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Steuern sparen mit Geldanlagen

Welcher Verbraucher strebt es nicht an, auf Dauer Steuern zu sparen? Keine Ausgabe ist derart unbeliebt, wie an den Fiskus Steuerabgaben zu bezahlen. Dennoch sind Steuern viel mehr als ein „notwendiges Übel“ das jeder Bürger auf Zwang bezahlen muss. Steuern dienen der Allgemeinheit und schützen viele Menschen in unserer Demokratie. Ist es nicht mehr als kompliziert, sich mit den Steuergesetzen auseinanderzusetzen? Ja – nicht selten sind viele Steuergesetze Auslegungssache. Außerdem gibt es zahlreiche Regelungen, die den Verbraucher nicht immer sofort klar durchblicken lassen.

Genau deshalb ist es gut, sich einen Steuerberater mit ins Boot zu holen, damit man als ehrlicher Steuerbürger seine Pflichten erfüllt. Eine Einkunftsart, wenn es um Sachen steuerpflichtige Einnahmen geht, sind die „Einkünfte aus Kapitalvermögen“.

Was bedeutet diese Anlage für den Sparer mit Vermögen? In dieser Anlage sind alle Einnahmen aus Vermögen ordnungsgemäß zu versteuern. Gibt es wirklich derzeit genug Zinsen, dass die Erträge aus Kapitalvermögen steuerpflichtig werden und welche Anlageformen lohnen sich, um in Sachen Vermögensanlage Steuern zu sparen?

Natürlich bietet dieser Ratgeber allenfalls einen groben Überblick, welche Finanzinstrumente sich in Sachen Steuern lohnen. Letztendlich kann nur ein Steuerberater für jeden Bürger verbindliche Auskünfte erteilen. Doch hier darf jeder Verbraucher erfahren, was im Grundsatz in Sachen Geldanlage zu beachten ist, damit man als solider Bürger gegenüber dem Finanzamt auftritt.

 

Abgeltungssteuer und Freistellungsauftrag

Bereits im Jahre 2009 wurde der damals gültige Sparerfreibetrag durch die Abgeltungssteuer abgeschafft. Während vor dem Jahr 2009 alle Zinserträge, die über dem Sparerfreibetrag lagen, mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden mussten, wurde mit der Regelung der Abgeltungssteuer alles vereinfacht. Was heißt das genau?

Alle Zinseinnahmen, die über dem Pauschbetrag für Ledige von 801 Euro (Verheiratete 1.602 Euro) liegen, werden mit der Regelung der Abgeltungssteuer pauschal versteuert. Der Sparerfreibetrag und der Freibetrag für Werbungskosten wurden somit zusammengefasst. Das erklärt auch, warum es „Zinseinnahmen, die der Abgeltungssteuer unterliegen“ gibt. Im Klartext kann jeder Sparer bei seiner Bank einen sogenannten Freistellungsauftrag abgeben. Alle Zinsen, die bist zu diesem gestellten Betrag anfallen, unterliegen keiner Abgeltungssteuer. Alle Zinseinnahmen, die über dem Pauschbetrag liegen, müssen mit der Abgeltungssteuer ordnungsgemäß versteuert werden. Die Bank führt diese Steuer ganz automatisch an das zuständige Finanzamt ab.

 

Ist der Zinssatz nicht zu niedrig für die Versteuerung?

Im aktuellen Umfeld am Geld- und Kapitalmarkt werden kaum noch Zinsen bezahlt. Somit stellt es kaum eine Überraschung dar, dass bei Festgeldern und Sparbüchern kaum Zinserträge anfallen, die der Abgeltungssteuer unterliegen. Das war zu Hochzinsphasen ganz anders.

Wer damals zum Beispiel 10.000 Euro zu einem Zinssatz von 6% pro Jahr angelegt hat, musste für dieses Summe 600 Euro Zinsertrag versteuern. Diese Zeiten sind längst vorbei. Auch in naher Zukunft ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Zinsen auf einfache Festgelder und Anlageformen bei der Hausbank wieder ansteigen werden.

Mittlerweile nutzen aus diesem Grund viele Anleger gute Finanzanlagen, die im Depot verwahrt werden. Die Investition in Sachwertanlagen lohnt sich meist besser, als wenn in Zeiten der Nullzinspolitik das Geld bei Bank oder Sparkasse auf dem Festgeld angelegt wird.

 

Müssen Zinsen aus modernen Finanzanlagen auch versteuert werden?

Es ist viele Jahre her, in denen die Kursgewinne auf Aktien und Immobilien praktisch nicht zu versteuern waren. Somit ist es ein fairer Vorgang, dass alle Anlagen, die im Wertpapier-Depotkonto verwahrt werden, in den Einnahmen versteuert werden müssen. Wie kann hier der Verbraucher sich den schnellen Durchblick verschaffen? Ganz einfach: Jeder Depot-Anleger kann einmal im Jahr auf die Steuerbescheinigung warten, die ihm seine Depotbank ausstellt. Hier sind alle Erträge genau aufgeführt, die mit der Abgeltungssteuer versteuert werden. In der Regel ist damit die Steuer automatisch abgeführt.

Nicht selten haben Depotinhaber Zinseinnahmen aus dem Ausland. Wie sieht es hier in Sachen Steuerpflicht aus? Auf der Steuerbescheinigung sieht jeder Verbraucher ganz genau, wie die steuerliche Erfassung erfolgen muss. Meist wird es für den Anleger sehr einfach dargestellt, dass er mit der angefallenen Abgeltungssteuer jeder Steuerpflicht bereits nachgekommen ist.

