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Witwenrente: Kürzung von Rente und Freibetrag wegen höheren Einkommens

Die Witwenrente ist – ebenso wie andere Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung – mit dem hohen Besteuerungsanteil steuerpflichtig bzw. in Höhe des persönlichen Rentenfreibetrages steuerfrei (§ 22 Nr. 1 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStG). Dieser Rentenfreibetrag wird im zweiten Rentenbezugsjahr einmal ermittelt und dann zeitlebens festgeschrieben. „Regelmäßige“ Rentenanpassungen führen nicht zu einer Neuberechnung des Rentenfreibetrages. Vielmehr wandert jede Rentenerhöhung in voller Höhe in den steuerpflichtigen Topf.

Bei Witwen- oder Witwerrenten wird eigenes Einkommen auf die Rente angerechnet und führt bei Überschreiten von Freibeträgen zu einer Kürzung der Rente. Diese Einkommensermittlung und -anrechnung erfolgt jährlich jeweils zum 1. Juli und damit auch irgendwie „regelmäßig“. Wenn das anrechenbare Einkommen steigt, kann die Witwen- oder Witwerrente gekürzt werden. Die Frage ist, ob in diesem Fall auch der Rentenfreibetrag entsprechend gekürzt wird.

Aktuell hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass bei einer Änderung der Rente, die nicht auf regelmäßige Anpassungen (am 1. Juli) zurückgeht, der steuerliche Rentenfreibetrag neu zu berechnen ist. Dies gilt insbesondere bei Witwen- oder Witwerrenten, die sich aufgrund der Einkommensanrechnung vermindern oder erhöhen. Dabei wird der Rentenfreibetrag in dem Verhältnis angepasst, in dem der veränderte Renten-Jahresbetrag zum bisherigen Renten-Jahresbetrag steht, aus dem der Rentenfreibetrag berechnet wurde (BFH-Urteil vom 17.11.2015, X R 53/13).

Der Fall: Der Witwer hat im Jahre 2007 eine Witwerrente nach seiner verstorbenen Frau in Höhe von 8.600 Euro bezogen. Der Rentenfreibetrag betrug 4.300 Euro (da die verstorbene Frau bereits vor 2005 Altersrente bezogen hatte). Im Jahre 2008 hat nun der Witwer höhere eigene Einkünfte, die nach Überschreiten von Freibeträgen auf die Witwerrente anzurechnen sind und zu einer Kürzung auf 6.400 Euro führen. Der Witwer meint, dass der bisherige Rentenfreibetrag von 4.300 Euro zeitlebens unverändert bleibe, doch die Finanzrichter kürzen den Rentenfreibetrag im gleichen Verhältnis auf 3.200 Euro . Die Neuberechnung des Rentenfreibetrages erfolgt nach folgender Formel: 6.400 : 8.600 x 4.300 = 3.200 Euro .

Lohnsteuer kompakt: Der Rentenfreibetrag wird ebenfalls bei vorgezogenen Altersrenten neu berechnet, wenn diese zu hohen eigenen Einkommens zu einer Teilrente mutieren (und umgekehrt), sowie bei Rentennachzahlungen oder Rückzahlung von Rentenbeträgen.

34 Kommentare

  1. Dieter Gemlich

    Wie lange braucht ein Rentner dem der Ehepartner verstorben ist keine Steuererklärung abgeben?

    • Sehr geehrter Herr Gemlich,

      die Abgabe der Steuererklärung ist auch durchzuführen, wenn der Ehepartner verstorben ist. Hier gibt es von Seiten der Finanzbehörden keine Ausnahme. Es ist sogar so, dass auch für den verstorbenen Ehepartner einer Steuererklärung für das Jahr, in dem der Partner verstorben ist, abzugeben ist.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  2. Ich werde 1.000 € Witwerente von mein Mann kriegen, wiefil Stunden darf ich arbeiten, ohne abzüge zu kriegen? Er war Beamte.

