Wer seine Steuererklärung von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein erstellen lässt, hat grundsätzlich mehr Zeit für die Abgabe. Trotzdem kann das Finanzamt in bestimmten Fällen eine Vorabanforderung der Steuererklärung aussprechen und die Erklärung früher verlangen. Ein aktueller Gerichtsbescheid des Finanzgerichts Köln zeigt jedoch: Eine solche Aufforderung darf nicht nur pauschal mit dem Gesetz begründet werden.
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Kategorie: Urteile
Kosten einer Privatklinik steuerlich absetzen: Medizinische Notwendigkeit ist entscheidend
Wer die Kosten einer Privatklinik steuerlich absetzen möchte, muss hohe rechtliche Anforderungen erfüllen. Dies gilt insbesondere für Behandlungen in Kliniken, die nicht über eine sozialversicherungsrechtliche Zulassung verfügen. In diesen Fällen lehnen gesetzliche Krankenkassen die Kostenübernahme häufig ab. Ob die Aufwendungen dennoch als außergewöhnliche Belastung nach § 33 EStG berücksichtigt werden können, hängt maßgeblich von der medizinischen Notwendigkeit der Behandlung ab.
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AfA bei geerbter Immobilie: Abschreibung und Erhaltungsaufwand
Wer eine vermietete Immobilie erbt, übernimmt nicht nur das Eigentum, sondern auch zahlreiche steuerliche Besonderheiten. Besonders wichtig ist die AfA bei geerbter Immobilie, denn sie beeinflusst unmittelbar die Höhe der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Daneben stellt sich häufig die Frage, wie Erwerbsnebenkosten und noch nicht berücksichtigte Erhaltungsaufwendungen steuerlich behandelt werden.
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Russische Staatsanleihen: Warum ein Verlustabzug 2022 steuerlich nicht möglich ist
Viele Anleger konnten im Jahr 2022 nicht mehr auf ihre russischen Wertpapiere zugreifen. Aufgrund der Sanktionen infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine waren zahlreiche russische Staatsanleihen sowie sogenannte ADR- und GDR-Hinterlegungsscheine faktisch nicht mehr handelbar. Die betroffenen Wertpapiere verloren erheblich an Wert oder wurden von Banken sogar mit null Euro bewertet.
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Dienstwagen und Homeoffice: Wann die Einzelbewertung beim Firmenwagen Steuern spart
Die Einzelbewertung beim Firmenwagen kann für Arbeitnehmer einen spürbaren Steuervorteil bringen. Besonders interessant ist sie für Beschäftigte, die ihren Dienstwagen zwar privat nutzen dürfen, aber nur selten zur ersten Tätigkeitsstätte fahren – etwa wegen Homeoffice, Außendienst, Teilzeit oder häufiger Dienstreisen.
Vielpendler-Option bei doppelter Haushaltsführung: Eine oft übersehene Steuerchance
Die Vielpendler-Option kann für Arbeitnehmer interessant sein, die beruflich einen zweiten Haushalt führen und deutlich häufiger als einmal pro Woche nach Hause fahren. Statt nur eine Familienheimfahrt pro Woche anzusetzen, können dann sämtliche Heimfahrten steuerlich berücksichtigt werden. Dafür müssen jedoch andere Werbungskosten entfallen.
Rundfunkbeitrag steuerlich absetzen: Neues Musterverfahren sorgt für Diskussionen
Ob der Rundfunkbeitrag steuerlich absetzbar ist, beschäftigt aktuell die Finanzgerichte. Bislang gilt: Privatpersonen können den Rundfunkbeitrag grundsätzlich nicht als Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen geltend machen. Nun unterstützt der Bund der Steuerzahler ein Musterverfahren vor dem Finanzgericht Mecklenburg-Vorpommern.
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Vergessene Verluste bei Kapitaleinkünften: BFH prüft strenge Rechtsprechung
Wer Verluste aus Kapitalanlagen steuerlich nutzen möchte, muss bei der Steuererklärung äußerst sorgfältig vorgehen. Das zeigt ein aktueller Streitfall zu sogenannten vergessenen Verlusten bei Kapitaleinkünften. Mehrere Finanzgerichte vertreten derzeit die Auffassung, dass einmal bescheinigte, aber nicht erklärte Verluste endgültig verloren sein können. Nun muss der Bundesfinanzhof entscheiden, ob diese strenge Sichtweise Bestand hat.
