigen, kann es bei Banken und Ämtern nähere Erkundungen einholen. Mit der Steuerfahndung müssen Sie aber nicht gleich rechnen. Die wird üblicherweise erst aktiv, wenn die hinterzogene Summe deutlich im vierstelligen Bereich angesiedelt ist.

Nicht alles muss belegt werden

Bei Arbeitnehmern bietet sich besonders der Bereich der Werbungskosten dafür an, Kosten aufzubauschen. Denn solange die Ausgaben plausibel erscheinen, forscht das Finanzamt nicht weiter nach. Welche Beträge ohne weitere Nachweise akzeptabel sind, legen die Oberfinanzdirektionen der einzelnen Bundesländer in den sogenannten „Nichtaufgriffsgrenzen“ fest.

So werden üblicherweise 16 Euro als Kontoführungsgebühr akzeptiert, auch wenn Sie ein Gratis-Girokonto nutzen. Bei Arbeitsmitteln wie Berufskleidung, Aktenkoffern oder Fachbüchern gilt je nach Bundesland eine Nichtbeanstandungsgrenze von 100 bis 150 Euro. Aber Vorsicht: Sie haben keinen Rechtsanspruch darauf, dass das Finanzamt die Kosten ohne Prüfung akzeptiert. Auf Nachfrage müssen Sie Belege einreichen. Und dann ist Schummeln schwierig. Versuchen Sie beispielsweise, Urlaubslektüre als Fachliteratur zu deklarieren, fliegt das schnell auf. Per ISBN kann jeder Finanzbeamte herausfinden, welches Buch Sie da absetzen wollen.

Einladung zum Tricksen: Der Arbeitsweg

Grundsätzlich ist es verdächtig, wenn Sie plötzlich deutlich mehr und andere Posten bei Ihren Fahrtkosten zur Arbeit absetzen als in den Jahren davor. Das gilt etwa für den Arbeitsweg. Für jeden Entfernungskilometer zwischen Wohnsitz und Arbeit können Sie 30 Cent Pendlerpauschale geltend machen. Das gilt für eine einfache Strecke am Tag und nur für die Tage, an denen Sie auch zur Arbeit gehen. Bei einer Fünftagewoche erkennt das Finanzamt normalerweise 230 Arbeitstage an, bei einer Sechstagewoche 280 Tage.

Wenn Sie mehr Tage geltend machen wollen, brauchen Sie eine Bestätigung des Arbeitgebers. Besonders gerne wird bei der Länge des Arbeitswegs gemogelt. Dabei sollte jedem klar sein, dass Finanzbeamte auch dazu in der Lage sind, Routenplaner wie Google Maps zu bedienen. Sie müssen zwar nicht unbedingt den kürzesten Weg nehmen, wenn es schnellere oder bequemere Verbindungen gibt. Wenn Sie aber statt 15 Kilometern 30 angeben, sollten Sie dafür schon sehr gute Gründe haben.

Alles selbst gezahlt? Reisen und Bewerbungen

Berufliche Fortbildungen werden meistens vom Arbeitgeber bezahlt, Dienstreisen sowieso. Ein paar tausend Euro Seminargebühren, die Sie selbst aus eigener Tasche gezahlt haben wollen, werden beim Finanzamt sicher Fragen hervorrufen. Dass Sie Fahrt- und Übernachtungskosten getragen haben und Mehraufwand für Ihre Verpflegung hatten, ist dagegen plausibel. Wenn Sie nicht mehr als 250 Euro geltend machen, will das Finanzamt nicht unbedingt Belege sehen.

Auch bei Bewerbungen lässt sich das Finanzamt normalerweise nicht jede einzelne Quittung einreichen. Das Finanzgericht Köln hält eine Pauschale von 8,50 Euro für jede Bewerbung mit Mappe für vertretbar, bei E-Mail-Bewerbungen sind es 2,50 Euro. Wollen Sie jedoch auch hohe Reisekosten zu Bewerbungsgesprächen geltend machen, dann sollten Sie sich die besser vom potentiellen Arbeitgeber bestätigen lassen.

