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Abgabefristen für die Steuererklärung

Abgabefristen für die Steuererklärung

/texte/2017/310/ © forium GmbH / Lohnsteuer kompakt.

Im Juni herrscht in den Finanzämtern Hochbetrieb: Nach dem Verstreichen der Abgabefristen müssen die Sachbearbeiter die Steuererklärungen für 2017 bearbeitet werden, die zum Stichtag 31. Mai eingegangen sind. Ihre ist noch nicht dabei? Sie haben die Abgabefrist verpasst?

Dann sollten Sie langsam in die Puschen kommen! Insbesondere dann, wenn Sie zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet sind.

Steuererklärung: Wer muss pünktlich abgeben?

Als Arbeitnehmer sind Sie zur Abgabe verpflichtet, wenn Sie im letzten Jahr:

  • gleichzeitig bei mehreren Arbeitgebern beschäftigt waren.
  • unversteuerte Einkünfte über 410 Euro hatten, etwa Honorare, Renten oder Mieten.
  • einen Freibetrag auf ihrer Lohnsteuerkarte eingetragen hatten.
  • mit Ihrem berufstätigen Ehepartner zusammenveranlagt waren und einer von Ihnen nach Steuerklasse V oder VI besteuert wurde oder wenn Sie beide mit der Steuerklassenkombination IV/IV das Faktorverfahren gewählt haben.
  • Lohnersatzleistungen bezogen haben, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen, zum Beispiel Elterngeld, Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld.

Selbstständige, Vermieter und Rentner müssen übrigens immer dann eine Steuererklärung machen, wenn ihr Einkommen den Grundfreibetrag von 8.820 Euro (2017 für Ledige, 2016: 8.652 Euro) bzw. 17.640 Euro (2017 für Verheiratete, 2016: 17.304 Euro) übersteigt.

Steuerberater sorgt für Fristverlängerung

Wenn Sie einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein beauftragt haben, sind Sie fein raus. Dann verlängern sich die Abgabefristen automatisch auf den 31. Dezember, sofern das Finanzamt nicht ausdrücklich eine frühere Abgabe verlangt. Der Grund für den späteren Termin ist simpel: Den Steuerexperten ist es nicht zuzumuten, die ganze Arbeit in den ersten fünf Monaten des Jahres zu erledigen.

Machen Sie die Steuererklärung für 2017 hingegen selbst, müssen Sie diese bis spätestens 31. Mai 2018 beim zuständigen Finanzamt eingereicht haben. Dieser Termin gilt auch, wenn Sie sich von Familienmitgliedern helfen lassen oder ein Steuerprogramm nutzen. Da in diesem Jahr der letzte Tag für die Abgabe auf einen Mittwoch und somit auf einen Wochentag fällt, gibt es auch keine Gnadenfrist wie in anderen Jahrenr: 2014 hatten Steuerzahler bspw. bis zum 1. Juni Zeit, ihre Unterlagen einzureichen. Der 31. Mai war damals auf einen Sonntag gefallen.

Haben Sie die Abgabefrist (31.05.2018) versäumt, dürfte das noch kein größeres Problem sein. In den ersten Tagen und Wochen haben die Finanzbeamten ohnehin alle Hände voll zu tun, um die bereits eingelaufenen Erklärungen zu bearbeiten. Die Abgabefristen der säumigen Steuerzahler werden daher meist kulanterweise nicht geprüft. Wenn Sie Ihre Formulare jetzt schnell nachreichen, werden Sie wohl keine Probleme bekommen.

Fristverlängerung beantragen

Können Sie jedoch absehen, dass Ihre Steuererklärung auch in den nächsten Wochen nicht fertig wird, bemühen Sie sich besser heute als morgen um eine Fristverlängerung. Diesen Antrag sollte man eigentlich schon vor dem 31. Mai einreichen und man hat auch keinen Anspruch darauf, dass das Finanzamt ihm statt gibt.

Beantragen Sie am besten eine stillschweigende Fristverlängerung, wenn Sie dann nichts mehr hören, ist Ihr Antrag genehmigt. Wichtig ist, dass Sie Gründe für Ihr Anliegen nennen. Dazu zählen beispielsweise ein Umzug, eine Dienstreise, Krankheiten oder fehlende Unterlagen. Akzeptiert das Finanzamt die Verlängerung, haben Sie in der Regel höchstens bis zum 30. September Zeit, womöglich aber auch nur kürzer.

Nutzen Sie einfach unseren Musterbrief für den „Antrag auf Fristverlängerung“!

 

Dickes Kreuzchen beim 31. Mai 2018!

Steuerzahler sollten sich Donnerstag, den 31. Mai 2018 im Kalenderjahr dick ankreuzen. Bis zu diesem Datum müssen sie die Steuererklärungen für das Jahr 2017 beim Finanzamt abgeben.

Zwar hat der Gesetzgeber bereits 2016 die Abgabefristen mit dem Steuermodernisierungsgesetz um zwei Monate verlängert, die Regelung gilt aber noch nicht für Jahressteuererklärungen für die 2016 und 2017! Darauf weist das Bundesfinanzministerium auch in einem aktuellen Schreiben hin (BMF-Schreiben vom 2. Januar 2018).

Erst für die Steuererklärung 2018 gibt es zwei Monate länger Zeit. So kann die Einkommensteuererklärung für das Jahr 2018 bis zum 31. Juli 2019 eingereicht werden. Steuerbürger, die die Hilfe eines Steuerberater in Anspruch nehmen, bekommen ebenfalls erst für die Steuererklärung für 2018 mehr Zeit. Für sie verlängert sich die Frist vom 31. Dezember des Folgejahres auf den 28. beziehungsweise 29. Februar des übernächsten Jahres (siehe Tabelle).