Steuerbescheid ändern trotz Fehler des Finanzamts?
Fehlerhafte elektronische Meldungen können zu falschen Steuerbescheiden führen. Doch darf das Finanzamt einen Steuerbescheid ändern trotz Fehler des Finanzamts? Genau diese Frage beschäftigt immer wieder die Gerichte. Besonders wichtig ist dabei § 175b Abs. 1 AO, der die Korrektur von Steuerbescheiden bei elektronisch übermittelten Daten erlaubt.
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Familienheimfahrten bei doppelter Haushaltsführung: Nachweise werden wichtiger
Wer aus beruflichen Gründen neben seinem Hauptwohnsitz einen zweiten Haushalt am Beschäftigungsort unterhält, kann die Kosten einer doppelten Haushaltsführung steuerlich geltend machen. Besonders wichtig sind dabei die Familienheimfahrten. Doch aktuelle Entscheidungen zeigen: Das Finanzamt prüft zunehmend genauer, ob die geltend gemachten Familienheimfahrten bei doppelter Haushaltsführung tatsächlich stattgefunden haben.
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Einspruchsfrist beim Steuerbescheid: Vier-Tages-Fiktion und aktuelle BFH-Rechtsprechung
Die Einspruchsfrist beim Steuerbescheid beginnt nicht immer mit dem Tag, an dem der Brief tatsächlich im Briefkasten liegt. Maßgeblich ist vielmehr die gesetzliche Bekanntgabefiktion. Genau hier liegt aber ein häufiger Streitpunkt: Kommt der Bescheid später an als gesetzlich vermutet, kann der Briefumschlag im Einzelfall zum wichtigen Beweismittel werden. Eine aktuelle Entscheidung des Bundesfinanzhofs zeigt, dass sich ein genauer Blick auf Postaufdrucke lohnen kann.
Steuerliche Behandlung des Wohnmobilverkaufs: Gewinne und Verluste
Die steuerliche Behandlung des Wohnmobilverkaufs sorgt in der Praxis häufig für Unsicherheit. Gerade bei hochpreisigen Fahrzeugen stellt sich die Frage, ob ein erzielter Gewinn versteuert werden muss.
Grundsätzlich gilt: Private Veräußerungsgeschäfte können nach § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG steuerpflichtig sein. Das betrifft sogenannte andere Wirtschaftsgüter, wenn zwischen Anschaffung und Verkauf nicht mehr als ein Jahr liegt.
Kindergeld bei Teilzeitstudium: Anspruch nach der Erstausbildung?
Ein Studium nach der ersten Berufsausbildung ist heute keine Seltenheit. Doch wie wirkt sich ein Teilzeitstudium auf das Kindergeld aus? Gerade wenn nebenbei gearbeitet wird, stellt sich für viele Eltern die entscheidende Frage: Besteht weiterhin Anspruch auf Kindergeld?
Behindertengerechter Umbau: Außergewöhnliche Belastungen richtig absetzen
Ein behindertengerechter Umbau ist oft unvermeidbar, etwa bei einer schweren Behinderung oder nach einer gravierenden gesundheitlichen Veränderung. Die Kosten können schnell sehr hoch ausfallen. Umso wichtiger ist es, den behindertengerechten Umbau als außergewöhnliche Belastungen richtig abzusetzen. Genau hier liegt allerdings eine steuerliche Besonderheit, die viele Betroffene erst spät erkennen: Hohe Umbaukosten sind zwar grundsätzlich abziehbar, lassen sich aber regelmäßig nicht auf mehrere Jahre verteilen.
Heimunterbringung: Wann Kosten steuerlich abziehbar sind
Die Heimunterbringung spielt im Steuerrecht eine wichtige Rolle, wenn es um den Abzug außergewöhnlicher Belastungen geht. Viele Betroffene gehen davon aus, dass sämtliche Heimkosten steuerlich berücksichtigt werden können. Das ist jedoch nur teilweise richtig. Besonders problematisch wird es, wenn nur ein Ehepartner pflegebedürftig ist, der andere aber freiwillig mit in das Heim zieht.