Steuerberatungskosten

Ihre Steuerberatungskosten sollten Sie idealerweise durch Rechnungen nachweisen können. Nun gibt es jedoch Ausgaben, die gleichermaßen mit der Einkunftserzielung und dem Privatbereich zusammenhängen und bei denen eine Trennung auf beide Bereiche schwierig, wenn nicht gar unmöglich ist. Dies betrifft insbesondere Ausgaben für Steuerfachliteratur, Steuersoftware oder Lohnsteuerhilfevereine.

Solche gemischt veranlassten Steuerberatungskosten können Sie aus Vereinfachungsgründen bis zu einem Betrag von 100 Euro (Nichtbeanstandungsgrenze) in voller Höhe als Werbungskosten oder Betriebsausgaben geltend machen. Die Steuerberatungskosten werden in der Regel bis zu diesem Betrag ohne weitere Prüfung vom Finanzamt anerkannt. Bei zusammen veranlagten Ehegatten verdoppeln sich die Beträge leider nicht.

Belege selbst ausstellen

In bestimmten Fällen haben Sie auch die Möglichkeit, ihre Belege selbst auszustellen. Und zwar immer dann, wenn es für eine absetzbare Ausgabe keine Quittung gibt und im Ausnahmefall auch dann, wenn Sie den richtigen Beleg verloren haben. Üblich sind Eigenbelege aber nur bei kleinen Summen etwa bei Trinkgeldern oder bei Parkgebühren.

Neben Art und Höhe der Aufwendung müssen Sie auch aufschreiben, wann, wo und an wen Sie gezahlt haben. Wenn Ihnen hingegen der Kaufbeleg für das beruflich genutzte Handy abhanden gekommen ist, wird sich das Finanzamt nicht unbedingt mit einem selbst ausgefüllten Zettel begnügen. Dann ist es hilfreich, wenn Sie den Posten per Kontoauszug oder Kreditkartenabrechnung nachweisen können.

37 Kommentare

  1. Danke für den informativen Artikel!

  2. Ramona Gärtner

    Vielen Dank für die Tipps, das war sehr hilfreich!

  3. christian schmitt

    Hallo, ich habe ein dringliches Anliegen und ich hoffe das ich hier eine geeignete Antwort erhalte.

    Mein früherer Arbeitgeber hat mir keine Lohnsteuerbescheinigung für das Jahr 2014 geschickt , da auch das Arbeitsverhätnis nicht gut war und wir im Streit auseinander gingen.
    Nun möchte ich meine Steuererklärung anhand meiner letzten Lohnabrechnung machen. Darf ich das ?
    Darf das Finanzamt meinen alten Arbeitgeber anrufen und meine neue Anschrift herausgeben ?

    Ich möchte auf gar keinen Fall das mein jetziger Wohnort dem alten Arbeitgeber genannt wird.

    ICh bitte um mithilfe.

    Danke

    Christian

    • Thilo Rudolph

      Hallo Herr Schmitt,

      der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, Ihnen einen Ausdruck der elektronische Lohnsteuerbescheinigung auszuhändigen (§ 41b EStG).

      Wie Sie in Ihrem speziellen Fall verfahren sollten, klären Sie am besten mit Ihrem zuständigen Finanzamt ab.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  4. Melanie Reins

    Hallo,
    wo und wie kann ich den Kinderfreibetrag in der Steuererklärung nachtragen? Meine Tochter hat im Januar 2017 ihre Ausbildung beendet, aber sie stand schon für 2016 nicht mehr auf der Steuerkarte. Nun weiß ich nicht, wie ich es eintragen muss…

    • Thilo Rudolph

      Hallo Melanie,

      der Kinderfreibetrag wird automatisch mit der Abgabe der Anlage Kind in der Steuererklärung beantragt.