 

Abgabefristen für die Steuererklärung

Wenn Sie Ihre Steuererklärung… … freiwillig abgeben: …abgeben müssen
(mit Steuerberater)
Für das Steuerjahr 2013 31.12.2017 02.06.2014
(31.12.2014)
Für das Steuerjahr 2014 31.12.2018 01.06.2015
(31.12.2015)
Für das Steuerjahr 2015 31.12.2019 31.05.2016
(31.12.2016)
Für das Steuerjahr 2016 31.12.2020 31.05.2017
(31.12.2017)
Für das Steuerjahr 2017 31.12.2021 31.05.2018
(31.12.2018)
Für das Steuerjahr 2018 31.12.2022 31.07.2019
(29.02.2020)
Für das Steuerjahr 2019 31.12.2023 31.07.2020
(28.02.2021)

 

Einige Bundesländer bieten Fristverlängerung schon 2018 an!

Unter gewissen Voraussetzungen, können die Steuerbürger in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen schon für die Steuererklärung 2017 von der Fristverlängerung profitieren.

Alle Bürger, die ihre Steuererklärung für 2017 online, z. B. über Lohnsteuer kompakt, abgeben, haben automatisch bis zum 31. Juli 2018 für die Abgabe Zeit. Die Steuererklärung muss allerdings auf jeden Fall authentifiziert an das Finanzamt übermittelt werden. Dementsprechend muss sich der Steuerzahler im Elster-Portal der Finanzverwaltung registrieren und ein Zertifikat beantragen; ansonsten gilt weiterhin der Abgabetermin 31. Mai 2018.

Das persönliche Zertifikat hat auch weitere Vorteile: Sie können Ihre Steuererklärung bei Lohnsteuer kompakt komplett ohne Papier abgeben und alle Daten, die dem Finanzamt vorliegen, abrufen und übernehmen.

 

Abgabefrist verpasst? Irgendwann kommt die Mahnung!

Lassen Sie nichts von sich hören, wird Ihnen das Finanzamt früher oder später eine Mahnung schicken und Ihnen eine Frist setzen. Diesen Termin sollten Sie ernst nehmen, sonst kann ein Zwangsentgelt festgesetzt werden, außerdem droht ein happiger Versäumniszuschlag. Besser also, Sie melden sich rechtzeitig.

Verspätungszuschlag: Ab 2020 wird es teuer

Wird eine Steuererklärung verspätet abgegeben, kann das Finanzamt auch heute schon einen Verspätungszuschlag festsetzen. In § 152 AO wurde jetzt für zukünftige Steuerjahre ab 2018 genau geregelt, wann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag zwingend erheben muss. Der Sachbearbeiter hat dabei keinen Entscheidungsspielraum mehr, wie dies bisher der Fall war.

Der neue Mindestverspätungszuschlag beträgt 25,00 Euro für jeden angefangenen Verspätungsmonat. Ist ein Steuerzahler zur Abgabe verpflichtet, kann der Verspätungszuschlag erstmals 14 Monate nach dem Pflichtabgabetermin erhoben werden.

Beispiel: Geben Sie bei einer Pflichtveranlagung die Steuererklärung für 2018 ohne Steuerberater (Termin: 31.07.2019) nicht innerhalb von 14 Monaten ab, wird ab Dezember 2020 der Verspätungszuschlag erhoben. Pro Monat werden dann mindestens 25 Euro fällig.

Wer freiwillig abgibt, hat länger Zeit

Wenn Sie zu denjenigen gehören, die nicht zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet sind, muss Sie das alles gar nicht interessieren und Sie müssen die Abgabefristen nicht beachten. Der Fiskus erwartet kein Geld von Ihnen, sondern muss wahrscheinlich welches zurückzahlen.

Gerade deshalb tun Sie aber gut daran, die Einkommensteuererklärung nicht auf die lange Bank zu schieben. Von Rechts wegen hätten Sie lange genug Zeit: Bei freiwilliger Veranlagung bleiben grundsätzlich vier Jahre Zeit, eine Steuererklärung abzugeben. Das ist die normale Festsetzungsfrist nach § 169 Abs. 2 S. 1 Nr. 2 der Abgabenordnung (AO).

Ihre Steuererklärung für 2017 müsste also bis zum 31. Dezember 2021, 24 Uhr beim Finanzamt eingegangen sein, sonst ist die ganze Arbeit für die Katz.

Tipp

Fällt das Ende der Festsetzungsfrist auf einen Sonntag, einen gesetzlichen Feiertag oder einen Sonnabend, endet sie erst mit dem Ablauf des nächstfolgenden Werktags (2. Januar des Folgejahres).
(BFH-Urteil vom 20.1.2016, VI R 14/15)

Abgabefrist für die Steuererklärung für 2014 endet am 31.12.2018, 24 Uhr

Ende 2018 läuft die Frist für die Steuererklärung für 2014 endgültig aus. Da der 31.12.2018 ist ein Montag ist, muss auch die Steuererklärung für das Jahr 2014 am 31.12.2018, 24 Uhr dem Finanzamt vorliegen.

Lehnt der das Finanzamt die Antragsveranlagung wegen verspätetem Eingang der Unterlagen ab, hilft Ihnen in diesem Fall nur Einspruch gegen den Bescheid des Finanzamts einzulegen und im Zweifelsfall muss der Klageweg mit Hilfe eines Steuerberaters bzw. Rechtsanwalts in Steuerfragen in Ihrer Nähe eingeschlagen werden.

Besser ist es jedoch, man reizt den Spielraum nicht aus, sondern kümmert sich frühzeitig. Erfahrungsgemäß ist es leichter, die nötigen Unterlagen im Folgejahr zusammenzustellen, als vier Jahre später. Außerdem geht es ums Geld – wer will schon vier Jahre lang auf eine Rückzahlung warten?