    • Hallo Frau Wolf,

      nach dem Erreichen der Regelaltersgrenze dürfen Sie soviel dazuverdienen, wie Sie wollen. Ein Hinzuverdienst von mehr als 450 Euro ist auch möglich, dann wird der Verdienst aber mit der Rente versteuert und erhöht entsprechend den Einkommenssteuersatz. Geburtsjahrgänge ab 1964 können die Regelaltersrente erst nach Vollendung des 67. Lebensjahres beziehen.

      Für detaillierte Auskünfte wenden Sie sich am besten direkt an die Deutsche Rentenversicherung.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  3. Jens-uwe Fahl

    meine mutti bekommt eigene rentne und witwennente zusammen ca 1300 brutto muß sie da steuern zahlen ?

    • Thilo Rudolph

      Hallo Jens-Uwe,

      Rentner müssen immer dann eine Steuererklärung abgeben, wenn ihr Einkommen den Grundfreibetrag von 8.820 Euro (2017 für Ledige, 2016: 8.652 Euro) bzw. 17.640 Euro (2017 für Verheiratete, 2016: 17.304 Euro) übersteigt.

      Bei einer monatlichen Rente von 1.300 Euro wird Ihre Mutter wohl eine Steuererklärung abgeben müssen. Im Zweifelsfall können Sie aber einfach auch bei Ihrem zuständigen Finanzamt telefonisch nachfragen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  4. Hallo meine Mama erhält 1500 € Witwenrente Brutto 150 € Rente einer Betrieblichen Rente und sie Arbeitet auf 450,00€ basis. Muss sie sehr viel nachzahlen?

    • Thilo Rudolph

      Hallo Jana,

      ob und wie viel Steuern Ihre Mutter ggf. zahlen muss, lässt sich pauschal nicht beantworten.

      Die Steuerschuld errechnet sich auf Grundlage des zu versteuernden Einkommens; vereinfacht gesagt: Einkünfte abzüglich Werbungskosten und Sonderausgaben.

      Sie können aber einfach mal mit unserem Einkommenssteuer-Rechner ausprobieren, ob sich grob gerechnet eine Erstattung ergibt. Der Rechner zeigt Ihnen die voraussichtliche Steuerschuld an.

      Wenn es sich bei dem 450-Euro-Job um einen Minijob handelt, müssen Sie diese Einkünfte in der Regel nicht in der Steuererklärung angeben.

      Wenn Sie alle Ihre Einkünfte und Ausgaben in unserem Programm Lohnsteuer kompakt eingeben, ist die Berechnung der voraussichtlichen Steuerschuld natürlich sehr viel genauer!

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  5. Arkasha Rhaan

    Hallo,

    ich erhalte in meiner Firma, wenn ich nicht Krank werde, mittlerweile eine mtl. Prämie in Höhe von 250 € mtl., die jedoch sofort weg fällt, falls ich krank werde. Des weiteren gibt es in manchen Monaten eine Umsatz/Erfolgsprämie die ca. 70 € betragen kann, die aber nicht gezahlt werden muss, kann die Firma auch streichen. Ist nicht Bestandteil des Arbeitsvertrages.
    Werden solche Erfolgsprämien zum Bruttoeinkommen dazu gezählt?
    Wenn ja, wer zahlt jedoch den Ausgleich, wenn die Firma diese Prämien plötzlich nicht mehr ausbezahlt?

    LG
    Arka

  6. Arkasha Rhaan

    Sehe gerade, dass meine Frage aus obigen Post etwas missverständlich von mir ausgedrückt wurde.
    Ich möchte gerne wissen, wenn Erfolgsprämien zum Bruttoeinkommen hinzu zählen sollten und mir aufgrund dessen die Witwenrente gekürzt werden sollte, – plötzlich jedoch mein Arbeitgeber nicht mehr die Erfolgsprämien bezahlt, dann müsste ich ja wieder mehr Rente bekommen? Wie soll das funktionieren, denn man weiß ja nie im Voraus welchen Monat es mal eine Umsatzprämie gibt und wann nicht? In diesem Jahr wurde z.B. nur 1x die Umsatzprämie bisher ausbezahlt, letztes Jahr jedoch ca. jeden zweiten Monat? Oder zählen solche Sonderprämien zum Bruttoeinkommen nicht hinzu?