      Diese Freibeträge werden im Rahmen der Steuerveranlagung aber nur gewährt, wenn die Steuerersparnis aus den Freibeträgen höher ist als das Kindergeld, wobei hier der Anspruch auf Kindergeld und nicht das tatsächlich erhaltene Kindergeld maßgebend ist. Ausrechnen muss man das allerdings nicht selbst. Das macht das Finanzamt, in der Steuersprache wird dieser Vorgang Günstigerprüfung genannt.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  5. Hallo, ich habe da eine verzwicktes Anliegen,

    hab per Elster Erklärung für 2013 (4Jahres Frist) erstellt und erfolgreich am 31.12.2017 15 Uhr an FA übertragen.
    Hauptvordruck ausgedruckt + Belege bei beisein eines Zeugen in Kuvert und am selben tag um 16 Uhr in Briefkasten von FA eingeworfen.

    14.01.2018 bekomm ich Post von FA belege seien da ich solle den Hauptvordruck einreichen. Ich mir nichts dabei gedacht hatte am 31.12.2017 den Hauptvordruck mehrmals ausgedruckt und mit blauen Kugelschreiber 31.12.2017 und Unterschrift versehen.
    hab diesen genommen und wieder mit zeugen am 18.01.2018 bei FA eingeworfen.

    Jetzt hab ich eine Ablehnungsbescheid von FA das die Steuerklärung nicht fristgerecht abgegeben worden sei.

    hab sofort einspruch eingelegt.

    War bei FA Sachbearbeiterin um die Sache zu klären. Sie meinet die Unterschriebne Elster druck sei bei FA am 18.01.2018 eingegangen, obwohl auf dem Ausdruck und ihrem System der 31.12.2017 15 Uhr steht und ihr mitgeteilt hab, das bei Beisein eines von einem Zeugen der den kpl. Inhalt gesehen hat fristgerecht eingeworfen habe, meinte sie das sie für sie unwichtig nur Eingangsstempel von FA zählt.

    zu diesem Ztpkt. konnte sie nicht mal mein zweiten hauptvordruck finden nur den Widerspruchsschreiben.

    Ajm nächsten tag hat sie mich angerufen. Sie habe den hauptvordruck gefunden und dies sei mit blauen Kugelschreiber unterschrieben, dies sei für sie der Beweis das ich den beleg doch nicht am 31.12.2017 abgegeben hätte, da dies was sie jetzt hätte ein Orginaldokument sei.

    Egal was ich versucht habe. sie beharrte auf ihre sicht der Dinge un d meinte ich solle mit all den Unterlagen was ich habe nochmals bei ihr vorbeikommen.

    Hoffe das ich paar Tipps bekomme wie ich weiter vorgehen soll.

    Danke

    Tobias

    • Thilo Rudolph

      Hallo Tobias,

      Einspruch haben Sie ja schon eingelegt. Der nächste Schritt. wenn Sie einen negativen Bescheid zu Ihrem Einspruch erhalten, wäre dann wohl zu einem Rechtsanwalt.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  6. Hallo,
    Ich würde gerne wissen wie ich bei der Entfernungspauschale mit kurzfristiger Beschäftigung umzugehen habe.
    Ich habe einen Vollzeit Job bei dem ich ganz normal nur die Entfernungspauschale mit den 230 Tagen anrechne.
    Allerdings habe ich durchschnittlich 1-2x im Monat noch kurzfristig beschäftigte Jobs bei denen ich unterschiedlich lang arbeite und auch unterschiedlich weite Strecken habe.
    Da das allerdings keine „regelmäßige“ Arbeit im Sinne einer Entfernungspauschale darstellt, frage ich mich ob ich diese km nicht voll ansetzen darf und wenn ja wo?

    Vielen herzlichen Dank für die Hilfe
    Mit freundlichen Grüßen

    Franziska

    • Hallo Franziska,

      Sie sprechen wahrscheinlich von kurzfristige Minijobs, die auch kurzfristige Beschäftigungen heißen. Wichtig ist, dass der Minijobber bei einer kurzfristigen Beschäftigung im Laufe eines Kalenderjahres nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage arbeitet.

