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(2025) Sind Adoptionskosten steuerlich absetzbar?

Dieser Text bezieht sich auf die Steuererklärung 2025. Die aktuelle Version für die Steuererklärung 2024 finden Sie unter:
(2024): Sind Adoptionskosten steuermindernd absetzbar?

Nein. Adoptionskosten gelten nicht als außergewöhnliche Belastungen im Sinne des § 33 EStG und sind daher steuerlich nicht absetzbar. Dies bestätigt die ständige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH).

Rechtsprechung im Überblick
  • Grundsatzurteil (1987): Der BFH entschied, dass Adoptionskosten auf einer freiwilligen Entscheidung beruhen und somit nicht zwangsläufig entstehen (BFH, Urteil vom 13.03.1987, III R 301/84).
  • Erneuter Vorstoß (2012–2013): Ein Vorstoß zur Änderung dieser Sichtweise scheiterte am Widerstand innerhalb des BFH. Eine Entscheidung des Großen Senats blieb aus.
  • Bestätigung durch den BFH (2015): Auch bei organisch bedingter Sterilität bleiben Adoptionskosten nicht abziehbar (BFH, Urteil vom 10.03.2015, VI R 60/11).
  • Verfassungsbeschwerde (2016): Eine Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht wurde nicht zur Entscheidung angenommen (BVerfG, Beschluss vom 13.06.2016, 2 BvR 1208/15).
Aktuelles Urteil

Das Finanzgericht Münster wies eine Klage ab, bei der Adoptiveltern nach einer erfolglosen Kinderwunschbehandlung die Adoptionskosten als außergewöhnliche Belastung geltend machen wollten (FG Münster, Urteil vom 25.06.2024, 14 K 1085/23 E).
Begründung: Die Entscheidung zur Adoption sei auch in diesem Fall freiwillig und nicht medizinisch notwendig.

Begründung der Ablehnung
  • Keine medizinische Maßnahme: Eine Adoption ersetzt keine Heilbehandlung und ist nicht Teil einer medizinischen Therapie.
  • Freiwilligkeit: Auch nach einer ungewollten Kinderlosigkeit bleibt die Entscheidung zur Adoption eine freiwillige und damit steuerlich nicht abzugsfähige Handlung.

Fazit: Adoptionskosten sind nach aktueller Rechtslage und gefestigter Rechtsprechung nicht steuerlich absetzbar – auch nicht bei medizinisch bedingter Unfruchtbarkeit.

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