68 Kommentare

  1. Pingback: Die besten Steuertipps 2015 für Arbeitnehmer - Lohnsteuer kompaktLohnsteuer kompakt

  2. Kann ich als Arbeitnehmer Beiträge für die Gewerkschaft steuerlich absetzen ?

    • Ja das geht und nennt sich Beiträge zu Berufsverbänden! Findet man unter „Werbungskosten“ in der Anlage N!

      LG
      Marhalt

  3. KANN ICH DIE KOTOFÜHRUNGSKOSTEN ABSETZEN

    • Thilo Rudolph

      Hallo Ashfag,

      das Finanzamt erkennt ohne Nachweise einen Pauschbetrag von 16 Euro pro Jahr für beruflich veranlasste Überweisungen als Werbungskosten an. Beträge, die darüber hinausgehen, sind als Werbungskosten nur mit dem Teil abzugsfähig, der auf die Buchung von Gehaltsgutschriften entfällt.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  4. Pingback: Rund ums Bloggen – Steuererklärung | clarabour.de

  5. Pingback: Steuererklärung für 2015 ab sofort verfügbar! - Lohnsteuer kompaktLohnsteuer kompakt

  6. Hallo,

    ich gebe zum erstenmal meine Steuererklärung ab. Ich möchte zunächst meine Steuererklärung für 2015 abgeben und dann gerne Rückwirkend noch die anderen Jahre also bis 2012. Ist das so möglich? oder muss ich erst die für 2012 abgeben und dann, wenn ich den Bescheid habe erst die nachfolgenden Jahre einreichen?

    Desweiteren bin ich in der zwischenzeit umgezogen. Muss ich dann die Steuererklärung an das vorherige Finanzamt senden oder an das jetzt zuständige Finanzamt von mir?

    • Hallo Anika,

      die Zuständigkeit des Finanzamts richtet sich nach dem Wohnort. Entscheidend ist der Wohnort zum Zeitpunkt der Abgabe der Steuererklärung, d.h. wenn Sie während des Jahres umziehen, ist das Finanzamt des neuen Wohnsitzes zuständig.

      Zwar vereinfacht die Abgabe der Einkommensteuererklärungen in chronologischer Reihenfolge die Bearbeitung, es ist jedoch nicht vorgeschrieben. Du kannst also die Erklärung für 2015 abgeben.

      Allerdings ist auch die Erstellung der Steuererklärung deutlich einfacher, wenn Du mit 2012 beginnst und dann die Datenübernahme von Lohnsteuer kompakt nutzt. Dann geht die Erstellung der Steuererklärung für 2013 und nachfolgende Jahre wirklich sehr schnell.

      Auch solltest Du bedenken, dass die Abgabefrist für die Steuererklärung für 2012 am 31.12.2016 endet.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  7. Guten Tag,
    wir haben unsere Steuerklärung für das Jahr 2011 erst im August 2016 gestellt und somit wahrscheinlich die notwendige Abgabefrist (31.12.2015) verpasst. Mit Schreiben vom 30.09.2016 hat das zuständige Finanzamt uns mitgeteilt, dass eine Veranlagung zur Einkommens- und auch Kirchensteuer sowie zum Solidaritätszuschlag abelehnt wird, „weil das Einkommen ganz oder teilweise aus Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit besteht, die Voraussetzungen des § 46 Abs. 2 Nr. 1 bis 7 EStG nicht gegeben sind“ und so die Begründung weiter … “ bei unbeschränkter oder beschränkter Steuerpflicht … der Antrag auf Veranlagung nach § 46 Abs. 2 Nr. 8 EStG nicht fristgerecht gestellt wurde.“

    Können wir hier noch etwas tun? Danke für Ihre Antwort

    • Sehr geehrter Herr Schmekel,

      bitte haben Sie Verständnis, dass wir insbesondere auch aus rechtlichen Gründen keine individuelle Steuerberatung – das darf nur ein Steuerberater oder Rechtsanwalt – durchführen dürfen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  8. hallo,

    zuerst einmal vielen Dank für die ausführlichen Informationen.

    Ich möchte gerne wissen, ob die Feststellung von Verlustvorträgen bis zu 7 Jahre aktuell noch gültig ist. Ich habe nämlich bis jetzt nur eine Steuererklärung für das Jahr 2015 gemacht. Habe aber v. 2009-2013 (BAchelor) & v. 2013-2015 (Master) absolviert. Frage: Kann ich jetzt noch für die Jahre 2009 bis 2012 die Steuererklärung abgeben?

    Vielen Dank im Voraus für die Rückmeldung.

    • Hallo Krohn,

      das Gesetz zur „Mo­der­ni­sie­rung des Be­steue­rungs­ver­fah­ren“ wird grundsätzlich am 1. Januar 2017 in Kraft treten.

      Mit Ablauf des Jahres 2016 verjährt eigentlich die Einkommensteuer 2012. Da der 31.12. in diesem Jahr auf einen Samstag fällt, kann die Erklärung zur Einkommensteuer 2012 sogar bis zum 2.1.2017 beim Finanzamt eingereicht werden.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

      • Hallo,
        mein Sohn hat seine Steuererklärung von 2012 am 2.1.2017 im Finanzamt abgegeben aber die Durchführung wurde abgelehnt, weil die Anlaufhemmung wegen eines bestimmten Paragraphen, fehlende Erklärungspflicht, nicht anwendbar ist. Gibt es da Ausnahmen?

      • Thilo Rudolph

        Hallo Franz,

        Sie haben grundsätzlich bis zu vier Jahre Zeit, um eine Steuererklärung einzureichen.

        Für das Steuerjahr 2012 war der letzte Tag für die Abgabe der Steuererklärung der 31.12.2016. Weil der 31.12.2016 ein Samstag war, hat sich der Abgabetermin auf den 2. Januar 2017 verschoben.