      Wenn der Minijob vom Arbeitgeber pauschal besteuert wird, können Sie keine Werbungskosten geltend machen, da Sie die Einkünfte auch nicht in in der Steuererklärung angeben müssen.

      Wenn der Minijob dagegen individuell nach Ihrer Steuerklasse besteuert wird, müssen Sie diesen in der Steuererklärung angeben und können wie jeder andere Arbeitgeber auch Fahrtkosten geltend machen. Dabei geltend die gleichen Regelungen wie bei jeder anderen Beschäftigung.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  7. Hallo,
    ich mache gerade meine Steuererklärung für 2012.
    Ich frage mich, welche Belege ich belegen muss?
    Oder wird das Finanzamt nachfragen, falls etwas benötigt wird?

    Vielen Dank

    • Thilo Rudolph

      Hallo Stefanie,

      grundsätzlich kann das Finanzamt für alle geltend gemachten Aufwendungen – sofern keine Pauschale gelten – auch entsprechende Nachweise anfordern.

      Mit dem „Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens“ vom 18.7.2016 wurde zudem die Belegvorlagepflicht in eine Belegvorhaltepflicht umgewandelt. Sie brauchen daher im Regelfall keine Belege und separate Aufstellungen an Ihr Finanzamt zu versenden. Diese Regelung gilt erstmalig ab der Steuererklärung für das Jahr 2017. Kurz gesagt: Eine Steuererklärung ohne Belege ist jetzt möglich.

      Allerdings müssen Sie die Belege dennoch weiterhin sammeln und aufbewahren, denn bei Bedarf kann das Finanzamt die Unterlagen nachfordern – im Zweifelsfall sogar 10 Jahre lang.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  8. Marion Isolde Adam

    Hallo,
    ich bin Montagearbeiter mit unterschiedlichen Baustellen im Innland, bei der Steuererklärung,die ich online mache, reiche ich handschriftl. Belege ans FA wo die Baustelle sich befindet, von wann bis wann u die Mehrkosten und Verpflegungspauschaleberechnung ein. Rechne noch die Fahrkilometer aus.
    Meine Frage: Muß ich diese Belege hinschicken?

    Vielen Dank!
    mit freundlichen Gruß Maja

    • Hallo Marion,

      grundsätzlich wurde 2017 die Belegvorlagepflicht durch die Belegvorhaltepflicht ersetzt. Nachweise und Quittungen müssen Sie daher nicht mehr mit der Steuererklärung zusammen beim Finanzamt einreichen.

      Durch das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens soll die Finanzverwaltung ab 2018 von solchen Tätigkeiten entlastet werden und sich damit auf wirtschaftlich bedeutsame und risikobehaftete Steuerfälle konzentrieren können.

      Sie sollten aber für die Steuererklärung relevante Belege immer für Nachfragen durch das Finanzamt aufheben und auf Verlangen vorlegen können. Die Belege sollten Sie nach der Abgabe der Steuererklärung auch gut aufbewahren – mindestens Sie Ihren Steuerbescheid erhalten haben.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  9. Hallo zwecks aussergewöhnliche belastungen hatte hohe Auslagen die ich geltend machte doch Finanzamt teilte mir mi das ich nur das an steuerrückerstattung zurück erhalte was auch an Steuer abgezogen wurde stimmt das so.mfg marcona

    • Thilo Rudolph

      Hallo Marcona,

      natürlich können Sie über die Einkommensteuererklärung nur Steuern erstattet bekommen, die Sie auch gezahlt haben.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  10. Nicole Stellfeld

    Von meinen Eltern der Vermieter möchte was von der Steuer absetzen die Rechnung läuft aber auf meinen Namen geht das ohne dass ich Ärger bekomme

    • Thilo Rudolph

      Hallo Nicole,

      Ihre Eltern können als Mieter Steuerermäßigungen nach §35a für haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen in Anspruch nehmen. Dafür muss der Vermieter Ihren Eltern eine Bescheinigung nach §35a ausstellen.