    • Thilo Rudolph

      Hallo Arkasha,

      für eine individuelle Auskunft zu Ihrer Witwenrente wenden Sie sich am besten direkt an die Deutsche Rentenversicherung. Sie können auch online einen Beratungstermin vereinbaren oder das Service-Telefon 0800 1000 4800 nutzen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  7. wolfgang reiche

    Eine anfrage. Ich bekomme eine Altersrente von1.255.93 und eine Witwenrente von 354.60.Meine frage wie viel darf ich Saison bedingt dazu verdienen .Und wieviel wird mir abgezogen.

    • Thilo Rudolph

      Hallo Wolfgang,

      nach dem Erreichen der Regelaltersgrenze dürfen Sie soviel dazuverdienen, wie Sie wollen. Einnahmen bis zu 450 Euro zählen als Minijob und müssen nicht in der Steuererklärung angegegeben werden, wenn diese pauschal mit zwei Prozent versteuert werden. Ein Hinzuverdienst von mehr als 450 Euro ist auch möglich, dann wird der Verdienst aber mit der Rente versteuert und erhöht entsprechend den Einkommenssteuersatz.

      Bei Fragen zu der Hinzuverdienstgrenze für Frührentner wenden Sie sich am besten an die Deutsche Rentenversicherung. Dort erhalten Sie unter der Servicenummer 0800 1000 4800 Antworten auf Ihre Fragen rund um Rente und Rehabilitation.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  8. Mein Vater ist Rentner, bekommt jährlich 14.435,04 Euro Rente, dazu 2.746,44 Betriebsrente, und seit knapp einem Jahr 4.265,16 Witwerrente. macht zusammen 21.446,64 Euro. Er wird jetzt wieder eine Steuererklärung machen müssen, wie muss er vorgehen? Sich selber melden, beim Steueramt, oder einen Steuerberater aufsuchen? Er hat keine Ahnung, und ich auch nicht. Ab wann muss er dann eine Steuerklärung machen? Dieses Jahr schon? Bitte um Antwort, danke

    • Thilo Rudolph

      Hallo Martina,

      ein Rentner ist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, wenn er mit seinem Gesamtbetrag der Einkünfte den jährlichen Grundfreibetrag übersteigt. Im Jahre 2017 beträgt der Grundfreibetrag 8.820 Euro für Ledige und 17.640 Euro für Verheiratete.

      Hat das Finanzamt Grund zu der Annahme, dass Ihre Einkünfte über dem Grundfreibetrag liegen, wird es Sie auffordern, eine Steuererklärung abzugeben – im schlechtesten Fall auch rückwirkend bis zum Jahr 2005.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  9. griesshammer bernd

    bin 83 jahr habe 1191 rente 553,77 witw rente und17,30 betribrente
    50prozentschwerbehidertausweis 36eursterbekasse63eurmalteser22eurversicherung
    mus jrtzt 215,euro steu ern bezahlen ist das korekt ?

    mit ja oder nein bin ich zufrieden über eine antwort würde ich mich sehr freuen

    vielen dank.

    • Thilo Rudolph

      Hallo Bernd,

      wie hoch Ihre Steuerschuld ist, lässt sich pauschal nicht beantworten.

      Ein Rentner ist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, wenn er mit seinem Gesamtbetrag der Einkünfte den jährlichen Grundfreibetrag übersteigt. Im Jahre 2017 beträgt der Grundfreibetrag 8.820 Euro für Ledige und 17.640 Euro für Verheiratete.

