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Deutschlands schnellste Finanzämter 2016: Wer macht das Rennen?

Auch in diesem Jahr gilt wieder: Bis zum 31. Mai muss die Steuererklärung beim Finanzamt sein. Da viele Steuerzahler dieses Thema gerne vor sich her schieben, gibt es Ende Mai wieder einiges mehr für die Mitarbeiter im Finanzamt zu tun. Viele Bürger möchten natürlich so schnell wie möglich ihren Steuerbescheid erhalten. Wie schnell die Steuererklärung bearbeitet wird, hängt stark davon ab bei welchem Finanzamt man ist. Doch welches Finanzamt in Deutschland ist das schnellste oder gar das langsamste?

Bundesländer

Top: Ein echter „Hingucker“ war in diesem Jahr das Saarland. Mit 58 Tagen war das Bundesland insgesamt fast zehn Tage schneller als im Vorjahr und landet diesmal auf Platz 13. Flop: Ganz anders sieht das in Sachsen aus, hier brauchte man für die Bearbeitung der Steuererklärung knapp vier Tage mehr. Somit rutscht Sachsen dieses Jahr auf Platz elf.

Den ersten Platz sichert sich 2016 das Bundesland Berlin mit einer durchschnittlichen Bearbeitungsdauer von 45,2 Tagen. Ähnlich schnell wie der Gewinner (Hamburg) im Vorjahr. Allerdings waren nicht alle Länder so flink. Obwohl Bremen erneut auf dem letzten Platz landet, konnten die Mitarbeiter die Einkommensteuererklärungen durchschnittlich um acht Tage schneller bearbeiten. Allerdings lag die durchschnittliche Bearbeitungsdauer immer noch bei 71,8 Tagen.

 

Finanzämter

Aufsteiger 2016

Der Aufsteiger schlechthin war in diesem Jahr das Finanzamt Hagenow in Mecklenburg-Vorpommern. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit wurde um beachtliche 32 Tage reduziert. Damit verlässt Hagenow den letzten Platz aus dem Vorjahr und steigt auf den Platz 311 in der Gesamtliste auf.

Besonders hervorvorzuheben sind auch die Werte der Außenstelle Fürth, die zum Finanzamt Bensheim in Hessen gehört. Während der Erstplatzierte Bielefeld-Außenstadt (Nordrhein-Westfalen) im Jahr 2015 noch durchschnittlich 28,4 Tage für die Bearbeitung einer Steuererklärung benötigte, waren die Mitarbeiten der Außenstelle Fürth dieses Jahr sogar noch einen Tag schneller. Im Ergebnis mussten die Steuerzahler nur 27,3 Tage auf den Steuerbescheid warten.

 

Absteiger 2016

Einige Finanzämter können mit den Top-Bearbeitungszeiten einfach nicht mithalten. Im letzten Jahr noch auf Platz 24 in unserer Studie, rutscht das Finanzamt Schwarzenberg im Bundesland Sachsen in diesem Jahr auf den Platz 475. Ganze 31 Tage mehr Zeit brauchen die Sachbearbeiter dort, um eine Steuererklärung zu bearbeiten. Mit einer durchschnittlichen Bearbeitungsdauer von 68 Tagen landet das Finanzamt damit im letzten Drittel der diesjährigen Auswertung.

Auf dem letzten Platz landet in diesem Jahr das Finanzamt Bremerhaven Arbeitnehmerbereich (Land Bremen). Hier wartet man fast drei Monate (86 Tage) auf den Steuerbescheid. Immerhin hat sich der letzte Platz in diesem Jahr um einen Tag gegenüber der Vorjahresauswertung verbessert. Letztes Jahr wartete man noch 87 Tage auf den Steuerbescheid und die verdiente Steuererstattung.

Fazit

Alles in allem können wir sagen, dass sich die Bearbeitungszeiten an der Spitze wenig verändert haben. Hier gibt es nur kleine Unterschiede, was die durchschnittliche Bearbeitungsdauer angeht.  Diese liegt für eine Steuererklärung bei 53 Tagen für das gesamte Bundesgebiet. Damit konnten wir nur eine leichte Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr feststellen. Damals lag die Bearbeitungszeit einer Steuererklärung mit 52,6 Tagen nur geringfügig niedriger.

Lohnsteuer kompakt: Bearbeitungszeit für Ihr Finanzamt

Schnellstes Finanzamt 2016

Wie lang die aktuelle Bearbeitungszeit Ihres Finanzamtes ist, können Sie in unserem Finanzamt-Verzeichnis oder direkt bei der Bearbeitung Ihrer Steuererklärung einsehen.

Die Daten der Studie von Lohnsteuer kompakt beantworten die Frage, wie lange ein Steuerzahler im Jahresdurchschnitt auf seinen Steuerbescheid wartet. Die Bearbeitungszeiten der Finanzämter wurden anhand von rund 200.000 über Lohnsteuer-kompakt.de erstellten Einkommensteuererklärungen anonym erhoben.

Es wurden 506 Finanzämter berücksichtigt (Vorjahr: 466), an die jeweils mindestens 25 Steuererklärungen übermittelt wurden. (Zeitraum: Juni 2014 bis Mai 2015)

Hier finden Sie die vollständige Pressemitteilung!

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