      Warum Ihr Vermieter eine Rechnung für seine Steuer von Ihnen haben will, ist mir unklar. Dies würde eigentlich nur Sinn machen, wenn er Ihnen die Rechnung vollständig erstattet und die Kosten im Rahmen seiner Steuererklärung als Werbungskosten bei den Vermietungseinkünften geltend machen kann.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefer gehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  11. Klaus Richter

    Hallo,
    Kurze Frage:
    Das Finanzamt möchte Nachweise meiner gefahrenden Kilometer haben, durch Werkstattrechnungen oder TÜV-Belege. Da ich eine weite Pendler-Strecke tägl. zurück lege.
    Nun habe ich aber keine Belege, da kein Werkstatt besuch stattfand. Was mach ich nun???

    • Thilo Rudolph

      Hallo Klaus,

      der Nachweis kann durch Aufzeichnungen der im Kalenderjahr durchgeführten Fahrten, ein Fahrtenbuch, oder durch eine Bescheinigung des Arbeitgebers erbracht werden. Für die Berechnung der Entfernung zwischen Lebensmittelpunkt und Ihrer Arbeit ist grundsätzlich immer die kürzeste Verbindung maßgebend.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefer gehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
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  12. Silvia Hinkel

    Hallo
    ich zahle meinem Sohn die Schulgebühren (private Schule) allerdings wird der Betrag von seinem Konto abgebucht und ich gebe ihm das bar zurück. Jetzt will das Finanzamt Zahlungsnachweise von mir haben, wie mache ich das?

    • Thilo Rudolph

      Hallo Silvia,

      für die Zahlung der Schulgebühren sollte es doch sicherlich eine Rechnung geben, die Sie dem Finanzamt einfach einreichen können.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefer gehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  13. Hallo,

    Ich hatte im Jahr 2018 einen Arbeitswechsel (von Zeitarbeit1.1.2018-31.8.2018 zu Festfertrag 1.9.2018-31.12.2018) meine Frage:
    Ich habe nur die Lohnsteuerabrechnung vom Festvertrag abgegeben und dort die Fahrtkosten vom gesamten Jahr angegeben weil ich das total vergessen habe. Wenn ich jetzt die Lohnsteuerabrechnung von der Zeitarbeit noch nachträglich abgegeben möchte, soll ich dort einfach die Fahrtkosten dann weg lassen? Sie würden das ja sicherlich sehen am Pc, dass ich die Fahrtkosten schon als volles Jahr angegeben habe. Danke für die Hilfe,Lg

    • Thilo Rudolph

      Hallo Arzu,

      die Daten der Lohnabrechnung der Zeitarbeitsfirma liegen dem Finanzamt sicherlich schon vor. Und die Angaben zu den Fahrtkosten müssten Sie entsprechend korrigieren.

      Setzen Sie sich daher am besten telefonisch mit dem zuständigen Sachbearbeiter bei Ihrem Finanzamt in Verbindung, klären Sie das Versehen auf und besprechen das weitere Vorgehen.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  14. Hallo. Ich habe eine Frage. Meine Schwester und ich haben den selben arbeitsweg und teilen uns ein Auto. Bis jetzt hat immer nur meine Schwester ihre Lohnsteuer gemacht. Da es sich bei mir eh nicht lohnte. So konnte sie das Auto mit angeben. Aber nun wollte ich auch Lohnsteuer machen. Kann ich das selbe Auto auch mit angeben. Denn eigentlich sind wir ja immer zusammen gefahren mit km.

    • Thilo Rudolph

      Hallo Claudia,

      das ist kein Problem. Jeder Arbeitnehmer hat grundsätzlich Anspruch auf die Entfernungspauschale von 0,30 Euro je Entfernungskilometer. Dabei spielt es keine Rolle, ob er mit dem eigenen PKW, öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Rahmen einer Fahrgemeinschaft zur Arbeit kommt.

      Für die Bestimmung der Entfernung zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte ist allerdings immer die kürzeste Straßenverbindung maßgebend. Bei Fahrgemeinschaften gilt lediglich, dass Umwege zum Abholen der Mitfahrer nicht berücksichtigt werden dürfen.