      Geben Sie doch einfach mal alle Ihre Daten bei Lohnsteuer kompakt ein, um zu prüfen, wie sich Ihre Ausgaben auf Ihrer Steuerschuld auswirken. So lange Sie die Steuererklärung nicht abgeben, können Sie Lohnsteuer kompakt mit allen Hilfen, Tipps, Ratgebern und der Druckvorschau der Steuerunterlagen ausgiebig und kostenlos nutzen.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  10. Hallo,
    Ich bin noch in die Steuerklasse 3, als Witwe. Ich bekomme mtl. 780 Euro als Witwenrente nach meinem Mann, er war Beamte. Dazu verdiene ich mtl. noch ca. 1.000 Euro als freiberufliche Musikerin. Dazu habe ich ca 5.000 Euro im Jahr Verlust.
    Meine Fragen:
    1. Ist der Witwenrente die Steuer schon abgezogen?
    2. Wird die Rente und der Verdienst als freiberufliche Musikerin zusammen kalkuliert und versteuert?
    3. Wird der Verlust auch wahrgenommen?
    4. Bald werde ich auf Steuerklasse 1 eingeordnet. Meine Daten die ich oben angegeben habe, bleiben gleich. Wieviel Steuer werde ich dann bezahlen?
    Vielen Dank,
    A.W.

    • Hallo A.W.,

      • 1. nein
      • 2. ja
      • 3. ja, wenn der Verlust von Ihrem Finanzamt anerkannt wird.
      • 4. Das lässt sich ohnen weitere Angaben nicht beantworten. Nutzen Sie doch bitte unseren Steuererstattung-Rechner, der Ihnen eine grobe Vorabinfo über die zu erwartende Steuerschuld geben kann. Ein weitaus genaueres Ergebnis erhalten Sie, wenn Sie Ihre Daten direkt in unsere Anwendung Lohnsteuer kompakt eingeben.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  11. Hallo
    beziehe ein Vollrente von 1.500€ und seit okt.2017 eine Witwenrente von 159.00€
    Zusätzlich habe ich einen 450€ Job
    Jetzt wird mir die Witwenrente gekürzt
    Auf 7.30€. Muss ich jetzt die 450€ bei meiner Steuererklärung angeben?
    Für eine Auskunft wäre ich Ihnen dankbar.
    Mit freundlichem Gruß

    • Hallo A.Peters,

      der geringfügig Beschäftigte selbst zahlt keine Steuern oder Versicherungsbeiträge für seinen Minijob. Die Einkünfte aus dem Minijob müssen Sie daher nicht in der Steuererklärung angeben.

      Möglich ist aber auch, dass der Minijob mit der Lohnsteuerkarte des Minijobers individuell versteuert wird. Dann ist der Minijob auch in der Einkommensteuererklärung unter „Arbeitnehmer > Lohnsteuerbescheinigungen“ zu erklären. In diesem Fall muss Ihr Arbeitgeber Ihnen aber auch eine Lohnsteuerbescheinigung aushändigen.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  12. Guten Abend
    Möchte gerne wissen wie das gerechnet wird meine Rente das sind 600,Euro & Witwerente 1140,Euro,muss ich da schon Steuern zahlen.
    MFG Erika H.

    • Hallo Renate,

      von der Rente ist ein festgelegter Anteil zu versteuern, der Rest bleibt (noch) steuerfrei. Wie viel sie von Ihren Renteneinkünften versteuern müssen, richtet sich nach dem Jahr Ihres Renteneintritts. Für Personen, die im Jahr 2005 oder vorher in Rente gingen, lag der steuerfreie Anteil bei 50 Prozent. Aus der nicht zu versteuernden Rente wird ein (persönlicher) Freibetrag gebildet, sodass diese Rentner ab 2005 einen „Rentenfreibetrag“ von 50 Prozent nutzen können. Dieser Rentenfreibetrag bleibt lebenslang unverändert.

      Seit 2005 steigt der sog. Besteuerungsanteil jährlich um zwei Prozentpunkte, ab 2021 um einen Prozentpunkt pro Jahr. So müssen Personen, die ab 2040 in Rente gehen, ihre gesetzlichen Renteneinnahmen voll versteuern.