        Damit haben Sie im Vergleich zu anderen Jahren sogar noch zwei Tage länger Zeit, die notwendigen Formulare auszufüllen. Denn, fällt das Jahresende – wie am 31.12.2016 – auf einen Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag, endet die Festsetzungsfrist für Ansprüche aus dem Steuerschuldverhältnis erst mit Ablauf des nächstfolgenden Werktags, so der Bundesfinanzhof.

        Das Gericht stellt damit klar, dass die konkrete Fristenregelung gemäß Abgabenordnung für alle Arten von Fristen gilt, also auch für die 4-Jahres-Frist zur freiwilligen Abgabe der Steuererklärung.

        Quelle: Deutscher Steuerberaterverband e.V.

        Mit freundlichen Grüßen

        Thilo Rudolph
        Lohnsteuer kompakt

      • Hallo Herr Rudolph,

        zu Ihrer Antwort an Krohn am 16.12.2016.

        Mein Sohn hat seine Steuererklärung von 2012 am 2.1.2017 im Finanzamt abgegeben aber die Durchführung wurde abgelehnt, weil die Anlaufhemmung wegen eines bestimmten Paragraphen, fehlende Erklärungspflicht, nicht anwendbar ist. Gibt es da Ausnahmen?

        Danke im Voraus für eine Info

        Freundliche Grüße

      • Thilo Rudolph

        Hallo Franz,

        Sie haben grundsätzlich bis zu vier Jahre Zeit, um eine Steuererklärung einzureichen.

        Für das Steuerjahr 2012 war der letzte Tag für die Abgabe der Steuererklärung der 31.12.2016. Weil der 31.12.2016 ein Samstag war, hat sich der Abgabetermin auf den 2. Januar 2017 verschoben.

        Damit haben Sie im Vergleich zu anderen Jahren sogar noch zwei Tage länger Zeit, die notwendigen Formulare auszufüllen. Denn, fällt das Jahresende – wie am 31.12.2016 – auf einen Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag, endet die Festsetzungsfrist für Ansprüche aus dem Steuerschuldverhältnis erst mit Ablauf des nächstfolgenden Werktags, so der Bundesfinanzhof.

        Das Gericht stellt damit klar, dass die konkrete Fristenregelung gemäß Abgabenordnung für alle Arten von Fristen gilt, also auch für die 4-Jahres-Frist zur freiwilligen Abgabe der Steuererklärung.

        Quelle: Deutscher Steuerberaterverband e.V.

        Mit freundlichen Grüßen

        Thilo Rudolph
        Lohnsteuer kompakt

  9. Wolfgang Grande

    Die Steuererklärung wurde 29.12.2016 für 2012 per Elster an das Finanzamt gesandt. Reicht die Frist, oder muss ich bis 31.12.16 beim Finanzamt direkt vorstellig sein?

    • Thilo Rudolph

      Hallo Herr Grande,

      es tut mir leid, dass ich Ihnen erst heute antworten kann.

      Leider reicht der Versand per ELSTER nur aus, wenn Sie mit einem eigens beantragten Zertifikat Ihre Steuererklärung abgegeben haben.

      Nutzen Sie dagegen die Abgabe per ELSTER ohne Zertifikat – wie z.B. von Lohnsteuer kompakt angeboten – ist es erforderlich, die ausgedruckte und unterschriebene Erklärung ans Finanzamt zu senden, um die Frist zu wahren. Nur so werden Ihre per ELSTER übertragenen Daten vom Finanzbeamten abgerufen und bearbeitet.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  10. Schönen guten Tag,
    ich bin alg2 Bezieherin und habe ein Kleingewerbe angemeldet.
    Ich habe im Jahr 2015 knapp 1000 € Einnahmen gehabt ( kosten noch nicht von abgezogen).
    Hätte ich eine Einkommenserklärung machen müssen?
    Lieben Dank für die Hilfe

    • Hallo Carmen,

      normalerweiser gilt: Wer ein Kleingewerbe führt, muss jährlich eine Einkommensteuererklärung abgeben.

      Im Zweifelsfall sollte Sie bei Ihrem Finanzamt nachfragen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  11. kann ein selbstständiger ,die steuern für 2012 abgeben oder hat er auch die abgabepflicht von 4 jahren?

    • Thilo Rudolph

      Hallo Nicki,

      Selbstständige und Freiberufler müssen sich bis zum 31. Mai um die Steuererklärung für das Vorjahr kümmern. Für Sie ist die Abgabe bis zu diesem Termin verpflichtend.

      Hinzu kommt, dass der der Fiskus sich für die Gewinnermittlung interessiert. Normalerweise muss daher die Anlage „Einnahme-Überschuss-Rechnung – Anlage EÜR“ für die Gewinnermittlung genutzt werden. Kleinunternehmer mit Betriebseinnahmen unter 17.500 Euro jährlich müssen dagegen keine EÜR erstellen und abgeben, um Ihren Gewinn oder Verlust zu ermitteln. Sie können Ihren Gewinn (Einnahmen abzüglich Ausgaben) formlos ermitteln und einreichen. Dafür reicht zum Beispiel eine einfache tabellarische Aufstellung, die Sie z.B. per Excel erstellen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  12. Ich bin seit 2015 Witwe und habe 2 Kinder. Bin ich dazu verpflichtet die Steuererklärung abzugeben? Meine Kinder bekommen Halbwaisenrente und ich Witwenrente von der Berufsgenossenschaft.

    • Thilo Rudolph

      Hallo Alexandra,

      ob Sie eine Steuererklärung abgeben müssen hängt von der Höhe Ihrer Witwenrente und der restlichen Einkünfte ab.