      Ihre Schwester gibt als Fahrerin des PKWs die Entfernungskilometer zwischen dem Wohnsitz und Arbeitstelle in der Anlage N im Bereich der Werbungskosten die Kilometeranzahl in dem Feld „einfache Entfernung“ und in dem Feld „davon mit eigenem oder zur Nutzung überlassenem Pkw zurückgelegt“ an.

      Sie tragen die Entfernungskilometer zwischen dem Wohnsitz und der Arbeitstelle in Ihrer Steuererklärung die Kilometeranzahl dagegen in dem Feld „einfache Entfernung“ und in dem Feld „davon mit öffentl. Verkehrsmitteln, Motorrad,Fahrrad o. Ä., als Fußgänger, als Mitfahrer einer Fahrgemeinschaft zurückgelegt“ ein.

      null

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  15. Vielen Dank für einen informativen Beitrag zur Steuererklärung. Ich habe nicht gewusst, dass die Steuererklärungen elektronisch auf ihre Plausibilität überprüft werden. Trotzdem bevorzuge ich die Buchhaltung und Steuererklärung dem Professionellen zu überlassen, um Fehler zu vermeiden.

  16. Hallo,
    ich habe festgestellt das ich bei den außergewöhnlichen Belastungen die Fahrtkosten zu den Arztbehandlungen, in den vergangenen Jahren, vergessen habe einzutragen. Da ich eine chronische Sache habe, werden da einige Kilometer zusammen kommen. Wie weit zurück kann ich die Fahrtkosten eintragen, muß das irgendwie gesondert dokumentieren und unaufgefordert an das Finanzamt zusenden und wie ist es mit der „zumutbaren Belastung“ die sich ja fast jedes Jahr ändert, soll ich die dann ausrechnen und abziehen. Danke für Ihre Hilfe. Mfg

    • Thilo Rudolph

      Hallo Markus,

      die zumutbare Belastung wird von Ihrem Finanzamt automatisch berücksichtigt.

      Wenn ein Steuerzahler unvermeidbare größere Belastungen als andere Steuerzahler mit vergleichbarem Einkommen, Vermögen oder Familienstand hat, kann er auf Antrag seine Einkommensteuer senken lassen. Hierzu müssen Sie Ihre außergewöhnlichen Belastungen in der Steuererklärung eintragen. Wenn Sie für die Vorjahre bereits bestandskräftige Steuerbescheide erhalten haben, dürften Sie keine Aufwendungen für außergewöhnliche Belastungen rückwirkend geltend machen können.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  17. Claudia Gerschel

    Hallo,
    Darf ich bei der ESte bei Anlage V Daten aus dem Wirtschaftsplan für das letzte Jahr verwenden? Muss ich das irgendwo vermerken? Ich muss ja die Erklärung abgeben, bekomme aber erst Ende des Jahres die Abrechnung für das vergangene Jahr von der Hausverwaltung. Muss dann etwas nach gemeldet werden?
    Und kann ich meine Kinder noch mit rein nehmen? Beide haben erstmalig eine eigene ESte gemacht. Es wurde aber noch für beide Kindergeld gezahlt… Und der Kleine wohnt noch bei uns.
    Vielen Dank für die Antwort…

    • Thilo Rudolph

      Hallo Claudia,

      solange Sie für ihre Kinder Kindergeld erhalten und damit auch Anspruch auf die Kinderfreibeträge haben, geben Sie diese in ihrer Steuererklärung auch an. Es spielt dabei keine Rolle, das Ihre Kinder bereits selbst eine Steuererklärung abgeben.

