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Familienstiftungen

Dieser Text bezieht sich auf die Steuererklärung für 2015. Die Version die für die Steuererklärung für 2017 finden Sie unter:
(2017): Familienstiftungen



Welche Einnahmen zählen zu den Kapitaleinkünften?

Durch die Einführung der Abgeltungsteuer ist eine Abgabe der Anlage KAP grundsätzlich nicht mehr erforderlich. In einigen Fällen müssen Sie die Anlage KAP aber dennoch ausfüllen:

  • die Kapitalerträge unterliegen nicht dem Steuerabzug (z.B. bei Veräußerung von GmbH-Anteilen von weniger als 1 Prozent)
  • Erträge aus ausländischen thesaurierenden Investmentfonds
  • Erträge (Zinsen, Dividenden etc.) aus ausländischen Konten oder Depots
  • Zinsen aus Darlehensverträgen zwischen Privatpersonen
  • Zinsen auf Steuererstattungen
  • Veräußerung von Kapital-Lebensversicherungen (bei Abschluss ab 2005)

Weiterhin muss die Anlage KAP im Falle einer Wahlveranlagung ausgefüllt werden, wenn:

  • ein Verlustvortrag aus Vorjahren berücksichtigt oder eine Verlustverrechnung der Einkünfte aus Kapitalvermögen erfolgen soll, oder
  • der Sparerpauschbetrag nicht voll ausgeschöpft wurde, oder
  • die Kirchensteuer trotz Kirchensteuerpflicht nicht einbehalten wurde, oder
  • ausländische Steuern noch zu berücksichtigen sind oder
  • zur Überprüfung der Höhe des Kapitalertragsteuerabzuges.

Auch wenn Sie einen Antrag auf eine so genannte Günstigerprüfung stellen wollen, ist die Anlage KAP auszufüllen. Dadurch können Sie unter Umständen eine niedrigere Besteuerung mit dem individuellen Steuersatz erreichen, wenn dieser niedriger ist, als der Abgeltungsteuersatz in Höhe von 25 Prozent.



(2015): Welche Einnahmen zählen zu den Kapitaleinkünften?


Verrechnung von Altverlusten

Setzen Sie ein Häkchen, wenn Altverluste verrechnet werden sollen.

Dies betrifft Altverluste aus privaten Veräußerungsgeschäften (Spekulationsgeschäften), die per 31.12.2008 nicht ausgeglichen waren. Sie können in den Jahren 2009 bis 2013 sowohl mit Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften als auch mit Veräußerungs- und Einlösungsgewinnen aus Kapitalanlagen gemäß § 20 Abs. 2 EStG verrechnet werden.
Ebenfalls betrifft dies Altverluste aus Stillhaltergeschäften, die per 31.12.2008 nicht ausgeglichen waren. Sie können in den Jahren 2009 bis 2013 mit positiven Einkünften aus Stillhaltergeschäften (gemäß § 20 Abs. 1 Nr. 11 EStG) verrechnet werden.