Arbeitnehmer, die 2022 die Energiepreispauschale von ihrem Arbeitgeber erhielten, mussten die Zahlung als Arbeitslohn versteuern. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat nun entschieden, dass diese Besteuerung verfassungsgemäß war. Das Urteil vom 11.06.2026 betrifft damit die Rechtsfrage, die hinter früheren Einspruchsempfehlungen stand. Einen neuen Anspruch auf eine Energiepreispauschale schafft die Entscheidung dagegen nicht.
Kategorie: Urteile
Kindergeld nach EU-Zuzug: BFH klärt Voraussetzungen und Darlehen
Kindergeld nach EU-Zuzug hängt nach den ersten Monaten des Aufenthalts nicht allein davon ab, ob ein Elternteil arbeitet. Zwei BFH-Urteile zeigen, wann wirtschaftlich nicht aktive EU- und EWR-Bürger anspruchsberechtigt sein können und welche Rolle Sozialleistungsdarlehen dabei spielen. Entscheidend sind die konkreten Voraussetzungen für das Aufenthaltsrecht, insbesondere ausreichende Existenzmittel und ein ausreichender Krankenversicherungsschutz.
Immobilien-Seminar als Werbungskosten absetzen
Wer vermietete Immobilien selbst verwaltet und dafür eine kostenpflichtige Fortbildung besucht, kann die Seminarkosten unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich geltend machen. Ein aktuelles Urteil des Sächsischen Finanzgerichts zeigt: Vermieter können ein Immobilien-Seminar als Werbungskosten absetzen, wenn die Inhalte ausreichend mit der Erzielung von Mieteinnahmen zusammenhängen.
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Verspätungszuschlag bei Lohnersatzleistungen: Hohe Zuschläge sind zulässig
Wer Kurzarbeitergeld oder andere Lohnersatzleistungen bezogen hat, muss unter Umständen eine Einkommensteuererklärung abgeben. Wird die Erklärung erst Jahre später eingereicht, kann ein hoher Verspätungszuschlag bei Lohnersatzleistungen entstehen – selbst wenn die eigentliche Steuernachzahlung vergleichsweise gering ausfällt. Ein Urteil des Finanzgerichts Köln zeigt, dass ein Verspätungszuschlag von mehreren Hundert Euro rechtmäßig sein kann.
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Steuerhinterziehung beim Dienstwagen: Arbeitsweg korrekt angeben
Wer einen Dienstwagen auch privat nutzen darf, muss den daraus entstehenden geldwerten Vorteil versteuern. Zusätzliche steuerliche Folgen entstehen, wenn der Firmenwagen für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte genutzt werden kann. Arbeitnehmer sollten dabei insbesondere auf korrekte Angaben zur Entfernung achten. Denn falsche Kilometerangaben können im Extremfall als Steuerhinterziehung beim Dienstwagen gewertet werden.
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Schulförderverein als Schulgeld absetzen: Das gilt nach dem BFH-Urteil
Schulförderverein als Schulgeld absetzen – das kann nach einem neuen Urteil des Bundesfinanzhofs möglich sein. Entscheidend ist nicht allein, wie die Zahlung bezeichnet wird oder an wen sie unmittelbar fließt. Maßgeblich ist, ob das Geld wirtschaftlich als Entgelt für den normalen Schulbetrieb einer begünstigten Schule verwendet wird.
Unfallversicherung im Homeoffice: Ist der Weg zum Mittagessen versichert?
Wer im Homeoffice arbeitet und in der Mittagspause das Haus verlässt, um sich etwas zu essen zu kaufen, kann dabei gesetzlich unfallversichert sein. Die Unfallversicherung im Homeoffice erfasst solche Wege jedoch nicht automatisch. Entscheidend ist, wie eng der Weg mit der beruflichen Tätigkeit und den betrieblichen Abläufen verbunden ist.
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Verspätungszuschlag bei Feststellungserklärung: BFH verschärft Fristen für Personengesellschaften
Wer an einer Personengesellschaft beteiligt ist, denkt bei Steuerfristen oft zuerst an die eigene Einkommensteuererklärung. Bei einer GbR, OHG oder Partnerschaftsgesellschaft kommt jedoch eine weitere Erklärung hinzu: die Feststellungserklärung. Wird sie verspätet abgegeben, kann ein Verspätungszuschlag bei Feststellungserklärung entstehen – selbst dann, wenn bei den Gesellschaftern am Ende keine Einkommensteuernachzahlung anfällt.