      In der Anlage V tragen Sie alle erhaltenen Mieteinkünfte (Kaltmiete plus Nebenkosten) und geleisteten Werbungskosten (außer Aufwendungen für Rücklagen) ein, die Sie im jeweiligen Steuerjahr erhalten bzw. gezahlt haben. Die Abrechnung Ihrer Hausverwaltung ist nur insofern zu berücksichtigen, das Sie ja auch im jeweiligen Steuerjahr eine Abrechnung mit einer Nachzahlung (in dem Fall Werbungskosten) oder Erstattung (dann als Einkünfte anzugeben) erhalten haben.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  18. Tobias Seitz

    Hallo,

    vielen Dank für den Informativen Beitrag.
    Ich hatte in meiner Steuererklärung 220 Arbeitstage angegeben die ich nicht am Sitz der Firma verbracht habe und bei denen ich 8 Stunden unterwegs war.
    Das FA möchte hierzu einen Nachweis, gibt es hierfür irgendeinen Vordruck oder ähnliches?
    Bin leider etwas verwirrt wie ich das Nachweisen soll ohne dem FA sämtliche Stundenzettel eines Jahres offenzulegen.

    Grüße
    Tobias

    • Thilo Rudolph

      Hallo Tobias,

      in dem Fall können Sie sich die Arbeitstage bzw. die Auswärtstätigkeit einfach formlos von Ihrem Arbeitgeber bestätigen lassen. Wenn es sich um unterschiedliche Arbeitsstellen handelt, müssend diese ggf. einzeln aufgelistete werden. Im Zweifelsfall können Sie auch bei Ihrem Sachbearbeiter beim Finanzamt nachfragen, wie ausführlich Sie die Angaben belegen sollen.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  19. Hallo Zusammen

    Meine Mutter bekommt seit dem Jahr 2000 eine kleine eigene Rente von ca 470.- und auch eine Rente aus NL von 200.-. Nun ist vor 2,5 Jahren Ihr Mann im Alter von 87 Jahren gestorben Jetzt erhält meine Mutter auch eine große Witwenrente von ca. 1255.- von Ihrem verstorbenen Mann , zusammen sind das ca. 1925.- Euro. Jetzt ist die Frage ob meine Mutter eine Steuererklärung für das Jahr 2018 machen muss bzw. ob sie überhaupt steuerpflichtig ist ?

    Mit freundlichen Grüßen
    Frank

    • Thilo Rudolph

      Hallo Frank,

      Rentner müssen immer dann eine Steuererklärung abgeben, wenn ihr Einkommen den Grundfreibetrag übersteigt. Eine Steuerklärung ist somit für alle verpflichtend, wenn der Gesamtbetrag der Einkünfte im Jahr 2018 den Grundfreibetrag von 9.000 Euro (Ledige) bzw. 18.000 Euro (Verheiratete) übersteigt. Die Steuerschuld errechnet sich dann auf Grundlage des zu versteuernden Einkommens – vereinfacht gesagt: Einkünfte abzüglich Werbungskosten und Sonderausgaben.

      Sie können einfach mal mit unserem Einkommenssteuer-Rechner ermittlen, wie hoch – grob gerechnet – die voraussichtliche Steuerbelastung ist.

      Wenn Sie alle Ihre Einkünfte und Ausgaben in unserem Programm Lohnsteuer kompakt eingeben, ist die Berechnung der voraussichtlichen Steuerschuld natürlich sehr viel genauer!

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  20. Hallo,

    für meinen Job kaufe ich Arbeitsmittel obwohl mein Arbeitgeber (AG) grundsätzlich Arbeitsmittel (Büromaterial) stellt. Grund ist, dass ich zum Beispiel mit einem Füller schreibe und die Kugelschreiber und speziellen (wenn auch teuren) Klarsichtmappen mit Klettverschluss um Klassen besser finde, als das Zeugs, dass der AG stellt. Das Finanzamt (FA) macht u.a. deswegen Stress und verlangt eine Erklärung des AG, dass er keine Arbeitsmittel stellt. Das ist aber ja nicht der Punkt, ich nutze sie nur nicht. Wie sieht das steuerlich aus, kann das FA, den Ansatz bei den Werbungskosten verweigern obwohl die Kosten (Rechnungen liegen vor) angefallen sind?

    Viele Grüße

    Frank

    • Thilo Rudolph

      Hallo Frank,

      bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

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