      Rentner müssen immer dann eine Steuererklärung machen, wenn ihr zu versteuerndes Einkommen den Grundfreibetrag von 8.652 Euro (2016 für Ledige, 2015: 8.472 Euro) bzw. 17.304Euro (2016 für Verheiratete, 2015: 16.944 Euro) übersteigt. Wenn Sie beispielsweise 1.200 Euro Witwenrente p.M. erhalten, beträgt der steuerpflichtiger Anteil der Rente 10.080 Euro. In diesem Fall müssten Sie eine Steuererklärung abgeben. Den steuerpflichtigen Anteil Ihrer Rente können Sie mit unserem Rechner für die Rentenbesteuerung ermitteln.

      Die Halbwaisenrente Ihrer Kinder müssen Sie nicht in Ihrer Steuererklärung angeben.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  13. Hallo,
    ich bin ebenfalls dabei, dieses Jahr meine 1. Steuererklärung einzureichen
    Ich habe von 2012-2016 im Ausland studiert (Vollzeitstudium): 1 Jahr in Österreich (im 2. Semester abgebrochen) und 3 Jahre in Frankreich (fertig studiert). Dabei habe ich die ganze Zeit über Auslands-Bafög bekommen. Ende 2015 habe ich dann eine Studenten-Krankenversicherung abgeschlossen, weil ich eine Nebentätigkeit aufgenommen habe. Mittlerweile bin ich in Vollzeit berufstätig.
    Meine Frage lautet: Kann man als Auslands-Bafög-Empfänger Dinge wie Reisekosten, Unterkunft oder Studiengebühren steuerlich absetzen? Und ist die Studenten-Krankenversicherung ebenfallls steuerlich absetzbar?
    Vielen Dank im Voraus 🙂

    • Thilo Rudolph

      Hallo Ricky,

      die wichtigsten Antworten auf Ihre Fragen finden Sie sicher in unseren verschiedenen Blog-Beiträgen zum Thema „Steuererklärung für Studenten„.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Mit detaillierten Fragen sollten Sie sich an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt wenden, der Ihnen auch eine verbindliche Auskunft erteilen kann.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  14. Wenn ich es richtig verstehe, kannst du auch leider für 2012 keine Steuererklärung mehr abgeben.

  15. Ich habe seit 2011 keine Einkommenssteuer abgegeben. Muss ich nun eine Strafe erwarten? Wir haben Steuerklassen 3 und 5

    • Thilo Rudolph

      Hallo Thomas,

      wenn Sie zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet waren, kann es auch noch Jahre später dazu kommen, dass Sie von Ihrem Finanzamt unter Fristsetzung zu Abgabe der Steuererklärung aufgefordert werden.

      Im Zweifelsfall können Sie sich aber auch an Ihr zuständiges Finanzamt wenden und dort telefonisch eine Auskunft einholen.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Mit detaillierten Fragen sollten Sie sich an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt wenden, der Ihnen auch eine verbindliche Auskunft erteilen kann.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  16. Loreen Kumpies

    Hallo,
    ich will dieses Jahr meine erste Steuererklärung abgeben. Müsste aber 2015 und 2016 abgeben. Kann ich zwei Steuererklärungen pro Jahr abgeben?

    • Thilo Rudolph

      Hallo Loreen,

      zwar vereinfacht die Abgabe der Einkommensteuererklärungen in chronologischer Reihenfolge einem selbst und der Finanzverwaltung die Bearbeitung, es ist jedoch nicht erforderlich.

      Sie können also problemlos die Steuererklärung auch für vorangegangene Jahre abgeben, sofern Sie dies wollen. Wenn Sie Ihre Steuererklärung freiwillig abgeben, können Sie das auch noch für die Jahre 2013 – 2016 in diesem Jahr nachholen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  17. Meine Frau und ich geben eine gemeinsame Steuererklärung ab.
    Ich möchte Fristverlängerung beantragen. Vermutlich muß ich den Antrag im Namen beider Ehepartner stellen?
    Ist es zwingend, daß dann beide den Antrag unterschreiben müssen?
    Ich möchte natürlich nicht, daß der Antrag wegen einer Formalie abgelehnt wird. Andererseits wäre es technisch schwierig, die Unterschrift meiner Frau einzuholen.

    • Thilo Rudolph

      Hallo Gunther,

      nutzen Sie einfach unsere Musterbriefe, um eine Fristverlängerung bei Ihrem Finanzamt zu beantragen. Normalerweise stellt es kein Problem dar, wenn die Fristverlängerung nur von einem Ehepartner beantragt wird. Im Zweifelsfall sollten Sie vorab Ihren Sachbearbeiter beim Finanzamt informieren, das Ihre Frau sich z.B. derzeit nicht in Deutschland aufhält und daher die Unterschrift nicht eingeholt werden kann.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Mit detaillierten Fragen sollten Sie sich an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt wenden, der Ihnen auch eine verbindliche Auskunft erteilen kann.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  18. Hallo zusammen,

    2013-2016 war ich Azubi. Ich hatte einen Fahrtweg von ca. 60 Kilometer. Als Azubi habe ich keine Steuern gezahlt. Kann ich aber dennoch die Fahrtkosten, rückwirkend durch die Steuererklärung einreichen? Vielen Dank für die Antwort vorab.

    Einen schönen Wochenstart.

    BG

    MO

    • Thilo Rudolph

      Hallo Mo,

      selbstverständlich dürfen Sie auch eine Steuererklärung abgeben, aber mit welchem Ziel?

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Mit detaillierten Fragen sollten Sie sich an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt wenden, der Ihnen auch eine verbindliche Auskunft erteilen kann.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  19. Hallo,
    ich habe 2010 geheiratet. Seit 2012 keine Steuererklärung mehr abgegeben, möchte jetzt aber 2013-16 nachholen.
    Meine Frau hat Steuerklasse V (von 2013-jetzt) , 2016 wurde unser erstes Kind geboren, bis 2014 studierte meine Frau , 2015-2016 war sie berufstätig,ab Mai Elterngeld.
    Normalerweise wären wir doch verpflichtet, sind aber nie aufgefordert worden.
    Wird es von seiten des Finanzamts Probleme geben wenn ich jetzt die ESt-Erklärungen abgebe?
    Vielen Dank

    • Thilo Rudolph

      Hallo G.park,

      grundsätzlich sind Sie als Arbeitnehmer zur Abgabe einer Steuererklärung bis 31.05. des Folgejahres verpflichtet, wenn Sie im letzten Jahr mit Ihrem berufstätigen Ehepartner zusammen veranlagt waren und einer von Ihnen nach Steuerklasse V oder VI besteuert wurde oder wenn beide mit der Steuerklassenkombination IV/IV das Faktorverfahren gewählt haben.

