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Geldanlagen und Steuer – wie passt das zusammen?

In unserem heutigen Zeitalter ist es wichtig, dass Vermögen – egal wie groß oder klein es auch ausfallen mag – sinnvoll angelegt wird. Einerseits, weil die Rente schon lange nicht mehr sicher ist und in absehbarer Zeit sich diesbezüglich auch keine Veränderung abzeichnen wird. Auf der anderen Seite aber auch, weil herkömmliche Geldanlagen wie das Sparbuch oder Festgeld schon lange nicht mehr die Renditen mit sich bringen, die man sich als Anleger wünscht. Das Geld verliert an Wert, ohne dass es ausgegeben wird. Ein Fakt, der nicht einfach akzeptiert werden sollte.

Wer sich jedoch für das Thema Geldanlage ein wenig interessiert und auch nicht abgeneigt ist, in diesem Zusammenhang selbst aktiv zu werden, der wird gute Geldanlagen finden können, die sich perfekt für den Vermögensaufbau eignen.

In der Regel handelt es sich dabei um sogenannte spekulative Geldanlagen wie Aktien, Indexe, Rohstoffe, Devisen, CFDs, ETFs oder auch Binäre Optionen. Also Geldanlagen, die keine feste Rendite und auch keine feste Laufzeit mit sich bringen und beliebig in alle Richtungen entwickeln können. Dies bringt den Vorteil, dass sehr hohe Gewinne möglich sind. Diesen Gewinnen steht jedoch auch ein Risiko gegenüber, welches nicht aus den Augen verloren werden darf.

 

Nicht das Finanzamt vergessen

So groß die Freude über einen ordentlichen Gewinn auch sein mag – sie bringt auch immer die Frage mit sich, in welchem Umfang das Finanzamt daran beteiligt werden muss. Schließlich ist dies immer an den geldwerten Vorteilen der Verbraucher interessiert und verdient gerne mit.

Auch bei Gewinnen aus Geldanlagen ist dies nicht anders. Das Finanzamt verlangt eine Abgeltungssteuer, die pauschal bei 25 Prozent liegt. Hinzu kommen 5,5 Prozent für den Solidaritätszuschlag. Wer zudem einer Kirche angehört, muss zusätzlich auch an die Kirchensteuer denken. Alles in allem also eine ordentliche Summe, die dabei zusammenkommt und dem Finanzamt zur Verfügung gestellt werden muss.

Allerdings gibt es auch etwas Positives in diesem Zusammenhang zu vermelden. So wird die Abgeltungssteuer nur auf den bereinigten Gewinn fällig. Das bedeutet, dass vom erzielten Gewinn alle Ausgaben abgezogen werden können, die mit der Geldanlage in Verbindung gebracht werden. Also unter anderem Gebühren für den Handel, Kosten für Ein- und Auszahlungen und die Gebühren für das Depot beziehungsweise Handelskonto. Hinzu kommt, dass jeder Anleger einen Freibetrag hat. Bei alleinstehenden Personen sind dies 801 Euro pro Jahr. Bei verheirateten Personen sind es 1602 Euro pro Jahr. Diese Beträge müssen nicht versteuert werden und können direkt vom Gewinn in Abzug gebracht werden.

 

Online Broker richtig auswählen

Um das Thema Steuer nicht zu einer endlosen Geschichte werden zu lassen, kann es sinnvoll sein, schon bei der Auswahl des passenden Brokers darauf zu achten, wie dieser mit diesem Thema umgeht. Entscheiden Sie sich für einen Broker aus Deutschland, dann können Sie die Abfuhr der Steuern direkt über den Broker vornehmen lassen. Sie müssen dafür lediglich einen entsprechenden Freistellungsauftrag ausfüllen. Zudem zeigen die Erfahrungen von onlinebroker.net, dass dieser Schritt über ausländische Broker leider nicht möglich ist. Entscheiden Sie sich für einen solchen, dann sind Sie auch für Ihre Steuern alleine verantwortlich und müssen diese auf der Steuererklärung vermerken.

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