      Mit unserem Rechner zur Rentenbesteuerung ermitteln Sie schnell und einfach den Besteuerungsanteil der Rente und den Rentenfreibetrag.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  13. Elfriede Diesing

    Ich bekomme 622€ Witwenrente ab Oktober verdiene 1100 Euro wird mir nun viel an Lohnsteuer berechnet habe Angst viel nachzahlen zu müssen

  14. Guten Tag,
    mein Vater erhält seit 1993 seine Altersrente sowie Betriebsrente (1740,- €), zusätzlich bekommt er seit 2017 eine Witwerrente (210,- €). Insgesamt also monatlich 1950,- €. Er ist im Glauben, keine Einkommenssteuer zahlen zu müssen; so wurde es ihm wohl mal von seiten des Finanzamtes mitgeteilt. Solange meine Mutter noch lebte, mag das wohl stimmen aber ich bin der Meinung, das sich das seit 2017 nun geändert hat. Der Steuerfreibetrag für Alleinstehende liegt ja weit unter dem, was er an Einkünften bezieht. Daher meine Frage: er ist doch zur Abgabe einer Steuererklärung und somit der Zahlung von Steuern verpflichtet? Möchte ihn gern aufgrund seiner Unwissenheit vor Strafe (Nachzahlung) schützen.
    Danke im Voraus für Ihre Antwort.

    mit freundlichen Grüßen
    Astrid Klein

    • Hallo Astrid,

      von der Rente ist ein festgelegter Anteil zu versteuern, der Rest bleibt (noch) steuerfrei. Wie viel sie von Ihren Renteneinkünften versteuern müssen, richtet sich nach dem Jahr Ihres Renteneintritts. Für Personen, die im Jahr 2005 oder vorher in Rente gingen, lag der steuerfreie Anteil bei 50 Prozent.

      Mit unserem Rechner zur Rentenbesteuerung ermitteln Sie schnell und einfach den Besteuerungsanteil der Rente und den Rentenfreibetrag.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefer gehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  15. Guten Tag,
    Meine Mutter bekommt aus Deutschland ca 450 Euro Witwenrenteund ca 850 Euro aus Luxemburg.
    Muss Sie eine Steuererklärung machen obwohl die deutsche Witwenrente unter dem Steuerfreibetrag liegt?
    Danke im Voraus für Ihre Antwort

    • Hallo Thomas,

      jeder Rentner, der eine ausländische Rente bezieht, sollte prüfen, ob ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zwischen Deutschland und dem Staat, der die Rente auszahlt, vorliegt.

      In vielen DBA ist geregelt, dass die ausländische Rente im Ansässigkeitsstaats des Rentners zu versteuern ist. Sollten Sie trotz dieser Regelung eine Steuer im Ausland bezahlt haben, müssen Sie sich diese dort erstatten lassen. Jedes DBA hat allerdings eigene Regelungen, daher empfiehlt es sich, das DBA mit Luxemburg genau zu prüfen.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  16. Annette Steinhoff

    Ich beziehe seit 2014 eine Witwenrente (850 €), die mit Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit (1500 €)zusammentrifft. Außerdem habe ich Mieteinnahmen und ein Gewerbe. Bei der Berechnung der Witwenrente werden die auf dem Steuerbescheid ausgewiesenen Verluste aus Mieteinnahmen und Gewerbe (trotz Widerspruch) nicht anerkannt. Begründung: Bei der Witwenrente handelt es sich um eine Unterhaltsleistung, die der Staat in Vertretung des verstorbenen Ehegatten übernimmt. Das finde ich eine sehr befremdliche Formulierung… Ist dem so? Ich sehe hier eine Ungleichbehandlung: Verluste kann ich nicht geltend machen; Gewinne muss ich geltend machen.