      Wer eine Steuererklärung abgeben muss und das nicht fristgerecht macht, kommt zwar nicht ins Gefängnis, muss aber evtl. mit einem „Verspätungszuschlag“ rechnen. Der Verspätungszuschlag darf dabei bis zu zehn Prozent des festgesetzten Steuerbetrags ausmachen (Ermessensentscheidung des Finanzamts). Normalerweise wird ein solcher Verspätungszuschlag allerdings nicht ohne vorherige Aufforderung zur Abgabe der Steuererklärung durch das Finanzamt verhängt.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Im Zweifelsfall sollten Sie sich an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuersachen wenden, der Ihnen auch eine verbindliche Auskunft erteilen kann.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  20. Guten Tag,
    kann man die Entscheidung für eine Zusammen- oder Einzelveranlagung jedes Jahr neu treffen?
    Mein Mann ist zur Abgabe seiner Steuererklärung verpflichtet, ich hingegen nicht.
    Bei einer Zusammenveranlagung hab dann auch ich nur Zeit bis 31.05. des Folgejahres? Welche Veranlagung ist sinnvoll, oder kann man das pauschal nicht sagen?
    Vielen Dank.
    MfG Jessica

  21. Hallo, hab von 01.01.16 bis 31.05.16 gesamt ca. 30000euro brutto verdient. ich war von 01.06.2016 bis 01.08.2017 arbeitslos und bekam bis dahin alg1 mehr als 1000euro monatlich.muss ich Steuererklärung machen? wie berechnen die lohnhilfe-vereine mitgliedsbeitrag und beratungskosten? hängt vom brutto jahreseinkommen ab?
    danke

    • Hallo Mandarin,

      wenn Sie Lohnersatzleistungen bezogen haben, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen, zum Beispiel Elterngeld, Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld, sind Sie verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben. Lassen Sie nichts von sich hören, wird Ihnen das Finanzamt früher oder später eine Mahnung schicken und Ihnen eine Frist setzen.

      Die Kosten für einen Steuerberater liegen bei Einkünften von 30.000 Euro bei einem ledigen Arbeitnehmer zwischen 165,89 Euro und 1.160,49 Euro (abhängig von Leistung und Gegenstandswert). Die Steuerberater-Vergütungsverordnung (StBVV) regelt ganz genau welche Gebühren ein Steuerberater abrechnen darf. Unser Steuerberaterkosten-Rechner sagt Ihnen, mit welchen Kosten Sie abhängig von Ihrem Steuerfall rechnen müssen.

      Bei Fragen zu den Beiträgen der Lohnsteuerhilfevereien wenden Sie sich am besten an eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe. Die Beiträge richten sich nach der Höhe ihrer Einkünfte zzgl. einer Aufnahmegebühr.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  22. Hallo
    ich bin verheiratet haben 1 kind und steuerklasse 4/4 mit faktor wenn ich nun für nächstes jahr keinen Faktor beantrage muss ich dann immer noch die steuererklärung abgeben ?

    • Hallo Philipp,

      wenn Eheleute die Steuerklassenkombination IV/IV ohne Faktorverfahren haben, besteht keine Pflichtveranlagung. Es muss dann keine Steuererklärung abgegeben werden, sofern keine andere Gründe (z.B. Einkünfte au Vermietung, Lohnsteuerfreibeträge, o.ä.) vorliegen.

      Allerdings sollte man trotzdem eine Steuererklärung abgeben, da man in der Regel in allen Fällen, bei denen das Finanzamt keine Steuererklärung einfordert, Geld verschenkt.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  23. Hallo Phillip,

    ich bin eine Angestellte und habe das letzte mal mein Steuererklärung 2015 ( für das Jahr 2014 gemacht).

    Kann ich diese Jahr für 2015 und 2016 bis zum 31.07.2017 problemlos abgeben ?

    Zudem kommt dazu, dass ich am 25.12.2016 geheiratet habe, müssen wir dann für 2016 zusammen abgeben ?(wir haben beide noch lohnsteuer Klasse 1 )

    Mit freundlichen Grüßen

    • Hallo Jedday,

      die Steuererklärung für 2016 können Sie die Zusammenveranlagung oder die Einzelveranlagung für Ehegatten wählen. In der Regel ist die Zusammenveranlagung die steuerlich günstigere Wahl. Wenn Sie Lohnsteuer kompakt nutzen, wird Ihnen die Erstattung für die unterschiedlichen Veranlagungsarten für Ehegatten auch in der Berechnung angezeigt, so dass Sie sich dann für die für Sie günstigste Veranlagungsart entscheiden können.

      Im Gegensatz dazu müssen Sie die Steuererklärung für 2015 noch eine Einzelveranlagung abgeben, da Sie in dem Jahr ja noch ledig waren. Die freiwillige Abgabe der Steuererklärung für 2015 ist noch bis zum 31.12.2019 (siehe obige Tabelle „Abgabefristen für die Steuererklärung“) möglich.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  24. Guten Tag,

    meine Frist zur Abgabe der privaten ESt-Erklärung 2016 wurde verlängert bis zum 25.09.2017. Das ist ein Samstag. Kann ich die Erklärung in Ruhe am Montag, den 02.10.2017 digital-signiert per ELSTER einreichen?