Nichtabgabe einer Steuererklärung: Wie weit darf das Finanzamt zurückgehen?
Viele Arbeitnehmer gehen davon aus, dass sie keine Einkommensteuererklärung abgeben müssen, wenn ihr Arbeitslohn bereits über die Lohnsteuer abgerechnet wurde. In vielen Fällen stimmt das auch. Gefährlich wird diese Annahme aber, wenn Ehegatten oder Lebenspartner die Steuerklassenkombination III/V gewählt haben. Dann kann trotz Lohnsteuerabzug eine Pflicht zur Abgabe der Steuererklärung bestehen.
Werbungskosten bei Leerstand: Wann das Finanzamt Kosten anerkennt
Wenn eine vermietete Wohnung leer steht, laufen viele Kosten weiter: Darlehenszinsen, Hausgeld, Grundsteuer, Versicherungen, Heizkosten oder Renovierungskosten. Steuerlich sind Werbungskosten bei Leerstand aber kein Selbstläufer. Entscheidend ist, ob Sie die Immobilie weiterhin ernsthaft vermieten wollen.
Kindergeld trotz Zweitstudium: Wann Freistellungen bei der 20-Stunden-Grenze zählen
Ein volljähriges Kind studiert weiter und arbeitet gleichzeitig mehr als 20 Stunden pro Woche: In solchen Fällen lehnt die Familienkasse Kindergeld häufig ab. Besonders schwierig wird es, wenn das Kind zwar grundsätzlich eine höhere Wochenarbeitszeit hat, vom Arbeitgeber oder Dienstherrn aber wegen Prüfungen, Hausarbeiten oder Praxiszeiten teilweise freigestellt wird. Genau dann stellt sich die Frage: Gilt für das Kindergeld die vereinbarte Arbeitszeit oder die durch Freistellungen tatsächlich reduzierte Arbeitszeit?
Pfändungsfreigrenzen 2026: Höhere Freibeträge ab 1. Juli 2026
Wer Schulden hat und dessen Einkommen gepfändet wird, darf trotzdem nicht mittellos werden. Genau dafür gibt es die Pfändungsfreigrenzen. Sie sollen sicherstellen, dass Schuldnerinnen und Schuldner weiterhin ihren notwendigen Lebensunterhalt bestreiten können – etwa für Miete, Lebensmittel, Kleidung und laufende Kosten des Alltags.
Umzugskosten als Werbungskosten absetzen: Taxikosten zur Wohnungsbesichtigung
Wer wegen eines neuen Arbeitsplatzes umzieht, kann die Kosten häufig steuerlich geltend machen. Besonders interessant ist dabei eine Frage, die in der Praxis schnell Streit mit dem Finanzamt auslöst: Lassen sich auch Taxikosten für Wohnungsbesichtigungen abziehen? Das Sächsische Finanzgericht hat dazu entschieden, dass solche Kosten als Werbungskosten berücksichtigt werden können, wenn der Umzug beruflich veranlasst ist und die Aufwendungen nachgewiesen werden.
Kapitalabfindung für Direktversicherung: Verfassungsbeschwerde zur Fünftel-Regelung anhängig
Die Kapitalabfindung für Direktversicherung bleibt steuerlich umstritten. Viele Arbeitnehmer haben über Jahre Beiträge in eine Direktversicherung eingezahlt und rechnen im Ruhestand mit einer planbaren Auszahlung. Kommt es statt einer laufenden Rente zu einer Einmalzahlung, folgt jedoch oft die steuerliche Ernüchterung: Die Kapitalleistung ist regelmäßig voll zu versteuern. Zusätzlich kann sie in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung beitragspflichtig sein.