    Und zum zweiten: Werden bei der Besteuerung der Witwenrente (bei mir in Höhe von 69%) die og. Verluste seitens des Finanzamtes berücksichtigt? Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

    • Thilo Rudolph

      Hallo Annette,

      die Witwen- beziehungsweise Witwerrente wird nur dann in voller Höhe gewährt, wenn das eigene Erwerbs- beziehungsweise Erwerbsersatzeinkommen einen bestimmten Freibetrag nicht erreicht. Seit dem 1.7.2018 beträgt dieser bei Wohnsitz in den alten Bundesländern 845,59 Euro, in den neuen 810,22 Euro. 40 Prozent des den Freibetrag übersteigenden Einkommens wird von der Witwen-Rente abgezogen. (siehe https://www.deutsche-rentenversicherung.de)

      Wenn Sie einen Verlust aus Vermietung oder einem normalen Gewerbebetrieb erzielen, kann dieser in der Einkommensteuererklärung mit anderen positiven Einkünften, beispielsweise aus einer Angestelltentätigkeit oder aus Rentenzahlungen, steuermindernd verrechnet werden. Für einige Einkunftsarten (z. B. Kapitaleinkünfte, Veräußerungsgeschäfte, u. a.) ist eine solche Verlustverrechnung nicht möglich.

      Verluste aus Liebhaberei werden vom Finanzamt überhaupt nicht anerkannt und können daher auch nicht mit positiven Einkünften verrechnet werden. Liebhaberei liegt vor, wenn Sie keine Gewinn- bzw. Einkunftserzielungsabsicht haben.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine individuelle steuerliche Beratung durchführen dürfen. Bei tiefergehenden Fragen wenden Sie sich daher bitte für eine verbindliche Auskunft an einen Steuerberater oder Rechtsanwalt in Steuerfragen in Ihrer Nähe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  17. Osterloh Sabine

    Meine mutter bezieht seid 1996 eine witwenrente von ca 700€ und eine mütterrente von ca 500€.
    Ist sie damit einkommensteuerpflichtig ?! Vielen dank im voraus

    • Thilo Rudolph

      Hallo Sabine,

      ob und wie viel Steuern Ihre Mutter ggf. zahlen muss, lässt sich pauschal nicht beantworten. Die Steuerschuld errechnet sich auf Grundlage des zu versteuernden Einkommens; vereinfacht gesagt: Einkünfte abzüglich Werbungskosten und Sonderausgaben.

      Sie können aber einfach mal mit unserem Einkommenssteuer-Rechner ausprobieren, ob sich grob gerechnet eine Erstattung ergibt. Der Rechner zeigt Ihnen die voraussichtliche Steuerschuld an.

      Rentner müssen übrigens immer dann eine Steuererklärung machen, wenn ihr Einkommen den Grundfreibetrag übersteigt. Eine Steuerklärung ist somit für alle verpflichtend, wenn der Gesamtbetrag der Einkünfte (Einnahmen abzüglich Werbungskosten und/oder Betriebsausgaben) im Jahr 2018 den Grundfreibetrag von 9.000 Euro (Ledige) bzw. 18.000 Euro (Verheiratete) übersteigt.

      Wenn Sie alle Ihre Einkünfte und Ausgaben in unserem Programm Lohnsteuer kompakt eingeben, ist die Berechnung der voraussichtlichen Steuerschuld natürlich sehr viel genauer!

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

  18. Ingeborg Stockmann

    Meine Tochter ist alleinerziehende Witwe mit 2 Söhnen 10 und 14 Jahre alt.
    Wieso muß eine Witwe, die ohnehin zusehen muß,monatlich über die Runden zu kommen, auch noch doppelt Steuer zahlen ?
    Es ist beschämenswert für unseren Staat, daß er sich auch am Geld der Witwen vergreift, welches den eigenen Kindern auch zugute kommen könnte !? Soviel zum Thema Unterstützung der Kinder in unserem Land.
    Hier ist unbedingt am besten Vorgestern eine Änderung fällig.

    • Thilo Rudolph

      Hallo Frau Stockmann,

      mit Ihrem Anliegen sollten Sie den Kontakt zu Ihrem Bundes- und/oder Landtagsabgeordneten suchen und Ihr Anliegen und die Dringlichkeit vorbringen.

      Auf der Seite des Bundestages finden Sie Ihren Abgeordneten und die entsprechenden Kontaktdaten: https://www.bundestag.de/abgeordnete.

      Mit freundlichen Grüßen

      Thilo Rudolph
      Lohnsteuer kompakt

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