    • Hallo Peter,

      der 25.09.2017 war der vergangene Montag. Wenn der Abgabetermin auf ein Wochenende oder Feiertag fällt, endet der der Termin für die Abgabe i.d.R. spätestens am darauffolgenden Werktag.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

      • Danke für deine Antwort, Thilo. Ich hatte mich verschrieben und meinte 30.09.2017 (Samstag) statt 25.09.2017. Alles klar, dann reiche ich am Montag ein per ELSTER.

  25. Hallo!
    Ich bin Arbeitnehmerin und war bisher nie zur Abgabe verpflichtet. Ich wollte jetzt meine Steuererklärungen für die Jahre 2013 -2016 machen. Dabei ist mir aufgefallen, dass es sein kann, dass ich mit dem Jahr 2013 steuerpflichtig geworden bin, da ich seit dem Jahr 2013 Kapitaleinkünfte über 410 EUR jährlich erhalte… sämtliche einreichungsfristen sind ja nun verstrichen – was kann passieren? Muss ich aufgrund meiner Unkenntnis mit Strafzahlungen rechnen?
    Vielen Dank!

    • Hallo Julia,

      mit Einführung der Abgeltungsteuer sollte das Besteuerungsverfahren für Einkünfte aus Kapitalvermögen vereinfacht werden und die Angabe von Kapitalerträgen in der Einkommensteuererklärung entfallen. Daher ist mit dem Abzug der Abgeltungsteuer die Steuerschuld für Kapitalerträge grundsätzlich abgegolten. Zusätzlich steht Ihnen für die Kapitalerträge ein Sparerpauschbetrag in Höhe von 801 Euro bei Alleinstehenden und 1.602 Euro bei Verheirateten zu.

      Nur wenn auf Ihre Kapitalerträge kein Abgeltungsteuer erhoben wurde und die Kapitalerträge über dem Sparer-Pauschbetrag lagen, müssten die Kapitalerträge in der Einkommensteuererklärung in der Anlage KAP angeben werden.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  26. Hallo,
    was passiert, wenn die Steuererklärung auch nach der Aufforderung nicht eingereicht wurde, so dass es zu einem Bescheid kam (mit einer Schätzung, die natürlich nicht zu Gunsten des Antragstellers ging) und die Widerspruchsfrist verstrichen ist und die (falsch) geschätzte Summe gezahlt wurde. Kann man das irgendwie wieder bekommen? Hilft es dann noch, die Steuererklärung abzugeben? Danke im Voraus.
    Freundliche Grüße
    Leo

    • Hallo Leo,

      bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wie in diesem Fall wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  27. Guten Tag!

    Als welche Kosten kann ich mein Fernstudium absetzen lassen? Ich habe bereits eine Ausbildung und absolviere das Studium um mich weiterzubilden. Ich arbeite auf Vollzeitbasis in meinem Ne.

    Liebe Grüße,
    Nina

    • Hallo Nina,

      als Fortbildungskosten können Sie alle Kosten abziehen, die Ihnen im Zusammenhang mit Ihrer Fortbildung entstanden sind. Dazu zählen im Besonderen Teilnahmegebühren und Lernmittel.

      Detaillierte Infos findebn Sie unter Fortbildungskosten.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wie in diesem Fall wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  28. Zhentao Jiang

    Guten Tag!

    zuerst vielen vielen Dank für die ausführlichen Informationen.

    Ich und meine Frau, wir haben unsere Steuererklärung von 2013 am 2.1.2018 im Finanzamt abgegeben.(Ich arbeitete seit 2009, und im Jahr 2013 arbeitete meine Frau noch nicht). Aber die Durchführung wurde abgelehnt. Der Bescheid vom Finanzamt meint: es ist nach Ablauf der gesetzlich festgelegten Antragsfrist (31.12.2017) zu gegangen ist, und ich kann Einspruch einlegen.
    Ich habe nur gedacht, der 31.12.2017 auf einen Sonntag fällt, deshalb habe ich erst bis zum 02.01.2018 abgegeben. Ist es als Grund hinreichend? Lohnt es sich noch, dass ich jetzt einen Steuerberater beauftrage?
    Vielen Dank!!

    • Thilo Rudolph

      Hallo Zhentao,

      die Frist, Ihre freiwillige Steuererklärung für das Jahr 2013 bei Ihrem Finanzamt einzureichen, ist am 31.12.2017 abgelaufen.

      Wenn Sie freiwillig eine Steuererklärung abgeben, dann haben Sie vier Jahre Zeit dafür. Ihre Steuererklärung muss am 31.12., 24 Uhr, beim Finanzamt sein. Es reicht nicht, wenn Sie Ihre Steuererklärung erst am 31.12. losschicken. Sie können aber Ihre Unterlagen auch noch bis 24 Uhr in den Hausbriefkasten Ihres Finanzamts einwerfen.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wie in diesem Fall wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  29. Hallo Herr Rudolf. Ich habe wie die Fam Zhentao für 2013 am 1.1.2018 abgegebennund ebenfalls eine Mitteilung (keinen Bescheid) erhalten, dass die Abgabefrist am 31.12.2017 abgelaufen sei. Ich habe oben in ihren Antworten und in einer Pressemitteilung auf ihrer Seite entnommen, dass jedoch der Bundesfinanzhof aber doch entschieden habe, dass wenn der 31.12. auf ein Wochenende fällt der nächste Werktag als Ende der Frist gilt. So in ihrem Beispiel auch für die Abgabe der freiwilligen Steuererklärung für 2012.
    Wo ist den nun der Unterschied zu 2012 und 2013 ???
    Vielen Dank vorab für ihre Antwort .