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Verlustverrechnung bei Kapitalanlagen: BFH lehnt Steuererlass trotz hoher Verluste ab
Die Verlustverrechnung bei Kapitalanlagen sorgt seit Jahren für Diskussionen. Besonders problematisch wird es, wenn Anleger zwar hohe Verluste aus spekulativen Geschäften erleiden, diese steuerlich aber nicht unmittelbar mit anderen Einkünften verrechnen dürfen. In solchen Fällen kann es vorkommen, dass trotz erheblicher Vermögensverluste weiterhin Einkommensteuer auf andere Einkünfte zu zahlen ist.
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Unterhalt an Schwiegereltern steuerlich absetzen: Wann Unterstützungsleistungen anerkannt werden
Viele Steuerzahler unterstützen nicht nur ihre eigenen Eltern finanziell, sondern auch die Eltern ihres Ehepartners. Dabei stellt sich häufig die Frage, ob sich der Unterhalt an Schwiegereltern steuerlich absetzen lässt. Die gute Nachricht: Unter bestimmten Voraussetzungen können entsprechende Unterstützungsleistungen als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung berücksichtigt werden.
Entscheidend ist jedoch, dass die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind und die unterstützten Schwiegereltern nur über geringe eigene Einkünfte und Vermögenswerte verfügen.
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Dienstreise mit Privatwagen trotz Firmenwagen: Kein Werbungskostenabzug möglich
Wer für berufliche Reisen seinen privaten Pkw nutzt, kann die Fahrtkosten grundsätzlich als Werbungskosten geltend machen. Das gilt entweder mit der Kilometerpauschale von 0,30 Euro je gefahrenem Kilometer oder unter bestimmten Voraussetzungen mit den tatsächlichen Fahrzeugkosten. Anders kann die steuerliche Beurteilung jedoch ausfallen, wenn dem Arbeitnehmer bereits ein Firmenwagen für dienstliche Fahrten zur Verfügung steht. Das aktuelle Urteil des Bundesfinanzhofs zeigt: Eine Dienstreise mit Privatwagen trotz Firmenwagen kann dazu führen, dass die entstandenen Kosten steuerlich überhaupt nicht berücksichtigt werden.
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Vorabanforderung der Steuererklärung: Finanzamt muss Aufforderung begründen
Wer seine Steuererklärung von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein erstellen lässt, hat grundsätzlich mehr Zeit für die Abgabe. Trotzdem kann das Finanzamt in bestimmten Fällen eine Vorabanforderung der Steuererklärung aussprechen und die Erklärung früher verlangen. Ein aktueller Gerichtsbescheid des Finanzgerichts Köln zeigt jedoch: Eine solche Aufforderung darf nicht nur pauschal mit dem Gesetz begründet werden.
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Kosten einer Privatklinik steuerlich absetzen: Medizinische Notwendigkeit ist entscheidend
Wer die Kosten einer Privatklinik steuerlich absetzen möchte, muss hohe rechtliche Anforderungen erfüllen. Dies gilt insbesondere für Behandlungen in Kliniken, die nicht über eine sozialversicherungsrechtliche Zulassung verfügen. In diesen Fällen lehnen gesetzliche Krankenkassen die Kostenübernahme häufig ab. Ob die Aufwendungen dennoch als außergewöhnliche Belastung nach § 33 EStG berücksichtigt werden können, hängt maßgeblich von der medizinischen Notwendigkeit der Behandlung ab.
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AfA bei geerbter Immobilie: Abschreibung und Erhaltungsaufwand
Wer eine vermietete Immobilie erbt, übernimmt nicht nur das Eigentum, sondern auch zahlreiche steuerliche Besonderheiten. Besonders wichtig ist die AfA bei geerbter Immobilie, denn sie beeinflusst unmittelbar die Höhe der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Daneben stellt sich häufig die Frage, wie Erwerbsnebenkosten und noch nicht berücksichtigte Erhaltungsaufwendungen steuerlich behandelt werden.
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Russische Staatsanleihen: Warum ein Verlustabzug 2022 steuerlich nicht möglich ist
Viele Anleger konnten im Jahr 2022 nicht mehr auf ihre russischen Wertpapiere zugreifen. Aufgrund der Sanktionen infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine waren zahlreiche russische Staatsanleihen sowie sogenannte ADR- und GDR-Hinterlegungsscheine faktisch nicht mehr handelbar. Die betroffenen Wertpapiere verloren erheblich an Wert oder wurden von Banken sogar mit null Euro bewertet.
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