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Welche Steuern müssen Profifußballer abführen?

Deutschland ist weit über die Landesgrenzen hinaus für die hohen Steuern bekannt. Diese gelten für alle Menschen, die in diesem Land ihren Erstwohnsitz haben. Einschränkungen aufgrund des Berufes oder ähnlichem werden hierbei nicht gemacht. Dabei verlegen vor allem die Spitzenverdiener ihren Erstwohnsitz ins Ausland um dort von den geringeren Steuersätzen oder eventuell eine Steuerbefreiung entsprechend dem Beruf zu profitieren.

Steuersätze in Deutschland

In Deutschland sind die Steuern klar definiert. Der Regelsteuersatz liegt bei 42 Prozent. Menschen, die über ein hohes Einkommen verfügen, können einem höheren Steuersatz zugeordnet werden. So kann bei Spitzenverdienern, wie bei Fußballprofis der Spitzensteuersatz zum Einsatz kommen. Dieser liegt bei 45 Prozent des Einkommens. Um in dieser Kategorie zu fallen, sind Einnahmen von mehr als 500000 Euro jährlich notwendig. Auch die weiteren Abgaben errechnen sich entsprechend dem Einkommen. Bei Personen, die nicht als Arbeitnehmer einzustufen sind, sondern selbstständig einer Arbeit nachkommen, werden die Steuern nicht monatlich abgeführt und anschließend eine Berechnung vorgenommen. So werden auch bei Fußballprofis die Einnahmen zu einem späteren Zeitpunkt abgeführt. Die Ermittlung kann eine Nachzahlung erforderlich machen. Ebenfalls wird entsprechend der Zahlen eine Vorauszahlung für das laufende Jahr errechnet und in Rechnung gestellt.

 

Nachberechnung erforderlich

Bei Profifußballern sind wie auch bei jedem anderen Selbstständigen die Steuern durch eine jährliche Erklärung zu ermitteln. Diese wird, wie jede andere Einkommenssteuerklärung auch, nach Abschluss eines Jahres erstellt. Darin werden alle Einnahmen und die damit verbundenen Ausgaben aufgelistet. Auch die privaten Bereiche, wie Kinderfreibeträge und ähnliches fließen in die Berechnungen ein. Deren Einnahmen wie Kindergeld und Ausgaben für die Betreuung und Unterhalt sind anzugeben. Die Berechnungen ergeben nicht selten eine Nachzahlung. Diese Summen werden für die Ermittlung der Vorauszahlung verwendet. Durch die Vorauszahlung, die in monatlichen oder vierteljährlichen Raten erfolgen kann, soll die Nachzahlung des laufenden Jahres verringert werden. Auf diese Weise wird darauf gesetzt, dass die finanziellen Belastungen gleichmäßiger verteilt werden.

 

Steuerarten bei Spitzenverdienern

Bezüglich der Steuerarten zeigen sich keine großen Unterschiede zwischen den Fußballprofis und einem gewöhnlichen Arbeitnehmer. Dies bedeutet, dass in erster Linie die Einkommenssteuer berechnet wird. Weitere Steuerarten sind vom Lebensstil und der Anlage des Geldes abhängig. Ein Beispiel hierfür kann die Kapitalertragssteuer sein. Diese wird durch die Anlage des Geldes fällig, wenn Zinsen entstehen und an den Anleger ausbezahlt werden.

 

Wohnortwechsel bringt Steuervorteile

Deutschland gehört nach wie vor zu den Ländern, die den Fußballern keine Steuervorteile bieten. Um die Abgaben an den Staat deutlich zu reduzieren, sind immer wieder Umzüge in andere Länder zu erkennen. Damit verbunden wechseln viele gute Fußballer ihren Verein ins Ausland. Die Steuern in anderen Ländern sind oftmals geringer. So greift in Italien ein spezieller Steuersatz für diese Berufsgruppe, die deutlich unter dem Spitzensteuersatz liegt. Ähnliches lässt sich in Spanien beobachten, die lediglich 24 Prozent der Einnahmen abführen müssen. England bietet Profisportlern mit einem Zweitwohnsitz in England an, dass Einnahmen durch Werbeverträge nicht versteuert werden müssen. In Dänemark liegt der Steuersatz für die Profifußballer bei 30 Prozent. Der Wechsel zeigt sich nicht nur in Deutschland, sondern kann ebenfalls in anderen europäischen Ländern beobachtet werden. Verbunden mit dem Wohnortwechsel ergeben sich Veränderungen im Fußballverein, welcher durch hohe zusätzliche Beträge auf dem Konto, in Kauf genommen werden. Bei einem jährlichen Verdienst von mehreren Millionen Euro machen bereits Steuerunterschiede von 10 bis 15 Prozent viel Geld aus. Durch die Veränderungen der europäischen Gesetze ist ein Umzug in ein anderes Land zum Spielen in den jeweiligen Ligen und Vereinen nicht mehr notwendig. Dies erleichterte den Transfer von Spielern und macht es Steuerflüchtlingen erheblich leichter.

 

Veränderungen bei Einkommensverhandlungen

Wie auch alle anderen Arbeitgeber handeln auch Fußballprofis mit den jeweiligen Vereinen, bei denen sie einen Vertrag haben, die jährlichen Einnahmen aus. Diese sind meist Vertragsbestandteil und lassen sich erst für den nächsten Vertrag neu verhandeln. Um keinen Umzug in Kauf nehmen zu müssen, haben sich bei den Verhandlungen nicht die Bruttoeinnahmen, sondern die Nettosummen durchgesetzt. Auch wenn theoretisch die Steuer durch den Spieler bezahlt wird, wird diese praktisch von den jeweiligen Vereinen übernommen. Dies hat den Vorteil, dass die Spieler wissen, welche jährlichen Einnahmen bestehen und der Reiz zum Umzug ins Ausland mit einem geringeren Steuersatz geringer ist. Bereits die Zugehörigkeit bei einem deutschen Verein kann zur Verwendung der deutschen Steuersätze notwendig sein.

 

Gewinne ohne Steuerpflicht

Während die Fußballprofis für die Einnahmen, die sich durch das Spiel erlangen, Steuern an die jeweiligen Länder bezahlen müssen, gilt dies nicht für diejenigen, die Wetten über die Spieler und Mannschaften abgeben. Diese Gewinne sind entsprechend der Gesetzgebung steuerfrei. Von den guten Fähigkeiten der einzelnen Spieler profitieren Spieler und Tipper. Während gute Spieler höhere jährliche Summen aushandeln können, steigen für die Tipper die Chancen, dass ein Sieg zu verzeichnen ist. Je nach Buchmacher können die Gewinne höher oder niedriger sein, wenn es zu einem Sieg kommt. Dies ist, wie auch bei www.fussballwetten.info von den jeweiligen Quoten für den Sieg der entsprechenden Mannschaft abhängig. Alle Gewinne, die sich durch die Teilnahme am Glücksspiel ergeben, müssen nicht versteuert. Hierbei spielt die Höhe des Gewinns keine Rolle, da es keinerlei Staffelungen für Gewinne gibt.

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