Erste Tätigkeitsstätte bei Flugbegleitern: Aktuelle Urteile
Für Flugbegleiter hat die Frage, ob der Flughafen als erste Tätigkeitsstätte gilt, erhebliche steuerliche Auswirkungen. Denn wird eine erste Tätigkeitsstätte bei Flugbegleitern angenommen, können Fahrten dorthin nur mit der Entfernungspauschale berücksichtigt werden. Ein Abzug nach Reisekostengrundsätzen, der regelmäßig günstiger wäre, scheidet dann aus. Aktuelle finanzgerichtliche Entscheidungen bestätigen diese für Arbeitnehmer eher nachteilige Einordnung, auch wenn eine abschließende Klärung durch den Bundesfinanzhof noch aussteht.
Doppelte Haushaltsführung mit Wohnmobil: Gilt ein Camper als Unterkunft?
Die doppelte Haushaltsführung mit Wohnmobil wirft in der Praxis einige steuerliche Fragen auf. Viele Arbeitnehmer überlegen, ob sie statt einer klassischen Zweitwohnung auch ein Wohnmobil als Unterkunft am Arbeitsort nutzen können. Doch wird ein Camper steuerlich anerkannt – und unter welchen Voraussetzungen?
Direktversicherung: Kapitalauszahlung ohne Fünftel-Regelung
Die Direktversicherung ist ein verbreiteter Baustein der betrieblichen Altersversorgung. Viele Versicherte stehen bei Rentenbeginn vor der Wahl: lebenslange monatliche Rente oder eine einmalige Kapitalauszahlung. Was zunächst attraktiv klingt, kann steuerlich erhebliche Folgen haben. Denn bei einer Kapitalauszahlung der Direktversicherung kommt häufig keine Tarifermäßigung nach der sogenannten Fünftel-Regelung zur Anwendung. Das hat der Bundesfinanzhof jüngst bestätigt.
Gerade bei Verträgen, bei denen die Beiträge während der Ansparphase steuerfrei waren, kann die Kapitalauszahlung der Direktversicherung vollständig steuerpflichtig sein. Dadurch kann ein erheblicher Teil des ausgezahlten Kapitals durch Einkommensteuer belastet werden.
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Kindergeld bei behinderten Kindern: Mehrkosten für Wohnung
Eltern können für ein behindertes Kind unter bestimmten Voraussetzungen Kindergeld über das 18. und auch über das 25. Lebensjahr hinaus erhalten. Eine zentrale Voraussetzung ist, dass das Kind wegen seiner Behinderung außerstande ist, sich selbst zu unterhalten. Dabei spielt der sogenannte behinderungsbedingte Mehrbedarf eine wichtige Rolle.
Ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs zeigt, dass auch Mehraufwendungen für eine rollstuhlgerechte Wohnung als solcher Mehrbedarf anerkannt werden können. Dadurch kann sich der Anspruch auf Kindergeld auch bei volljährigen Kindern ergeben.
Kinderbetreuungskosten: Haushaltszugehörigkeit nach wie vor entscheidend
Kinderbetreuungskosten können steuerlich als Sonderausgaben abgezogen werden. Seit dem Veranlagungszeitraum 2025 ist der Vorteil größer: 80 Prozent der Aufwendungen, maximal 4.800 Euro pro Kind und Jahr, sind abziehbar. Bis einschließlich 2024 waren zwei Drittel der Aufwendungen, höchstens 4.000 Euro pro Jahr, abzugsfähig.
Eine zentrale Voraussetzung bleibt jedoch unverändert: Für den Abzug der Kinderbetreuungskosten muss das Kind zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehören. Das ist in der Praxis besonders wichtig, wenn Eltern getrennt leben oder das Kind im Wechselmodell betreut wird.
Pflege-Pauschbetrag nachträglich beantragen: Bescheid ändern lassen
Wie kann man den Pflege-Pauschbetrag nachträglich beantragen – für viele pflegende Angehörige ist genau das ein wichtiges Thema. Denn häufig wird erst Jahre später klar, dass für die unentgeltliche Pflege eines Angehörigen ein steuerlicher Pauschbetrag hätte geltend gemacht werden können. Besonders ärgerlich wird es, wenn der Einkommensteuerbescheid bereits bestandskräftig ist. Lange galt: Zu spät ist zu spät. Doch eine aktuelle Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf bringt Bewegung in diese Frage.




