Pauschal kann man sagen: Mit Einführung der Abgeltungssteuer ist vieles in Sachen Versteuerung aller Einnahmen aus dem Kapitalvermögen vereinfacht worden. Gerade komplizierte Depotanlagen weisen in der Jahressteuerbescheinigung alles aus, was für das zuständige Finanzamt relevant ist.

 

Mit Depotanlagen von Wertsteigerungen profitieren

Längst schon setzen viele Investoren auf innovative Anlageprodukte, die im Depot verwahrt werden. Wie bereits erwähnt ist bei Vermögensbeteiligungen in Form von Aktien oder anderen Sachwertanlagen mehr zu verdienen als bei herkömmlichen Bankprodukten. Genau aus diesem Grund sollte jeder Verbraucher, der ein kleines Vermögen angespart hat, sich nach guten Anlagestrategien umsehen. Pauschal kann man sagen: Jede Anlageform im Depot bietet bessere Renditechancen als die Festgeldanlagen der Bank.

Wer mehr in Sachen Vermögensaufbau erfahren möchten, kann sich hier informieren: Depotvergleich.com

 

Gute Vermögensstrategie mit der richtigen Mischung im Depot

Aufgrund der Marktlage ist es somit kein Geheimnis, dass viele Anleger auf kostengünstige Depotstrategien setzen. Dabei ist es nicht immer leicht, den richtigen Durchblick zu bewahren. Sind die Aktien nicht schon längst zu teuer, um dort noch sinnvoll zu investieren? Ist ein Immobilienfonds überhaupt noch lukrativ? Sollten wir nicht besser in einer anderen Währung unser Geld anlegen, um uns vor Währungsschwankungen mit dem Euro zu schützen? Fragen über Fragen…

Natürlich kann dieser Ratgeber niemals eine persönliche Beratung ersetzen. Jeder Anleger muss genau die Strategie wählen, die am besten zu ihm passt. Es hängt vom Anlagehorizont, von der Risikobereitschaft und vom Anlageziel ab, welche Art der Anlage zum Verbraucher passt.

Eines jedoch ist eine gute Strategie, die sich schon über Jahre hinweg bewährt hat: Wer streut, rutscht nicht aus. Somit ist es gut, niemals mit seinen Anlageprodukten alles auf ein einziges Pferd zu setzen. Schließlich war das „Klumpenrisiko“ noch nie ein guter Ratgeber.

 

Wie war das mit der Pizza?

Ein anderes Beispiel: Wer eine Pizza nur mit Käse belegt, wird sicher auf Dauer kein intensives Geschmackserlebnis genießen. Auf eine gute, gesund belegte Pizza gehören Kräuter, viele Arten vom Gemüse, Wurst oder Käse und vieles mehr mit dazu. Dabei ist es natürlich mehr als wichtig, dass die Pizza als gesamtes Gericht genau dem Menschen schmeckt, der sie isst. Hier sind die Geschmäcker natürlich sehr verschieden. Es gibt Vegetarier, Veganer, Fisch- oder Fleischliebhaber. Manche Menschen lieben die gesunde, kalorienbewusste Ernährung, andere Leute möchten die fettige Pizza mit viel Salami.

Ähnlich ist es bei der Wahl der richtige Depotstrategie. Manche Menschen scheuen das Risiko, andere Verbraucher setzen auf kurzfristig orientierte, schnelle Kursgewinne. Dennoch sollte jeder Spekulant niemals sein ganzes Vermögen auf eine Karte setzen. Es ist wie bei der gesunden Ernährung auf Dauer: Die richtige Mischung macht´s! Selbst wer schnell Geld mit einer guten Depotstrategie verdienen möchten, sollte niemals den letzten Notgroschen an der Börse in spekulative Geschäfte investieren. Schließlich kann jeden Tag die Pizza, die nur mit Käse belegt ist, auch nicht zur besten Gesundheit beitragen, oder?

 

Beratungsprotokoll

Zum Schutz vieler Anleger dient das Beratungsprotokoll. Grundsätzlich wird bei jedem Depot, das eröffnet wird, dieses Protokoll erstellt. Hier muss jeder Kunde genau angeben, wie er über die Vermögensanlage in Sachen Anlagedauer, Risikobereitschaft, Anlageziele und vieles mehr denkt. Aufgrund dieser Angaben entfallen viele Produkte für die Geldanlage automatisch. Somit kann ein Anleger, die jegliches Risiko scheut, niemals eine Aktienanlage tätigen, wenn er nach den Ergebnissen im Beratungsprotokoll handelt.

Letztendlich ist es mehr als kompliziert, die stets richtige Anlagestrategie, auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten, zu finden. Das Beratungsprotokoll hilft dabei, dass jeder Verbraucher die richtige Anlageentscheidung trifft. Wer sein Vermögen gut strukturiert mischt, hat gute Chancen darauf, dass er richtig handelt.

Dass alle Zinserträge einkommensteuerpflichtig sind, ist kein Geheimnis. Mit Einführung der Abgeltungssteuer jedoch ist vieles deutlich vereinfacht worden.

 

Fazit

Welche Anlagestrategie zu welchem Verbraucher passt, gilt es stets vor dem Abschluss eines Geschäftes herauszufinden.

 

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