    • Hallo Lauter,

      Sie meinen wahrscheinlich das BFH-Urteil vom 20.1.2016, VI R 14/15:

      Fällt das Ende der Festsetzungsfrist auf einen Sonntag, einen gesetzlichen Feiertag oder einen Sonnabend, endet sie erst mit dem Ablauf des nächstfolgenden Werktags (2. Januar des Folgejahres).

      Schlussendlich hilft Ihnen in diesem Fall nur Einspruch gegen den Bescheid des Finanzamts einzulegen und im Zweifelsfall muss der Klageweg mit Hilfe eines Steuerberaters bzw. Rechtsanwalts in Steuerfragen in Ihrer Nähe eingeschlagen werden.

      Grundsätzlich erspart man sich viel Ärger, wenn mann die Steuererklärung vor dem 31.12. bei seinem Finanzamt abgibt.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  30. Guten Tag, Herr Rudolph.

    Vorab: Bin normaler Angestellter, geschieden und habe zeitlebens allein schon wegen permanent hoher Fahrtkosten immer eine Erstattung vom FA erhalten.

    Ich musste jedoch gerade mit Entsetzen feststellen, dass ich die Steuer-Erklärung für 2016 noch nicht abgegeben habe!

    Wegen fortwährender zeitlich intensiver Verfplichtungen beruflich wie privat hatte ich die Abgabe in den letzten Jahren immer mal wieder „verschwitzt“ und wurde dann vom FA einige Monate nach dem 31.05. mit großzügiger Fristsetzung an die Abgabe erinnert. Diese Schreiben waren über viele Jahre immer „An die Eheleute…“ adressiert, obwohl ich schon lange geschieden bin und meine Ex-Frau mit mir nicht im selben Haushalt lebt. Darauf hatte ich dann 2016 anlässlich der Einreichung für 2015 statt nur mündlich diesmal explizit mit Nachweisen hingewiesen.

    Ist vielleicht deshalb in 2017 die Erinnerung ausgeblieben, weil keine Abgabe-Pflicht mehr vorliegt? Sonst hat sich bzgl. steuer-relevanter „Umgebungs-Variablen“ in den letzten Jahren bei mir überhaupt nichts geändert.

    Im Rahmen meiner Erklärung für 2017 möchte ich nun jene für 2016 nachreichen. Muss ich mir Sorgen machen, dass dafür diesmal eine Ablehnung erfolgen könnte?

    Vielen Dank für Ihre Einschätzung!

    Beste Grüße

    P. Schulz

    • Thilo Rudolph

      Hallo P.Schulz,

      als Arbeitnehmer sind Sie nur unter bestimmten Bedingungen zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet (siehe obigen Artikel). Wenn Sie dagegen freiwillig abgeben, ist eine „verspätete“ Abgabe kein Problem. Es sind dann lediglich die geltenden Abgabefristen zu beachten. Wenn Sie innerhalb der Abgabefristen Ihre Steuererklärung abgeben, wird das Finanzamt auch die Annahme nicht verweigern.

      Im Zweifelsfall sollten Sie einfach Rücksprache mit Ihrem Sachbearbeiter beim Finanzamt halten.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  31. Hallo,
    ich nehme an, dass ein Tippfehler bei der gesetzlichen Grundlage für die Festsetzungsfrist unterlaufen ist. Diese ist nicht in § 160, sondern § 169 AO zu finden.

  32. ich bin Rentnerin mit einer Witwenrente.ich habe im jahr 15852,58 euro.muss ich eine Steuererklärung abgeben?

    • Thilo Rudolph

      Hallo Doris,

      Rentner müssen immer dann eine Steuererklärung machen, wenn ihr zu versteuerndes Einkommen den Grundfreibetrag von 8.652 Euro (2016 für Ledige, 2015: 8.472 Euro) bzw. 17.304Euro (2016 für Verheiratete, 2015: 16.944 Euro) übersteigt. Wenn Sie beispielsweise 1.200 Euro Witwenrente p.M. erhalten, beträgt der steuerpflichtiger Anteil der Rente 10.080 Euro. In diesem Fall müssten Sie eine Steuererklärung abgeben. Den steuerpflichtigen Anteil Ihrer Rente können Sie mit unserem Rechner für die Rentenbesteuerung ermitteln.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  33. Ich hab letztes Jahr erstmals freiwillig die steuererklärung abgegeben, weil sich der aufwand wegen des langen wegs zum arbeitsplatz und daraus resultierender Rückzahlung lohnte. Seit mitte 2017 ist aber meine neue anstellung fußläufig erreichbar und ich kann so gut wie nix erhebliches ansetzen. Mit Nachzahlungen ist auch nicht zu rechnen. Bin ich dem Finanzamt nun dauerhaft erklärungspflichtig? Es handelt sich bestenfalls um 1 paar kröten zu meinen Gunsten, die besonders fürs Finanzamt den Aufwand kaum lohnen?
    Vielen Dank im Voraus!

    • Thilo Rudolph

      Hallo Dan,

      wenn Sie nicht zu dem Personenkreis gehören, der eine Steuererklärung abgeben muss, dann sind Sie auch nach einer einmaligen Abgabe für die Folgejahre nicht zur Abgabe verpflichtet.

      In der Regel muss der Fiskus an Personen, die freiwillig abgeben Steuern zurückzahlen. Wenn Sie also keine Steuererklärung machen, verschenken Sie ggf. die Steuererstattung.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  34. Ich habe im letzten Jahr meine Steuererklärung erstmals eingereicht weil der Weg zum Arbeitsplatz den Aufwand rechtfertigte. Seit Mitte letzten Jahr ist mein neuer Arbeitsplatz aber fußläufig erreichbar und die zu erwartende Rückzahlung unerheblich. Mit Nachzahlungen rechne ich ebenfalls nicht. Bin ich gezwungen jetzt in jedem Jahr eine Steuererklärung einzureichen obwohl sich der Aufwand vor allem für die Finanzbehörde arbeit macht? Vielen Dank im voraus!

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